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Das immer wieder kehrende Problem bei Diskussionen dieser Art ist, dass zwei wesentliche Dinge vermischt werden. Da ist zum einen die Kunst und zum anderen die Rezeption von Kunst.
Jeder, der bei dem einen Werk von Kunst spricht und bei dem anderen nicht, sagt nichts über die jeweiligen Werke sondern spricht lediglich über seine Wahrnehmung.
Der Kunst ist es vollkommen egal, wer sie dafür hält und wer nicht.
Ob das wahllose drehen an Reglern in der Bildbearbeitung nun Kunst ist oder nicht, ist vollkommen irrelevant.
Wolf Vostell hat es, meiner Ansicht nach, sehr treffend gesagt, "Kunst ist, was der Künstler macht". Damit ist alles gesagt.
Ob jeder das nun akzeptiert und seinerseits ebenfalls für Kunst hält ist eben die andere Ebene der Diskussion. Hier kommt dann jeder mit seiner ganz eigenen Definition von dem was er für Kunst hält oder was nicht, und mit seinen Befindlichkeiten ins Spiel. Hier fliessen die eigenen Wertvorstellungen und/oder Maßstäbe ein.
Aber das alles ändert nichts am Ausgangspunkt. Der "Schmiererei", dem Tintoretto, dem Action-Painting oder was auch immer.
Kunst wird oftmals als qualitativer Begriff benutzt und damit beginnen die Probleme. Kunst hat aber prinzipiell nichts mit Qualität zu tun, sonder sie ist "nur" eine Begrifflichkeit für eine Form des Ausdrucks.
Kunst kann nun dem einen was sagen, ihn berühren, sie inspirieren oder auch Fragen aufwerfen. Es kann aber auch genau so gut nicht stattfinden.- Man stiert auf Kunst und es regt sich absolut nichts. Nada. Es lässt einen vollständig unberührt und ratlos zurück.
Deswegen bleibt das Betrachtete aber dennoch Kunst. Lediglich kann ich keine Verbindung dazu aufbauen. Nur muss ich deswegen dem Werk seine Eigenschaft absprechen?
Ich denke nicht.
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