Hallo, Doly!
Na, dann wolln wir mal.
Du sprichst mehrere Gebiete an:
1. Dämmerungsfotos bewegt
2. Dämmerungsfotos unbewegt
3. Filter
zu 1:
Willst du etwas sich Bewegendes einfangen und es soll scharf und nicht verwischt sein, muss die Belichtungszeit KURZ gewählt werden. Logischerweise wird bei Dämmerung, wenn du sonst nix machst, das Bild zu dunkel.
ALSO: schraubt man
ISO hoch (gerne auch mal auf 2000 oder noch mehr, je nach Dämmerungsgrad, wenn es sein muss) und macht die
Blende so weit
auf, wie es noch zu verantworten ist. Bei zu weit geöffneter Blende, hast du dann vielleicht irgendwo ne Unschärfe, die du nicht willst, aber das muss man ausprobieren.
Stativ: bei diesen Aufnahmen
nicht unbedingt nötig, aber sicherlich unterstützend, gerade wenn du vielleicht nicht so ruhig hältst als Anfänger.
Was man machen kann:
DRO (Dynamic Range) auf Level +2 setzen, um die Lichter und Schatten etwas aneinander anzugleichen. Das mache ich gerne, allerdings gehen da die Meinungen auseinander. Du kannst aber mal bei meinen Bildern die letzten Seiten anschauen (wir waren in Schottland), da sind einige Dämmerungsbilder dabei. Die Exifs müssten dabei stehen.
zu 2:
Bei Dämmerungsbildern mit unbewegten Motiven (Meer kann dazu gehören) ist ein
Stativ unerlässlich. Die
Belichtungszeit wird
länger gewählt, das
ISO ist auf
100 (so wenig Rauschen wie möglich), die
Blende ist
weiter geschlossen. Hast du Lichter im Bild (Straßenlaternen, was auch immer), kannst du mal Blende 14-16 wählen, das gibt schöne Sternchen.
Sich bewegendes Meer wird bei Langzeitbelichtungen (alles ab 20sec ungefähr) schön weich. Je länger du belichtest, desto weicher wird es. Allerdings muss man dann mit geschlossenerer Blende oder Filtern (kommen wir nachher noch zu) nachhelfen, damit das Bild nicht wieder zu hell wird. Langzeitbelichtungen sind eher was für "blaue Stunde" und später.
Wichtig:
Super Steady Shot an der Kamera ausmachen! (Wenn die 65 das überhaupt hat, das weiß ich natürlich nicht, vielleicht nennt sich das dann auch anders...). Die Kamera wackelt ja auf dem Stativ nicht, wenn du alles richtig gemacht hast. Der SSS arbeitet aber trotzdem und wenn du Pech hast, verwackelt er dir dann das Bild.
EDIT: wichtig noch: Das Stativ muss STABIL sein UND es muss auf einem stabilen Untergrund stehen. Wenn du zB eine Langzeitbelichtung von einer Brücke aus machst, die mitschwankt...dann wirste kein einziges scharfes Bild kriegen.

Auch der Fernauslöser ist unerlässlich, weil du beim Auslösen sonst immer an der Kamera wackeln würdest.
zu 3:
Was sich immer gut macht, sind
Grauverlaufsfilter und Graufilter. Ein Grauverlaufsfilter bringt gerne mal mehr Dramatik in die Wolken, hat aber eigentlich nur Sinn, wenn es noch nicht wirklich dunkel ist.
Ein Graufilter hilft dir bei Langzeitbelichtungen, indem er dir noch "Blenden wegnimmt", das heißt, er macht dunkler, obwohl die Blende nicht weiter geschlossen ist. Somit kannst du richtig lange belichten und musst die Blende nicht bis Anschlag schließen. Beugungsunschärfe wird somit vermieden, die entsteht, wenn man die Blende zu weit schließt. Einen Graufilter kannst du bei Dämmerung und bei sehr großen Langzeitbelichtungen nachts einsetzen (zB wenn du 5min belichtest oder sowas).
So...von ner Frau erklärt...

Ich hoffe, du kannst damit was anfangen und ich hab nix falsch gemacht.