Thema: Weißkalt
Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 11.12.2012, 21:21   #8
alberich

Themenersteller
 
 
Registriert seit: 25.08.2006
Ort: Anus Mundi
Beiträge: 4.384
Danke Euch.

Ja, über den Beschnitt hab' ich auch nachgedacht.
Vielleicht ein wenig, so als Erklärung, warum wieso weshalb.
Wichtig war mir in erster Linie, dass die Leere dominant bleibt. Also keine Konzentration auf das Reh, den Baum oder den Dialog zwischen beiden, sondern eben das hauptsächliche Nichts als stilbildendes Element. Denn das ist auch genau das, was ich empfunden habe, als ich dort stand. Mitten im (fast) Nichts. Ein endloser Himmel, die dritte Dimension im Begriff sich komplett "aufzulösen" und dann auch noch der einsame Bock in all dem Nichts, der wenige Sekunden später ebenfalls im Nebel verschwunden war. (Der mir ehrlich gesagt schon fast zu pittoresk ist)
Dieses "nicht ganz in der Balance sein" des Beschnitts verstärkt für mich den Eindruck des Unwirtlichen und Unwirklichen eher. Wäre es harmonischer, ausbalancierter, dann würde etwas von dieser "verstörenden" Leere verloren gehen und es würde zu einer schönen, homogenen und idealisierten Winterszenerie. Das Bild sollte aber seinen dokumentarischen, "schieren" Charakter, seine Authentizität, bewahren.
Echt soll es sich anfühlen. Nicht schön.

Was nicht heißt, dass man das natürlich auch anders machen kann und es ist ebenso gut, oder sogar noch besser.
Das hier ist jetzt aber nun einmal das was es ist: "Baum mit Bock in 4:3"

Freut mich, dass ich nicht der Einzige bin, dem es gefällt.
alberich ist offline   Mit Zitat antworten