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Bei Empfindlichkeiten unterhalb der Grundempfindlichkeit des Sensors (die hier auch gut bei ISO 100 liegen könnte) ist es so, daß im Prinzip ein Bild mit der Grundempfindlichkeit +1 EV aufgenommen und kameraintern wieder um 1 EV abgedunkelt wird. Während hohe/höhere ISOs durch Signalverstärkungen (in hardware AFAIK) erreicht werden. Also ISO 50 muß man sich als ISO 100 +1 EV -1 EV vorstellen. In der analogen Zeit kannte man das als "pull-Entwicklung" (andere Richtung war die push-Entwicklung, auch dazu gibt es Entsprechungen im digitalen). Das kann man prinzipiell mit jeder Datei machen (mit RAWs besonders gut) und dann sieht man auch, wo die "Kosten" für dieses Vorgehen liegen: pullen kosten Lichter, pushen kostet Tiefendifferenzierung, bzw. verstärkt das Rauschen.
Darum nimmt man nicht einfach die niedrigste Empfindlichkeit, diese ist vom Sensor und der Signalverarbeitung bestimmt und sowas wie ISO 50 offensichtlich auf dem beschriebenen Wege erreicht. Bei den höchsten ISO-Werten ist es andersrum.
In der Praxis kann es dennoch sinnvoll sein, ISO 50 zu benutzen, da es einfach komfortabel ist und es gewisse praktische Vorteile haben kann (z.B. bei Verwendung von Blitzanlagen, bei Langzeitbelichtungen, bei Fotos mit großen Blendenöffnungen und starker Helligkeit - kann einfach das ND Filter sparen, welches ja auch nicht frei von Nachteilen ist). Als Grundeinstellung sollte man ISO 50 jedoch eher nicht verwenden, da es keinen (oder kaum einen relevanten) Vorteil bezüglich des Rauschverhaltens bietet, aber Nachteile im Dynamikumfang.
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Gruß Jens
Geändert von Jens N. (29.10.2011 um 11:32 Uhr)
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