Registriert seit: 17.03.2013
Ort: Nürnberg
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Aloha allerseits.
So, der Gruß wäre schon mal geschafft, doch wie geht es jetzt weiter? Name, Vorname, Alter, Bauchumfang, Sonstiges? Es heißt ja nicht umsonst, der erste Satz sei immer der schwerste. *Kopf kratz*
Egal, fang' ich halt mal an. Mein Name ist Walter und bin ein Alter, äh, gehöre bald zu den Grufties mit meinen flotten fast 60 Jahren. Ich will mich jetzt nach über 20 Jahren Pause wieder mit Fotografie befassen und bin beim stöbern im Netz u. A. auf dieses Forum gestoßen und denke, dass ich hier viele Anregungen und Informationen beim und zum wiederentdecken des Hobbies Fotografie bekomme.
Meine erste Kamera war eine Minolta 7s, die ich mir günstig in Andorra gekauft hatte und mit der ich einfach ein paar Erinnerungsphotos schießen wollte. Doch da trat schon gleich nach dem Kauf die erste Schwierigkeit auf - ich hatte keine (in Worten: Null, nada, niente) Ahnung von Fotografie und nur eine dünne englische / französische Anleitung zur Kamera. Dementsprechend sahen dann auch die ersten Ergebnisse aus.
Wieder Zuhause besorgte ich mir erst einmal alle greifbaren Fotozeitschriften, las, wollte dies und jenes ausprobieren - und ärgerte mich, dass ich vieles von dem, was ich da las und an Fotografien sah, nicht mit meiner Kamera umsetzen konnte. Also machte ich im nächsten Urlaub in den Pyrenäen wieder einen Abstecher nach Andorra und kaufte dort eine Minolta SRT 303, samt einigen Objektiven. Die Bilder wurden allerdings nicht recht viel besser, man sah dank der besseren Technik nur die Fehler besser. Also wurden zusätzlich zu den Fotozeitschriften auch noch Fotobücher angeschafft, die mir ein Verständnis der Fototechnik und der Bildgestaltung näher bringen sollten. Zusätzlich wurde noch auf Dia-Film umgestiegen, was natürlich auch wieder etliche Käufe wie Projektoren, Leinwände und und und nötig machte. Kurz und (nicht) gut, ich war im Kaufrausch.
Nachdem ich ein paar Jahre so herumgeknipst hatte (und mich an der Leuchtkraft meiner Dias erfreute) änderte Minolta auf einmal den Objektivanschluss vom MC- auf das MD-Bajonett, was also Neukäufe erschwerte. Außerdem wurden die Quecksilberbatterien verboten - und dummerweise funktionierte meine SRT 303 nur mit diesen Batterien. Also stieg ich eben zähneknirschend auf MD um. Und wieder ging das Spiel von vorne los. Es wurden nach und nach die XG2, die X700, die XD7 und etliche Objektive mit MD-Anschluss angeschafft - bis Minolta wieder das Bajonett änderte. Also wieder das Ganze von vorne? Nein!
Zu dieser ablehnenden Haltung trug neben den horrenden Kosten auch ein Augenfehler bei, der sich langsam und schleichend bemerkbar machte und den ich jahrelang nicht wahrhaben wollte, sondern lieber meine zunehmend unschärfer werdenden Dias auf eine Dejustierung des Suchers meiner heißgeliebten XD7 zurückführte.
