Es gibt immer mal wieder eine(n) "Neue(n)".
Diesmal bin ICH es.
Zu mir:
Mein Pseudonym kommt nicht von ungefähr. Ich schraube an fast allem rum was grösser als ein Molekül und kleiner als ein Airbus ist.
Ich fotografiere nicht ganz so lange und nicht so "technisch versiert" wie 'der_knipser" der mir ein unwiderstehliches Angebot zum Kauf seiner ehemaligen Alpha 100 mitsamt Kit-Scherbe 18-70 machte und ein etwas hakeliges Sigma 70-300 und Ersatzakkus oben drauf packte. Ist er doch mein jüngerer "grosser" Bruder....
Meine fotgrafische "Laufbahn" begann im Winter 1981 mit einer Ricoh XR7 als es noch die "Lager" der Blendenautomaten und der Zeitautomaten gab.
Aber das erfuhr ich erst nach dem Kauf und war mit meiner Wahl sehr zufrieden.
Zur XR7 addierte sich im Laufe der Zeit ein wenig Zubehör.
Ich fotografierte von Beginn an praktisch ausschliesslich DIA-Film.
Die Fotografiererei war damals ein nicht ganz billiiges Hobby und die Familienplanung liess ab 1987 einfach nicht genug monetären Spielraum und die XR7 wurde eingemottet.
Das fotografische Interesse erwachte wieder als 2001 die Olympus Camedia C2 in unserem Haushalt einzog und das Fotografieren keine unmittelbaren Folgekosten mehr hatte.
Die "kleinen Digitalen" wurden bald immer besser und erschwinglicher und so wurde eine "Knipse" der 150-EUR-Klasse zu meinem ständigen Begleiter auf der Baustelle. Sie war so praktisch für die bildliche Dokumentation und das "schnelle Aufmass" zur Nachbearbeitung am Schreibtisch oder den "Blick um die Ecke" oder in Nischen und Schächte.
Ganz besonders aber zum "lesen" von Typschildern von Maschinen und Aggregaten die sich regelmässig da befinden, wo kein Kopf mehr dazwischenpasst.
Makrotauglichkeit und der Betrieb mit "normalen" Batterien oder Akkus war immer ein Muss für meine Digi-Knipse.
Mit der Zeit "eroberte" sich die Digitalkamera auch meinen Freizeitbereich zurück und der Zoombereich und die Bildqualität meiner Baustellen"schluhse" reichten irgendwann nicht mehr. Insbesondere der zu geringe Telezoom (100mm KB-equivalent) störte mich.
Wenn man mal auf einem Konzert fotografierte bestand das halbe Bild aus Puiblikum (von hinten). Das musste sich ändern.
So tat ich mich recht unbedarft nach einer Kamera um, die möglichst viele meiner Bedürfnisse zu einem moderaten Preis erfüllt und landete bei einer Bridge: der Fuiji HS10 mit 24-720mm (KB-equivalent) manuellem(!) Zoom, moderaten 10,2MP, mit einem klappbaren Display und mit AA-Zellen befeuert.
In der Folge fand ich zum "zugehörigen" (Finepix-)Forum wo mir der Mund wässirig gemacht wurde mit der "unvergleichlich besseren Qualität" grösserer Sensoren anstelle des "Minisensors".
Das wollte nun verfiziert werden. Womit ich zurück bei meinem einleitenden Absatz bin.
Die Bedienung der A100 war gar kein Problem. Aber nun wollte ich wissen, was es mit der "sagenhaften" Bildqualität auf sich hat. Also in allen Lebens- und Lichtlagen drauf los fotografiert und pixelgepeept.
Mein eher ernüchterndes Ergebnis: Die A100 ist nur bei niedrigen ISO gleichauf oder marginal besser als meine Bridge mit derselben Pixelzahl auf einem Sensor mit 1/10 der Fläche
Es liegen ja auch immerhin 5 Jahre Entwicklungszeit dazwischen.
So habe ich, anstatt in Zubehör der A100 zu investeren, mir den Nachfolger der HS10 -die HS20EXR- gegönnt. Die Investition in eine aktuelle D-SLR mitsamt hochwertigeren Objektiven ist mir einfach zu heftig für meine Ansprüche und mein Zwiebelleder.
Der Charme der Kompaktheit der Bridge und die für meine persönlichen Bedürfnisse ausreichende Bildqualität zum Preis eines "billigen" Superzoomobjektivs, welches an einer D-SLR-Kamera auch keine bessere Bildqualität liefert (und mangels optischer Auflösung nicht liefern KANN- wie ich inzwischen auch weiss-) waren letztlich auschlaggebend.
So bleibt mir die A100 als "Schönwetterkamera für besondere Gelegenheiten" erhalten. Wenn ich eines schönen Tages über ein lichtstarkes 55mm-Objektiv mit schönem Bokeh für Portraitfotografie stolpern sollte werde ich es sicher mitnehmen.
Und genau da bin ich am (für mich) wunden Punkt der andereseits auch eine Stärke der "Minisensoren" ist: Die für manche Situiation zu grosse Schärfentiefe....