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Alt 28.06.2014, 00:02   #3
der_knipser
 
 
Registriert seit: 01.04.2008
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Aus Deinem ersten Bild habe ich einen Ausschnitt stark vergrößert:



Du siehst dort eine dunkle Kante im Motiv und eine helle Kante im Himmel. Diese Kontrastanhebung entlang der Kante stammt vom Nachschärfen. Das Motiv ist eigentlich relativ dunkel, aber nicht schwarz, der Himmel ist relativ hell, aber nicht weiß. Das Nachschärfen legt diese Kanten ins Bild, um den lokalen Kontrast zu steigern, und somit einen künstlichen Schärfeeffekt hervorzurufen, der aber eigentlich eine Zerstörung der Bildinhalte ist. Deshalb muss man die Nachschärfung in engen Grenzen halten. Das was ich hier vergrößert habe, sieht man in Normalgröße je nach persönlicher Sehschärfe mehr oder weniger deutlich. Deshalb gibt es auch fast immer unterschiedliche Meinungen, ob ein Bild überschärft ist, oder noch nicht.
Für meine Augen ist die Grenze bei diesem Bild schon überschritten. Je nach Bildinhalt und natürlichen Kontrasten sieht man die Schärfung mehr oder weniger, sie ist also auch motivabhängig. Deshalb braucht jedes Bild seine eigene richtige Schärfung, die man nicht pauschal für einen ganzen Stapel festlegen kann.

Nimm ein Bild von einem Kornfeld in der Nachmittagssonne, das ist sehr schnell überschärft.
Nimm eine Mohnblume bei bewölktem Himmel auf, dazu ein sahniges Bokeh, da kannst Du viel beherzter nachschärfen. Außer vielleicht den behaarten Stengel...
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Gruß
Gottlieb
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