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Alt 11.06.2013, 02:42   #10
Vera aus K.
 
 
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Beiträge: 3.230
Zu diesem Thema gäbe es noch viele Argumente auszutauschen. -

Auch ich trage die Verantwortung für zwei Katzen; diese leben wohl nicht bei mir zu Hause, sondern bei meiner Arbeitsstelle, aber dennoch bin ich als Halterin eingetragen. Wir haben diese Katzen nicht trotz, sondern wegen ihres Jagdtriebes ins Haus geholt. Es handelt sich um ein großes, von Feldern umgebenes ländliches Anwesen, auf dem Menschen sowohl arbeiten wie auch wohnen. In den zwei Jahren, in denen wir versuchsweise keine Katze hatten, hatte sich dort eine Mäuseplage entwickelt, die ihresgleichen suchte und der mit Fallen nicht beizukommen war. Seit die zwei Tierheim-Katzen als Freigänger bei uns leben, hat sich das Problem mit den Mäusen (und den Ratten) erledigt. Zudem werden Balou und Eloise – so die Namen unserer hauptamtlichen Kammerjäger – auch sehr als Schmusekumpanen und Wegbegleiter von den behinderten BewohnerInnen geschätzt.

Natürlich stellen alle Katzen auch Vögeln nach, aber sie erwischen sie eher selten und wie im von Ingo verlinkten Artikel zu lesen ist, betrifft dies in den seltensten Fällen bedrohte Vogelarten. Dennoch gibt es ganz zweifellos zu viele Katzen! Eine flächendeckende Kastration wäre die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung ungehinderter Vermehrung streunender Katzen. Übrigens: Viele Streuner von heute waren einst „süße Katzenkinder, die als preiswertes Geburtstagsgeschenk für die lieben Kleinen dienten“ …

„Der Großteil der Wilderei geht auf das Konto von verwilderten Katzen, stellen die Forscher fest.“ - auch dies ein Zitat aus einem von Ingo verlinkten Artikel.

Was ist nun die zentrale zugrundeliegende Fragestellung? Was darf man der Natur zumuten?

Schwierig! Sehr schwierig!

Die Haltung von fleischfressenden Tieren kann man aus guten Gründen generell in Frage stellen!

„Fleischfresser sind Klimakiller – das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Haustiere. Neuseeländische Wissenschaftler haben den ökologischen Fußabdruck von Hunden berechnet: Ein Cockerspaniel, der pro Jahr rund 164 Kilogramm Fleisch frisst, ist demnach fürs Klima genauso schädlich wie zwei Geländewagen.“ (Zitat aus einem Magazin von Greenpeace)

Welche Rolle spielt es in diesem Zusammenhang, ob wir einen Hund, ein Reptil oder eine Katze halten? Letztendlich haben wir all diese Tiere, weil wir Gefallen daran finden. Die Katze versorgt sich immerhin teilweise selbst – und dies überwiegend ökoverträglich mit Kleinnagern.

Was darf man der Natur zumuten? Der eine fährt Auto – der andere nicht. - Wo sind die moralischen Eckpfeiler? Was gestehe ich mir selbst zu (und mit welcher Legitimation eigentlich?). Und was meine ich anderen mit missionarischem Eifer verwehren zu können?

Typisch für meine Heimatstadt wäre die folgende Herangehensweise:

- Levve un levve losse! -

Viele Grüße,

Vera
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Viele Grüße,

Vera
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Für die, die meine Bilder (teilweise) nicht angezeigt bekommen hier steht die Lösung!
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