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Canon und Sony gehen halt unterschiedliche Wege. In der Mittelklasse (Canon 550D, Alpha 55 etc.) bereitet Canon die JPEGs aggressiver auf als Sony. Die Aufnahmen wirken "knackiger". Das ist in der Regel gut für alle, die ihre Bilder nicht mehr nachbearbeiten wollen. Wobei sich die JPEGs der Alphas ja auch auch ganz nach Geschmack konfigurieren lassen.
Die Rauschunterdrückung haben beide Hersteller inzwischen ebenfalls im Griff. Wobei für meinen Geschmack beide etwas zu stark an der NR-Schraube drehen. Mir persönlich wäre etwas mehr Rauschen und dafür mehr Bilddetails lieber. Mit ein Grund, warum ich (fast nur) in RAW fotografiere.
Vorne liegt für meinen Geschmack Sony bei der Dynamik, insbesondere bei der Höhendynamik. Das heißt: Wo bei anderen Herstellern in kontrastreichen Szenen die Lichter ausbrennen, lässt sich bei den Alphas noch Zeichnung ausmachen. Auch diesen Vorteil kann man am besten nutzen, wenn man in RAW aufzeichnet. Das heißt jetzt aber nicht, dass Canon-Sensoren einen schlechten Dynamikumfang verarbeiten, nur halt nicht ganz so gut wie die von Sony.
Ein nicht zu unterschätzendes Problem ist die hohe Pixeldichte aktueller APC-Kameras, wie Benjamin schon sagt. Nur absolute Spitzenobjektive können das Auflösungspotential von 16- oder 18-MP-Sensoren in APS-C-Größe ausschöpfen. Sony hat auf der Photokina bereits angekündigt, dass es zum A700-Nachfolger ein neues "Kit-Objektiv" geben wird, das 18-55/3.5-5.6 ist an 16MP bereits überfordert.
Davon einmal abgesehen: Der Sensor ist längst nicht mehr alles, wenn es um "Bildqualität" geht. Da kann man durchaus auch mit intelligenten Funktionen nachhelfen. Und gerade hier hat meines Erachtens Sony klar die Nase vorn: Die HDR-Funktion zur Bewältigung extremer Kontraste etwa. Oder eben jetzt ganz neu Multishot-NR.
Martin
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