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Alt 10.10.2003, 17:31   #28
Ottmar
 
 
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Hallo miteinander. Hier ist wieder mal der ideale Platz, um mein Halbwissen bezüglich Farbmanagement an den Mann, sicher weniger an die Frau zu bringen. Oder soll ich lieber sagen, meine Meinung. Bei Verwendung der D7 bin ich zwangsläufig in das Thema Farbmanagement gestolpert, einfach weil ich von Anfang mit den Farben nicht zufrieden war. Insbesondere, weil ich vorher eine kleine Digitalknipse (HP) probiert habe, die beeindruckende Farben machte. Und mit der D7 fragte ich mich dann, ist da was falsch oder mach ich was falsch. Letztendlich bin ich von der D7 fasziniert.

Hallo Andy, ich kann nicht nachvollziehen, was du damit meinst, dass die Kamerahersteller nicht wissen, was Farbmanagement bedeutet. In der Kamera werden die Daten von Chip (egal welche Datentiefe) umgerechnet und in ein Format gegossen. Diese Umrechnung ergibt ein Bild in einem ‚beliebigen‘ Farbraum. Bei meiner D7I ist das der sRGB mit einem allerdings abweichenden Gamma. Dieser Farbraum ist vielleicht nicht der umfangreichste Farbraum, aber innerhalb der PC-Welt etabliert (HP und M$ http://www.srgb.com/). In der D7 musste ich die Datei erst in einen Farbraum konvertieren. Ab HI lässt sich schon in der Kamera der Farbraum auswählen, das ist etwas, was mir die HI schon attraktiv gemacht hat. Farbraum ist der Umfang an Farben, der in einer Datei dargestellt wird. Das nächste sind die Farbprofile. Mit den Profilen lege ich fest, wie eine Aus-/Eingabegerät die Signale bewertet. Und unsere Kamera ist ein Eingabegerät. Und hier wäre es reizvoll mit entsprechenden Aufwand ein entsprechendes Profil zu erstellen. Nur sehe ich hier Probleme, weil wir nie in einer Reproduzierbaren Umgebung arbeiten. Für einen Reprofotografen, wird sich das wohl nicht vermeiden lassen. Also, jede Kamera wird einen Farbraum verwenden – zwangsweise. Entsprechend des Bedarfs werde ich in der Kamera den entsprechenden Farbraum auswählen und diesen einbetten(!). Die meisten Programme können damit wohl nichts anfangen (Browser etc.) und werden es wohl als sRGB interpretieren. Bietet die Kamera sRGB, so wie die meisten Kameras ist das auch kein Problem. Mach sie das nicht und will ich einen größeren nutzen muss ich wohl den Aufkleber ‚Eigener Farbraum‘ anbringen. Mach ich das nicht, und verwende einen anderen wird ich wohl wie anno dazumal bei der D7 eine Konvertierung vornehmen. Natürlich kann ich in PS sagen, das Bild hat den Farbraum soundso-. Diese Vorgabe wird PS brav befolgen. Aber, und da bin ich reingefallen, ich kann, wenn ich es weis eine Konvertierung vornehmen, wo sich mir dann je nach Anwendung auch unterschiedlichen Möglichkeiten bieten. Bei RAW kommen die Daten, wie der Name sagt roh vom Chip. Tja, und dann muss ich wissen wie diese Daten eben jetzt nicht in der Bildbearbeitung der Kamera sondern im PC bearbeitet. In PS wird dann automatisch in den aktuellen Arbeitsraum konvertiert. Es wird also immer in einem Farbraumraum gearbeitet. Soweit hab ich jetzt wohl DatEi wiederholt. Jetzt soll aber das Bild auf einem Ausgabegerät gebracht werden, im einfachsten Falle der Monitor, also schickt PS die Bilddaten zur Grafikkarte. Unterwegs kann ein Profil dafür sorgen, dass diese Daten individuell dem Ausgabegerät angepasst werden. Oder, wenn das Ausgabegerät den ganzen möglichen Farbumfang darstellen kann, lassen sich auch die anderen Ausgabemedien nachbilden, das nennt sich dann profen. So lässt sich z.b. das Bild, so wie es auf dem Zeitungspapier erscheinen wird auf dem Monitor darstellen. Nur eine Fehlinterpretation der Daten ergibt falsche Farben. Aber ich erwarte ja auch nicht, dass auf meinem PC die MacProgramme zuverlässig ablaufen. Nur wenn in der Datei steht, welches Profil dafür gilt, kann es auch richtig dargestellt werden.

So, aber was war nur mein ureigenes Problem. Billige Digitalkameras sind darauf ausgelegt möglichst bunte Bilder zu machen, sie übertreiben es nun maßlos mit der Farbigkeit. Das lässt sich aber in unserer Kamera nachbilden, wie es auch in den verschiedenen Vorschlägen zur Grundeinstellung vorgeschlagen wird. Unsere Kamera macht normalerweise ‚relativ‘ ehrliche Bilder. Und wenn es sein muss (wie ich eigentlich es in allen veröffentlichten Bildern tue) kann ich in der Bildbearbeitung die Farbigkeit verstärken. Tja, Fotografie ist halt eine hochgradig subjektive Tätigkeit, obwohl die anderen Sinne noch wesentlich subjektivere Eindrücke liefern. 8)
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