Einzelnen Beitrag anzeigen
Alt 11.10.2012, 21:40   #46
WinSoft
 
 
Registriert seit: 07.09.2003
Beiträge: 4.030
Entscheidend ist ja, was man mit dem Stativ eigentlich machen will.

Muss es leicht sein, über km tragbar, dennoch extrem stabil, windfest, welche minimale Auszugslänge, welche maximale Auszugslänge, Mittelsäule ja oder nein, Kurbel ja oder nein, schwingungsarm, Gummifüße oder Stichel?

Jede Fotoaufgabe verlangt im Grunde nach einem anderen Stativtyp.

Im Studio brauche ich für heikle Repro-Aufgaben ein bombenstabiles Dreibein mit umsteckbarer Mittelsäule, Auszugshöhe zwischen 50 cm und 3 m (Gitzo 5541SGT). Draußen und auf Fernreisen reicht mir ein gutes Einbeinstativ voll und ganz (Monostat RS-16 PRO ART oder Gitzo 5541). Stehen nach etlichen km Fußmarsch Wasserfälle an, so nehme ich ein leichtes Dreibein von Linhof. Auf Fahrradtouren nehme ich meist nur ein stabiles Ganzmetall-Tischstativ (Leica, Polaroid) mit, oder das Einbein mit Spanngummi am Oberrohr.

DAS Universal-Dreibein gibt es nicht! Wenn man sich nur ein einziges Stativ leisten will, so muss man sich überlegen, welches die weitaus häufigste Anwendung sein wird.

Wenn schon ein "universelles" Dreibein, dann vielleicht die robusten und unkaputtbaren Stative aus Holz (Berlebach) oder aus Alu (Linhof) oder aus Carbon (Gitzo) von ganz niedrig bis nahezu 3 m Arbeitshöhe, gebraucht (eBay) oder neu. Bei eBay habe ich mehrfach äußerst günstige Linhof-Stative erstanden bis hin zum "tragbaren" Profi-Port II, 003450 (passt in den Rucksack!).

Und beim Kugelkopf sollte man keinesfalls sparen! Nachsacken ist eine der übelsten Eigenschaften billiger Kugelköpfe! Hier gilt "Geiz ist NICHT geil!". Nach etlichen Jahrzehnten Fotografierens mit unterschiedlichstem Equipment hat sich bei mir kg-weise Kugelkopf-Schrott aller möglichen Fabrikate angesammelt. Geblieben und bewährt haben sich in der rauen Praxis schlussendlich nur die Kugelköpfe von Linhof (01, I, II, III) und ReallyRightStuff (BH-40, BH-55)...
WinSoft ist offline   Mit Zitat antworten