So reicht uns Eva, der Schlange gleich, den Apfel, scheinbar unversehrt und süß, zum Scheine nur als leckre Frucht. Schaut das nächste Bild Euch an: Eine Distel ward aus dem paradiesischen Teil, sich selbst entlarvend erst des Verführten Schlund und dem Ersticken preisgegeben. Kratzen möchtet Ihr nach dem scheinbaren Genuß, genauso wie Ihr es bei der Hagebutte Kerne tätet - doch Ihr erreicht des Reizes Kern nimmermehr. Voller Hohn, während Ihr der Luft nach schnappt, schleudert sie Euch ein "durchatmen" entgegen. Laß ein letztes Mal, armer Sünder, Deinen Blick schweifen über die süße Zärtlichkeit des Bodensees. Vergegenwärtige Dir dann die weltliche Ordnung in Reih und Glied, die Du, eines verführerischen Apfels wegen, so fahrlässig verlassen. Der Ort des obersten Richters deutet sich an, das satte Grün des Paradieses, das kühlende Wasser für unsere Lippen, oder die unermüdliche Suche aus dem Irrgarten - welches ist für Dich gedacht? So findet sich für Dich, Du armer Sünder, vielleicht doch noch eine Brücke zur ewigen Glückseligkeit......
Eine schöne Bildergeschichte hast Du uns da erzählt