Ich bin davon überzeugt, dass Sony hier mit der "F4-Reihe" genau richtig gehandelt hat. Hätten sie dem zu erwartenden Nerd-Druck nachgegeben und stattdessen F2.8er Zooms und 1.4er (mindestens - für manche wohl eher 1.2er) Festbrennweiten rausgebracht, hätte jeder geschrien: "Buhhh - Sony... kleine Kameras riesige Objektive". Mit dem aktuellen Lineup ist die Kombo stimmig.
Trotzdem: Was ist das eigentlich mit diesem "kleine Kameras riesige Objektive" Schmarrn? Ist ein 70200F2.8 an einer A700 eine Handtaschenkombo? Ich fand das 70200F2.8 an jeder Kamera ein Bisserl kopflastig - dabei gibt es durchaus noch größere und schwerere Objektive. Niemand würde doch auf die Idee kommen für solche Kameras eine Kamera in der Größe eines Rollators zu bauen. Komischerweise dürfen die Relationen also bei anderen Kameras dann durchaus auseinandergehen.
Fakt ist: Die A7/A7r sind ausgewogen mit Festbrennweiten wie dem 55er und der 35 F2.8er. Ein 2470F4 ist wohl ebenfalls noch bequem nutzbar und eine insgesamt recht kompakte und leichte Kombo. Wer dasselbe erreichen will wie mit der klassischen DSLR der wird sich eben ein 2470 F2.8 adaptieren und damit leben, dass diese Kombination wohl nur mit dem Batteriegriff wieder halbwegs ausgewogen wäre. Sony bietet seinen Kunden ein System mit Wahlmöglichkeiten die es vorher nicht gab.
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