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Alt 10.10.2010, 17:23   #3
Jens N.
 
 
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Zitat:
Zitat von knobi_92 Beitrag anzeigen
3) Tamron 60mm 2,0 - schöne Schärfe und Lichtstark dazu. Von der Brennweite auch Ok.

Was hat es noch? 50mm 1,7/1,4 die finde ich für Portraits zu kurz.
Dazu kopiere ich der Einfachheit halber mal einen Beitrag von mir aus einem anderen Forum, da ging es um das gleiche Thema (60er Tamron auf dem Zettel, aber 50er als zu kurz empfunden):

Zitat:
...kommt das brennweitenmäßig auf das Gleiche raus, da das 60er Tamron innenfokussierend ist und darum bei kurzen Abständen (wie sie bei Portraits üblich sind) seine Brennweite verkürzt. Was die Minolta 50er nicht tun ( -> auszugsfokussierend). Sehr wahrscheinlich kommst du dann bei 1-2m Abstand mit beiden auf den gleichen Bildausschnitt und damit auf auch die gleiche perspektivische Wirkung.

Und das Sucherbild mit f1,4 (oder 1,7) ist noch heller als bei f2 Das 60er Tamron ist -wohl aufgrund des Preises- schon als Makro nicht unbedingt super beliebt. Daher würde ich es in diesem Fall erst recht nicht empfehlen, wenn du nicht ausdrücklich auch ein 1:1 Makro suchst. Du bezahlst sonst einen Mehrwert mit, den du evtl. nicht nutzt oder brauchst. Die 50er sind für Portraits schon eine gute Wahl, wenn die rel. kurze Brennweite passt (z.B. im Studio oder für Halbportraits). Was die Brennweite angeht, gilt das aber ebenso für das 60er Tamron: die 10mm machen erstens keinen großen Unterschied und zweitens verliert sich dieser kleine Unterschied in der Praxis aufgrund der Bauweise des Objektivs auch noch.
Also entweder das Tamron 60mm vergessen, oder auch die 50er auf die Rechnung setzen - ein besseres Preisleistungsverhältnis als bei diesen wirst du eh nicht finden.

Die Spezialisten für Portraits sind ja die 85mm Festbrennweiten, aber es kommt immer drauf an, was genau man will: extreme Schärfeverläufe im Gesicht und dem Modell nicht ganz so auf die Pelle rücken (=85er oder evtl. auch 135er, am Vollformat natürlich eher letzteres), oder auch mal Halbportraits samt Schultern, evtl. bei begrenztem Platz im engen Studio (=da können die 50er glänzen). Wertet man den Mehrwert von Makros hoch, dann tut es auch ein solches mehr als gut (habe das lange mit dem 90er Tamron gemacht), auch wenn viele sagen, Makros seien für Portraits schon ZU scharf, was ich persönlich für ... na ja... vielleicht nicht direkt Unsinn (alles eine Frage der Ansprüche und wenn die eher speziell, bzw. sehr hoch sind, kann man diesen Einwand vielleicht gelten lassen), aber doch für übertrieben halte, vor allem wenn das Budget eine Rolle spielt. ZU scharf kann man notfalls immer noch korrigieren, auch wenn das natürlich nicht ideal ist (umgekehrt ist schwieriger).
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Gruß Jens
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