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Alt 01.06.2014, 23:54   #5
konzertpix.de
 
 
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Ich selber fotografiere üblicherweise keine Portraits, weshalb ich mich mit meiner Meinung normalerweise sehr zurückhalte.

In deinem Fall fiel mir aber eines auf. Auf sämtlichen Bildern schaut dein Model etwas angestrengt, die Augen sind auf allen irgendwie nicht richtig offen, sondern meist etwas verkniffen. Auch sind Teile der Bilder schon am überstrahlen, was an sich kein Problem ist, wenn es wirklich nur Spitzlichter sind, aber bei größeren Flächen wie auf dem Oberschenkel von Bild 2 und 6 fällt das mir dann schon etwas auf. Dazu steht im Kontrast das eher dunkel beleuchtete Gesicht. Das machte mich neugierig und ich schaute auf das Aufnahmedatum.

Und das fiel mir dann schon auf. Wenn man Portraits schon um 13:40 Uhr fotografiert, dann empfiehlt sich, den Schatten aufzusuchen, damit das Model einen weniger angestrengten Blick hat und die Kontraste zwischen Hell und Dunkel nicht mehr ganz so dramatisch sind. Und es empfiehlt sich, das Gesicht im Gegenlicht der Sonne mit einem Aufhellblitz oder Reflektor ein wenig ins rechte Licht zu rücken - aus demselben Grund.

Oder man geht auf die Wiese, wenn es früh morgens oder am späten Nachmittag ist. Dann steht die Sonne tief und leuchtet vor allem viel weicher und nicht so hart wie auf deinen Bildern.

Was ich ein wenig auf den Bildern vermisse: die titelgebende Alpenwiese. Genauer gesagt: die Berge und vielleicht sogar der schöne blaue Himmel, den es sicherlich gegeben hatte (zumindest auf dem Timmelsjoch war Samstag Kaiserwetter angesagt gewesen). So ist das eben eine Wiese, wie sie nicht nur in den Alpen, sondern überall im Frühling oder Frühsommer zu finden ist. Ein tieferer Standpunkt hätte auf dem einen oder anderen Bild sicher nicht geschadet und vielleicht etwas mehr die Alpen ins Bild gebracht.

Aber offenbar hat es sehr viel Spaß gemacht, nicht nur dir, sondern auch deinem Model, und das ist - vor allem beim ersten Mal in Sachen Neuland - sehr wichtig. So verliert man nicht die Lust daran, sondern ist vielmehr angespornt, beim nächsten Mal die Bilder vom letzten Mal zu toppen Und bei einer tiefer stehenden Sonne kann man noch viel mehr mit Licht und Schatten spielen, das motiviert einen gleich nochmal
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LG, Rainer
Robert Capa: If your photographs aren't good enough, you're not close enough. | meine Heimatseite | etwas zum Nachdenken | ein typischer Kurt
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