Moin, moin,
vielen Dank für Euer (heiteres) Feedback.
Mein persönlicher Liebling ist aufgrund des Bildaufbaus das zweite Bild: die Wand stellt sich demonstrativ in den Weg, läßt das Bild in zwei Teile zerfallen, die zusammen nicht erfaßbar sind, und zwingt auf diese Art dem Betrachter eine Entscheidung ab. Aber egal für welches "das Auge geht zum Licht" er sich entscheidet, er landet in einer unwirtlichen Szenerie, in der er eigentlich nicht stecken möchte. Links gehts trepp-/bergab ins Dunkle, wo man nicht weiß, was einen hinter der Ecke erwartet. Rechts steckt man in der Sackgasse, die Decke ist in Teilen schon eingestürzt.
In einer Zwischenversion hatte ich die Lichter in den Fenstern zurückgenommen, so daß der hier überbelichtete Bereich wieder Zeichnung hatte, aber das lenkte nur ab, brachte einen Aspekt ins Spiel, der nichts zur Sache tat. Die Überstrahlung gibt dem wiederum - so meine Meinung - dem Ganzen eher noch etwas mystisches.
Mein Bruder, der mit der Photographie sonst nicht viel am Hut hat, schrieb zu der Serie:
Zitat:
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Zitat von Dat kleine Ei
"Schon seltsam, wenn die Reproduktion eines Gegenstandes perfekter ist als der Gegenstand selbst. Das hat schon fast was Philosophisches."
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Der Gedanke hat mir irgendwie gefallen, aber nicht unbedingt nur, weil er meinen Bildern schmeichelte.
Dat Ei