Zitat:
Zitat von About Schmidt
Einfach, wenn der Blitz eingeschaltet war?
|
Ja, genau so.
Zitat:
Zitat von About Schmidt
Das wird nicht ausreichen. Wichtig ist die Zündspannung und diese liegt bei alten Blitzgeräten nicht selten über 280 Volt. Dies kann man nur beim auslösen des Blitzes messen und auch nicht mit gewöhnlichem Digitalmessgerät, sondern man braucht dazu ein Oszilloskop. Am besten eines mit Speicherfunktion.
|
Doch, das reicht. Die Zündspannung liegt bei eingeschaltetem Blitz permanent zwischen Mittenkontakt und Masse (die Randkontakte am Blitzschuh) an. Wird der Blitz ausgelöst, so werden diese Kontakte über die Kamera kurzgeschlossen, was im Blitz den Zündimpuls auslöst.
Zitat:
Zitat von braun
Aber leider gibt es nirgends Aussagen über die max. zulässigen Ampere.
|
Die Stromstärke geht gegen Null. Der Spannungsimpuls, der zum Auslösen des Blitzes gebraucht wird, dient nur der Ionisierung des Gases in der Blitzröhre. D.h. es wird eine sehr hohe Spannung gebraucht, aber nahezu kein Strom. Diese Spannung wurde bei alten Blitzgeräten aus der Zündspannung, die am Blitzschuh anliegt durch hochtransformieren mit einem Spartransformator erzeugt. Je nach Auslegung dieses Spartrafos und der benötigten Spannung (hängt von der verbauten Blitzröhre ab) kann die Zündspannung auch mal 60V oder um die 200V betragen.
Bei modernen Blitzgeräten wird oft nur ein Thyristor gezündet, der dann den Zündimpuls auslöst, deshalb geht es da mit deutlich geringeren Zündspannungen. Alte Kameras hatten einen mechanischen Kontakt, der mit dem Verschluß gekoppelt war, deshalb waren dort auch hohe Zündspannungen möglich. Neue Kameras machen das mit 'nem elektronischen Bauteil (oft ein Thyristor), deshalb sind die da empfindlicher.
Notiz (nur um Mißverständnisse zu vermeiden):
Zündspannung - die Spannung, die zwischen Kontakten des Blitzschuhs anliegt.
Spannung - die Spannung, die tatsächlich an der Blitzröhre die Zündung des Blitzes auslöst
Grüße
Steffen