Das Ende vom Lied war, dass ich einen großen Teil der Ausrüstung verkaufte und fortan über 20 Jahre in fotografischer Abstinenz lebte. Naja, hin und wieder rumorte es in diesen Jahren schon, wenn ich die Bilder sah, die meine Frau aus ihrer inzwischen "uralten" Panasonic Lumix herauszauberte, oder wenn ich die Fotografien betrachtete, die mein Bruder mit seinen Canons schoss. Aber es fehlte immer der letzte Anstoß wieder in die Fotografie einzusteigen - bis sich meine älteste Tochter eine Panasonic TZ 10 zulegte. Diese Kamera hatte es mir angetan, so eine wollte ich auch haben, um wieder einzusteigen, dabei nicht allzuviel Geld auszugeben und in den Möglichkeiten nicht allzu beschränkt zu sein. Also ab ins nächste Geschäft, eine TZ 10 kaufen und glücklich durch die Gegend knipsen. Aber wiederum nada, "tut uns leid, die TZ 10 gibt es nicht mehr zu kaufen, sie wurde durch die TZ 22 ersetzt". "Also gut, dann eben die Tz 22. Schieben Sie sie rüber, als Nachfolgemodell wird sie ja kaum schlechter sein". Aber leider, die 22er ist schlechter als die 10er (aber nicht so schlecht, wie sie immer wieder gemacht wird), ich hätte aber trotzdem mit ihr glücklich werden können - wenn da diese blöde Hornhautverkrümmung nicht wäre. Irgendwann hatte ich die Nase voll bei Wanderungen das immergleiche Spiel zu treiben: Motiv sehen, Lesebrille aufsetzen, die Kamera mit ausgestreckten Armen von mir weghalten, um das Motiv im Display zu sehen (oder bei starker Sonneneinstrahlung auch nicht zu sehen), abzudrücken, die Kamera und Lesebrille wieder zu verstauen - um dann ein paar Schritte weiter das gleiche Prozedere von vorne zu beginnen.
Doch Anfang dieses Jahres wurde glücklicherweise ein größerer Geldbetrag frei und ich sagte mir, wenn nicht jetzt, wann dann. Also habe ich Testberichte gelesen, mich in Foren umgesehen und Bekannte befragt. Schnell wurde mir klar, dass sich moderne Mittelklasse-Kameras im Alltag nicht so stark unterscheiden wie ich glaubte, denn jede hat so ihre Vorzüge und Macken. Auch wusste ich von meinem Bruder, dass es auch bei hochgelobten Canon-Objektiven immer wieder Dejustierungen und sonstige Fehler geben kann. Also würde ich beim Kauf rein nach Bauchgefühl vorgehen und danach, wie meine großen Hände und das Gehäuse zusammenpassen.
So machte ich diesen März endlich Nägel mit Köpfen und auf die Tour durch Elektronikläden und Fotogeschäfte. Als erstes fiel mir eine Nikon 7000 in die Hände - und auch fast wieder aus der Hand. Nein, mit diesem Griff würde ich nicht glücklich werden. Also weiter. Eine Panasonic GH3 war zwar schnucklig, aber für meine Hand eindeutig zu klein. Eine Canon 60d war da schon besser und wollte sich auch überzeugend in meine Hand schmiegen. Aber diese gekrümmte Haltung des Zeigefingers auf dem Auslöser? Nein! Kurz und gut, irgendwann hatte ich auch die Sony @77 in der Hand - und ich wusste sofort, als ich sie anfasste und durch den Sucher blickte: Die ist es! Sie war wie für meine Hand maßgeschneidert, der Zeigefinger lag wie selbstverständlich auf dem Auslöser, der Sucher war trotz Sehfehlers gut überschaubar und auch die sonstige Ausstattung stimmte.
So beginne ich also jetzt wieder mehr oder weniger mit der Fotografie von vorne, denn vieles was vor über 20 Jahren wie im Schlaf ging habe ich inzwischen vergessen, vieles ist neu und erfordert eine Umstellung im Denken. An die vielen Möglichkeiten, die die moderne Hard- und Software bietet, muss ich mich erst mühsam heran tasten. So werde ich noch lange im Forum lesen, ausprobieren, allgemein gesagt, lernen müssen, bis ich sagen kann: Ok, jetzt bin ich zumindest so weit, dass ich die technische Seite im Griff habe.
Aber das macht ja auch Spaß und ist eine Herausforderung, die ich gerne annehme.
Geändert von Noringer (29.09.2013 um 22:22 Uhr)
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