Na ja, das stimmt ja auch, Papier, Druck und Distribution ist auch nicht ohne, aber geht in den Preis nicht so hoch ein.
Mehr stört mich eigentlich die persönliche Leselizenz, die den Wert drastisch verringert. Ein Buch gebe ich in der Familie weiter, Freunde lesen es und ich kann es gebraucht wieder verkaufen. Also eigentlich pervers, ein sich abnutzendes physikalisches Ding wird x-mal verwendet, ein sich nicht abnutzendes elektronisches Dings nur einmal. Klar, den Verleger freut es, wenn jetzt alle erneut zahlen, aber ganz so blöd sind die Kunden ja auch nicht und daher geht's halt dorthin, wo es bei Audio auch hinging.
Zum Einkaufen:
Ich sage es ganz offen. Bedingt durch die Buchpreisbindung, das DAU fähige geschlossene Amazon System verbunden mit der bekannte Umwandlung in ePub, ist Amazon konkurrenzlos. Daher bekommt meine Frau auch einen Kindle. Da kann sie sich dann dort ohne PC und ohne Troubles ihre Bücher direkt draufladen lassen.
Ich habe z.B. bei Weltbild eingekauft, aber auch bei anderen Shops. Warum tue ich das mittlerweile nicht mehr.
a) Preis ist überall gleich (Dank sei der Buchpreisbindung ;-)
b) ich brauche für jeden shop Zugang und Passwort, das nervt.
c) Bedienung und Suche ist überall anders
d) runterladen unterwegs geht meist auch, aber nicht so bequem wie in der Kindle Cloud. Und bei wem habe ich das Buch, das ich gerade laden will, denn gekauft. Soll ich jetzt alle Shops durchsuchen?
Daher ist mein Workflow, Buch auf Kindle. Bei Bedarf Kindle4PC AZW3 in ePub konvertieren und archivieren. Dann kann ich später auch ein anderes System nutzen, ohne das die Bücher alle verloren sind. Solange das so geht, kaufe ich bei A... Sollte das mal nicht mehr gehen, kaufe ich ePub und konvertiere es retour. Geht das auch nicht mehr, gehe ich zurück zum Papier.
Eigentlich pervers, wie ein zum Schutz der Buchhändler eingeführtes Instrument Buchpreisbindung pötzlich den lokalen Buchhandel fast völlig ausschaltet.
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