Und zur Vervollständigung noch ein kurzer Vergleich, wie sich ein RAW-Bild am Rechner (links, im Image Data Converter SR ohne dessen DRO-Routinen) entwickelt und wie es sich in der Kamera zeigt bzw. in einem Programm, das nur die Vorschaubildchen nutzt, um schnell eine Übersicht vieler Bilder darstellen zu können (rechts, die Image Data Lightbox SR, beide von Sony):
-> Bild in der Galerie
Es ist wohl ziemlich offensichtlich, daß das DRO-Gedöns auf die RAW-Daten keinen Einfluß nimmt. Bestenfalls wird unterbelichtet, aber
zu Gesicht bekommt man immer nur in der Kamera das Vorschaubildchen, und das lief durch das DRO-Zeugs. Man sieht also nur an der Kamera zu keinem Zeitpunkt, was wirklich in den RAW-Dateien steckt. Übrigens ist auch das in der Kamera angezeigte Histogramm durch den DRO-Filter gelaufen, zeigt also ebenfalls die Helligkeitswerte des DRO-Vorschaubildes und nicht die Verteilung im RAW an!
Ich verteufele DRO nicht, ganz im Gegenteil - ich nutze es recht häufig. Aber aufgrund jener erschreckender Erfahrungen eben nur dann, wenn die Belichtung des Bildes sowieso relativ "einfach" hinzubekommen ist und dann auch nur, indem ich in JPG fotografiere. Dann ist es ein tolles Hilfsmittel, um die Bilder aus der Kamera sehr gefällig hinzubekommen. Fotografiere ich (seit jenem Novemberabend 2007) dagegen in RAW, schalte ich definitiv DRO aus, weil ich in anderen Programmen und nicht im Image Data Converter meine Bilder entwickele. Und das hätte fatale Folgen, die ihr hier deutlich erkennt.