Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 24.06.2014, 11:21   #12
Neonsquare
 
 
Registriert seit: 12.08.2008
Ort: Nürnberg
Beiträge: 4.198
Zitat:
Zitat von Robert Auer Beitrag anzeigen
Ja, Weiß geht, wenn man dafür zuvor die Belichtung reduziert!
Hm... sollte das wirklich einen Unterschied machen? Solange das Weiß in keinem Kanal clippt ist es eigentlich auch nur ein für Weißabgleich geeignetes "Grau". Neutrales Grau ist ja nichts anderes als R=G=B. Sobald es jedoch clippt stimmen die Verhältnisse der Farbkomponenten mitunter nicht mehr zueinander um einen Weißabgleich zu ermöglichen.

Anders Formuliert: Ein Weißabgleich auf R,G,B gedacht ist schlicht eine globale Farbanpassung anhand eines gewählten Referenzfarbwerts im Bild. Man wählt eine Stelle für die "R=G=B" gelten soll. Anhand des Farbwerts an dieser Stelle kann man Faktoren für R,G und B bestimmen die diese Stelle auf R=G=B setzen. Diesselben Faktoren können dann auf alle Pixel angewandt werden.

Warum nun die Methode mit Kelvin und Magenta/Grün, Gelb-Blau? Das geht auf den Lab-Farbraum zurück bei welchem die Komponenten in Luminanz (Bildhelligkeit) und Chrominanz (Farbe) (a und b) aufgeteilt sind. Statt R=G=B lässt man die Luminanz einfach gleich und setzt a und b auf 0. Denn dem Weißabgleich ist ja eigentlich egal ob es 18%-Grau, Weiß oder Schwarz ist. Es geht lediglich darum die a/b-Abweichung von 0 zu bestimmen. Im Anschluss kann die a/b-Abweichung auf alle Pixel angewendet werden ohne die Luminanz zu beeinflussen. Was ist nun "Kelvin"? Letztendlich ist es eine Verschiebung im Bereich Rot/Blau. Im Lab-Farbraum erreicht man das indem man a=b hat und gemeinsam verschiebt. Bei Wertebereichen von -1.0 - +1.0 ist a=b =-1.0 "Blau" und +1.0 "Rot". Anders gesagt kleinere a=b-Werte sind "kälter" größere "wärmer".

Geändert von Neonsquare (24.06.2014 um 11:37 Uhr)
Neonsquare ist offline   Mit Zitat antworten