Wenn man ein Motiv in der 100%-Ansicht sieht, muss man für die Berechnung der Schärfentiefe einen entsprechend kleinen Wert ansetzen. Erik Krauses Schärferechner habe ich mal gefüttert: Z-Kreis 0,010 mm, 500 mm an der Nahgrenze (2,50 m) bei Blende f/8 unter Berücksichtigung der Beugung ergibt einen Schärfebereich von ziemlich genau 1 mm. Da wundert es nicht, dass man das auf den Bildern auch sieht. Wenn nun noch ein winziger Fehlfokus (auf den Flügel anstatt aufs Auge), und vielleicht noch ein kleiner Wackler (bei 1/640 durchaus möglich) dazukommt, dann ist das Ergebnis schnell erklärt.
Was dem Bild nicht gerade zugute kommt, ist die sehr harte Beleuchtung in Verbindung mit dem Nachschärfen.
Bei aller Kritik sind die beiden Bilder sehr viel besser als mein bisher einziges Libellenfoto, auf dem eigentlich nur noch der leere Ort zu sehen ist, wo sie gerade noch gesessen hatte...