Auch wenn ich zwei RAWs mit und ohne "Schattenaufhellung" in PhotoLine betrachte ist der Unterschied sichtbar. PhotoLine verwendet dcraw.c und aktuell in einer Version, welches die RAWs der A7 noch generisch interpretiert.
Die Korrektur ist in der Kamera abschaltbar und Vignettierungskorrektur ist auf RAW-Daten einfach durchführbar, weil es unabhängig von der Bayer-Interpolation ist.
Zur "internen RAW-Bearbeitung". Leider herrscht immer noch der Gedanke vor, dass RAW-Dateien gewissermaßen so etwas wie "rohe Sensordaten" sind. Eine Kamera die das jedoch so speichert würde heutzutage niemand kaufen und Kameratester wie Dpreview würde sie in der Luft zerreißen - selbst wenn man aus den rohen Sensordaten mit genügend Aufwand ebenso gute oder bessere Ergebnisse kriegen würde wie aus Kameras deren RAW-Daten bereits vom Hersteller für eine weitere Verarbeitung vorbereitet wurden.
Denn darum geht es eigentlich: RAW-Dateien sind Dateien die möglichst gut für eine Weiterverarbeitung im Rechner geeignet sind. Sowohl Demosaic als auch Farbinterpretation, Weißabgleich usw. sind noch nicht erfolgt - diese Daten liegen also noch nicht verrechnet vor und können anders interpretiert werden als die an der Kamera eingestellten Parameter für z. B. Weißabgleich oder Schärfe vorgeben. Die Hersteller verarbeiten die RAW-Daten bereits in der Kamera damit die Ergebnisse in den gängigen RAW-Konvertern möglichst gut rauskommen. Das ist auch kein A7/A7r-Spezifikum und auch kein Sony-Spezifikum. Leider wird Neulingen immer noch gerne erklärt, dass RAW-Dateien "die rohen Sensordaten" wären und die Realität sorgt so immer wieder mal für Entrüstung und Ängste. Dabei sind diese unbegründet, denn was zählt ist, was am Ende rauskommt und nicht was der Hersteller dafür gemacht hat.
Geändert von Neonsquare (02.02.2014 um 17:05 Uhr)
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