Hallo, Nancy!
Erstmal herzlich Willkommen hier im Forum und Glückwunsch zu deiner Neuerwerbung!
Bevor ich etwas zu deinen Bildern sage: sei so lieb und beachte meinen Edit in deinem Beitrag. Dazu kommt: wir machen es hier normalerweise nicht so, dass Bilder von anderen Fotografen gezeigt werden. Du willst Kritik für DICH, dann sollst du sie auch bekommen. Wenn dein Mann Kritik für SICH will, soll er sich gefälligst anmelden und seine Bilder selbst einstellen.
Daher sage ich nun nur etwas zu Bild 1, das ja von dir ist, wie du schreibst. Die technischen Aspekte wurden ja schon genannt, ich möchte mal ein wenig auf die "künstlerischen Aspekte" eingehen.
Du sagst, dass du diesen Baum sehr magst, was ich nachvollziehen kann. Er ist schön groß, er hat eine schöne Form und du verbindest sicher einiges damit. Er steht da alleine auf weiter Flur, hinter eurem (?) Wohngebiet und man hat ihn oft im Blick, wenn man da lebt. Er gehört mit zum Alltag, wird vielleicht auch ein "lieber Blickpunkt".
Nur: wir Betrachter haben diesen Bezug nicht. Für uns ist es ein Baum wie jeder andere, der eine nette Form hat, aber nicht mehr.
Das bedeutet, dass die "Kunst" des Fotografen die ist, das Objekt so einzufangen, dass auch ein völlig neutral eingestellter Betrachter einen Bezug herstellen kann. Du hast hier einfach deinen Baum abgeknipst, wie er so vor dem Wohngebiet steht. Das mag für dich einen Bezug haben, für uns nicht. Wir sehen nur einen etwas zu dunklen Baum, der völlig mittig im Bild steht und drumrum ein paar Häuser, die dem Baum Aufmerksamkeit wegnehmen, mit denen wir aber nichts anfangen können.
Wenn also der Baum dir wichtig ist, dann spaziere erstmal drumrum, geh nah ran, versuche verschiedene Perspektiven, zB mit Weitwinkel an den Stamm lehnen und nach oben in die Baumkrone fotografieren oder suche einfach Details des Baumes, die schön sind, geh drumrum und guck, wenn du ihn komplett ablichten willst, wo der Hintergrund am wenigsten störend ist (wahrscheinlich genau in die andere Richtung, von den Häusern weg), schau, wie das Licht fällt...es gibt viele Möglichkeiten. Beschäftige dich mit dem Baum, warte, bis du Zugang erhältst. Das klingt jetzt vielleicht hochgestochen, aber das ist es gar nicht. Du magst den Baum, dann zeig es auf den Bildern. Spendiere ihm eine Serie, probiere einfach alles mögliche aus.
Ein Bild, das einfach so "abgeknipst" wurde, ist in der Regel wenig spannungsreich und dokumentiert lediglich: "Da steht ein Baum vor ein paar Häusern", aber es transportiert sonst nichts. Keine Stimmung, keine interessanten Aspekte wie Perspektive und so weiter. Ich würde mich freuen, wenn du den Baum mal als eine Art "Projekt" nimmst und dich viel mit ihm beschäftigst. Probiere aus, stelle dann gerne deine Bilder hier zur Besprechung ein, man lernt so am schnellsten.
Ich persönlich habe in meinem ganzen Werdegang kein einziges Fotografie-Buch gelesen. Ich habe ausprobiert und geübt und ausprobiert, ich habe mich anderen Fotografen aufgedrängt, bin mit ihnen mitgegangen, habe sie Löcher in den Bauch gefragt, habe Fehler gemacht, habe draus gelernt...
Für den Fall, dass du aber wirklich mal nachlesen möchtest, habe ich irgendwann mal dieses Buch empfohlen bekommen:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASI...tzwerkvonbe-21
Ob das jetzt gut ist, keine Ahnung.

Da kannst du aber auch einfach mal zu einem Fachhändler gehen und fragen. Ich denke nicht, dass diese Grundlagenbücher sich unheimlich stark voneinander unterscheiden...
Einen Internetfotolehrgang mit "vielen bunten Bildchen" gibt es auch:
http://www.fotolehrgang.de/index.htm
allerdings habe ich keine Ahnung, ob der was taugt. Einfach mal links durch die Kategorien klicken und lesen, was die so schreiben.
Ich denke trotzdem, dass es am sinnvollsten ist, die Kamera auf M zu stellen (manueller Modus) und dann auszuprobieren, wie die Kamera mit welchen Einstellungen auf verschiedene Situationen reagiert. Wie verhalten sich Blende und Belichtung miteinander? Wie spielt die Brennweite da mit rein? Wann kommt ISO dazu?
Und so weiter.
Viel Spaß!