Aufgrund der vielfältigen Diskussionen dieser Thematik bei den M-Leicas, zu denen sich ja auch Leica, die es ja wissen müssen, häufig äußerte, denke ich auch, daß der wesentliche Aspekt nicht die Pixelgröße , sondern die Beschaffenheit und Dicke der Filter vor dem Sensor sind. Diese Filter sind bei den Ms bekanntlich extrem dünn (M8: 0,5mm, M9: 0,8mm, DSLRS>2mm), was bei der M8 bekanntlich zu den bekannten IR-Problemen führte. Auch die R-D1 kennt, allerdings nur in seltenen Situationen, diese Problematik, hat also vermutlich ebenfalls nur ein sehr dünnes IR-Sperrfilter.
So groß ist der Unterschied zwischen 5N und 7 hinsichtlich Pixelgröße doch auch nicht, daß das die komplette Unanfälligkeit der 5N, aber die sehr starke Anfälligkeit der 7 für Farbverschiebungen erklären würde.
Die Vignettierung ist sicherlich eine andere Sache, aber die ist bei den Nexen ja trotz der im Vergleich zu den Ms und der R-D1 extrem kleinen Pixeln ja auch bei den Ultraweitwinkel-Voigtländer-Objektiven durchaus im Rahmen.
Hier ein Ausschnitt aus einem aktuellen Interview (Oktober 2011) mit Stefan Daniel, Leiter Produktmanagement bei Leica:
Zitat:
Q: If you look at the DXOMARK results of the M9 you can see that the ISO marks are considerably lower than other full frame cameras. Do you see this as one of the major things you would like to improve in the next M version?
A: The reason why this is lower lies in the special circumstances of the M-System. It is quite complicated, but I will try to make it short: M-lenses hit the sensor in a flat angle, therefore they are the most compact on the market and older lenses are compatible with M8 and M9. This flat angle will not allow us to use interference IR cut coating on the sensor cover glass, as this would cause uncontrollable color fringes. Instead of, we use an absorption filter, which is not sensible to different light angles, but does filter much more of the visible light as interference filters, and therefore the signal from the sensor needs to be amplified much more which results in a lower light sensitivity. Of course, having a higher sensitivity of the sensor is an issue and we put a significant amount of effort in improving this.
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Quelle:
http://www.megapixel.co.il/english/archive/23834
So ganz nebenbei gesagt sind die angesprochenen DXOMark-Rauschergebnisse der M9 praktisch identisch zu denen der Alpha 900 und deutlich besser als die der Nex 7 und Nex 5N.
Rainer
---------- Post added 18.12.2011 at 13:52 ----------
Zitat:
Zitat von Schmiddi
... Warten wir also auf eine -7oAA (ohne AA-Filter  ).
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Andreas, nicht das AA-Filter ist das Problem, sondern das IR-Sperrfilter. Die M9 mit ihrem großen Sensor braucht auch Korrekturen, obwohl sie kein AA-Filter hat.
Das Problem, das ich sehe, ist, daß Sony im Gegensatz zu Leica keine Veranlassung dazu hat, symmetrische Objektive zu "unterstützen". Hätte Sony eigene Angebote, dann könnten sie sogar "unliebsame" Konkurrenz "per Farbstich" loswerden. Und wenn diese Unterstützung mit "Nebenwirkungen" wie erhöhtem Rauschen einhergeht, wie es lt. oben verlinktem Interview zu sein scheint, könnte Sonys Bestreben für die Liebhaber der Weitwinkel-Ms schon deshalb genau in die "falsche" Richtung gehen.
Rainer