Hallo, adilos!
Bei Nachtaufnahmen hat man grundsätzlich das Problem, dass es "arg dunkel" und "ordentlich hell" ist. Nämlich der Kontrast zwischen nächtlicher Schwärze und angeleuchtetem Objekt.
Man sieht es auf deinen Bildern deutlich. Der Himmel ist komplett schwarz, daher säuft dahingehend viel ab. ABER: die Motive sind alle eigentlich ordentlich belichtet, nur wenig ist zu hell oder ausgefressen, alles ist scharf und steht gerade.
Es passt also schon VIEL. Da habe ich schon weitaus schlechtere Anfänger-Nachtbilder gesehen.
Das Zauberwort bei Nachtaufnahmen, bzw DIE Zauberworte heißen gerne:
1. blaue Stunde.
Nimm nicht erst die komplette Nacht, sondern die Zeit, nachdem die Sonne gerade untergegangen ist. Dann hat man noch schöne Zeichnungen im Himmel, das Bild wirkt interessanter als reines Schwarz am Himmel. Ich zeige dir gerne mal ein, zwei Beispiele von meinem Portfolio, wenn du das möchtest.
2. DRI = Kontrastumfangserhöhung (Dynamic Range Increase) durch eine Belichtungsreihe.
Da du ja eh mit Stativ arbeitest, kannst du mal eine Belichtungsreihe versuchen. In der Regel bedeutet das eine Abfolge von drei verschieden langen Belichtungen. Einer kürzeren, einer normalen und einer überbelichteten. Daraus kann man dann ein sehr homogenes Bild errechnen lassen (das machen die meisten Bildbearbeitungsprogramme inzwischen), welches auch in den dunklen Regionen noch Zeichnung zeigt, während es in den helleren trotzdem noch nicht ausfrisst.
Gerade bei deinem letzten Bild hätte das dem Foto sehr gut getan. =)