Hallo Klaus,
das Nokton 1,2/35 ist in allen Belangen ein sehr schönes Objektiv, logischerweise muß man bei f/1,2 ein paar Abstriche machen. Die üblicherweise geäußerte Kritik am Objektiv bezieht sich in der Regel fast ausschließlich auf dessen Größe. Es gibt seit kurzem eine neue Version, die sich wohl in der optischen Rechnung unterscheidet, ich vermute aber mal, daß der Unterschied nicht allzu gravierend ist.
Meine Erfahrungen mit dem Nokton beziehen sich auf Meßsucherkameras mit dem "alten" Nokton und nicht auf die Nex.
Mit den beiden Summicronen sollte es wohl auch keine Probleme geben. Ich hatte sie im Zillertal beide (das 90er allerdings in der gegenüber der 70-er Version optisch erneuerten Variante von 1980/81) mal kurz an der Nex 5N.
Ein Hinweis zum 15er. Schmiddi hat
hier mal einige Bilder zu den Farbverschiebungen, die das 12er und auch das 15er produzieren, veröffentlicht. Das 15er ist deutlich kritischer als das 12er zu sehen. Aus eigenen Erfahrungen mit der M9 kann ich sagen, daß es Situationen gibt, in denen man den Farbstich mit Cornerfix nicht oder nur teilweise korrigieren kann. Im vorliegenden Fall gelang mir die Korrektur mit der LCC-Korrektur von Capture One Pro übrigens deutlich besser als mit Cornerfix, wenngleich auch da keineswegs perfekt. Bei solch extremen Ergebnissen, wie denen die Andreas hier vorstellt und wie sie auch bei Steve Huff zu sehen sind, würde ich durchaus einige Probleme nicht so ganz ausschließen. Das 12er dürfte wohl deutlich unproblematischer sein. Wie gesagt habe ich keine eigene Erfahrung mit der Nex 7, aber bei Andreas Ergebnissen und dem was ich bei Steve Huff gesehen habe, hätte ich zumindest gewisse Zweifel.
Man sollte auch berücksichtigen, daß Cornerfix nur DNGs als Eingabe akzeptiert. Kein Problem wenn man mit Adobe-Raw-Konvertern arbeitet, viele andere Konverter können DNGs bekanntlich aber gar nicht oder nicht sonderlich gut verarbeiten.
Und noch zu den Adaptern. Für das STF hatte ich mir mal einen Billigadapter über EBay für MFT geholt. Keine gute Idee. Der Adapter, der ja eine "Art" Blendenring bietet, ist nicht stabil genug um dieses verhältnismäßig schwere Objektiv zu halten. Beim M-Bajonett sollte es unproblematischer sein, sofern man auf unendlich fokussieren kann. Aber auch da gilt: wenn man weit über unendlich fokussieren kann, dann ist - sofern man das mal tun wollte - das Fokussieren per Entfernungsskala praktisch unmöglich, und die bei den M-Objektiven ohnehin nicht grade kurze Naheinstellgrenze wandert nochmals weiter nach hinten.
Rainer