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Alt 17.09.2004, 08:07   #20
Jan
 
 
Registriert seit: 08.09.2003
Ort: Erkrath bei Köln
Beiträge: 7.452
Ich denke, es ich wichtig zwischen optimalem/richtigem Weißabgleich (z.B. für Produktfotos/Reproduktionen) und gefälligem/stimmungserhaltendem Weißabgleich zu differenzieren.

Ein manueller Weißabgleich führt i.d.R. dazu, daß die weiße Wand im Glübirnenlicht hart weiß erscheint, das ist eigentlich korrekt, denn sie reflektiert alle Farben des sichtbaren Spektrums gleich. Bei 'weißer' Beleuchtung sieht sie also weiß aus, bei gelblicher Beleuchtung dann natürlich gelblich, der Weißabgleich dient nun dazu diesen Farbstich der Beleuchtung wider zu beseitigen.

Ein 'stimmungserhaltender' Weißabgleich sollte die Wand etwas gelblich lassen, Innenraumaufnahmen mit availible light verlieren sonst ihre Stimmung. Anderes Beispiel: Sonnenuntergang, durch den niedrigen Stand der Sonne wird der Blauanteil des Lichtes herausgestreut, die Beleuchtung ist rotstichig. Der korrekte Weißabgleich beseitigt diesen Rotstich komplett, ein weißes Blatt Papier in der Abendsonne sieht wieder weiß aus. Wir wollen aber i.d.R. doch ein schönes Abendrot, oder?

Der AWB versucht nun den Spagat zwischen Korrektur zu ausgeprägter Farbstiche und Stimmung (und das, ohne zu wissen, welche Flächen im Bild wirklich weiß sind). M.E. gelingt das recht gut. Nur bei Innenraumaufnahmen hat mir die A1 etwas zuviel Stimmung (Gelbstich) im Bild.

Wenn weiß wirklich weiß sein soll, ist der manuelle Weißabgleich korrekt, dann sieht zwar das Bild vom romantischen Abendessen im Kerzenschein nach OP-Beleuchtung aus, das Meißener Porzellan ist aber so weiß abgebildet, daß man das Bild der Hausratversicherung vorlegen kann.

Jan
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