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Zitat von steffenl
...einige Tausend Urlaubsbilder, die ich beim Import automatisch von LR (12.4 aktuelle Version) korrigieren lassen will...
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Geht meines Wissens nicht (Bild wird von LR beim Import bereits kompett genau so bearbeitet, wie man es haben möchte).
Es gibt Dienstleister (insbesondere für Eventfotografen), die anhand von mehreren tausend eingereichten eigenen RAWs mit fertigem Ergebnis eine KI anlernen, die dann neue RAWs von dir so bearbeitet, wie du das in der Vergangenhet gemacht hast.
Aber auch das hat Grenzen: vielleicht bearbeitest du eine Aktaufnahme anders, mit einem anderen look, wie eine Landschaftsaufnahme - auch zwischen Sportaufnahmen und Astoraufnahme gibt es unterschiedliche Schwerpunkte und damit unterschiedlieche Bearbeitungen.
Thematisch näher kommen vermutlich (einfache) Standalone-Bildbearbeitungsprogramme, die einen "hier drücken und das Bild ist fertig"-Button besitzen. Ob das auch im Batch geht und ob das Ergebnis gefällt, ist aber eher Glückssache.
Zitat:
Zitat von steffenl
...Funktion "Vorgabe erstellen" ...kann i...nur Verzerrungen, CAs etc. automatisch korrigieren lassen. Also Einstellungen, die über eine checkbox aktivierbar sind, sobald individuelle Zahlenwerte dazu kommen, taugt die nicht mehr, weil ja nur stumpf der eingestellte Wert kopiert und nicht auf das jeweilige Bild angewandt wird.
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Das stimmt nicht ganz: über Maskierung (Shift + W) kannst du Objekte, z. B. Gesichter, suchen lassen und dafür individuelle Einstellungen (z. B. für Gesichtshaut, Lippen, Augen usw) vornehmen. Die KI-Erkennung arbeitet erstaunlich gut - für Urlaubsbilder sollte das reichen.
Richtig ist, dass die Werte der Korrekturen z.B. zum Gesicht so bleiben, wie du sie definiert hast - entscheiden ist aber, dass sie nur auf z. B. das Gesicht und nicht auf den Hintergrund vorgenommen werden.
Die Masken bzw. die Suche danach lässt sich auch in Vorgaben speichern und automatisch anwenden. Findet LR in dem zu bearbeiteneden Bild z. B. kein Gesicht, wird die Bearbeitung des (nicht vorhandenen) Gesichts nicht vorgenommen = die Einstellung schadet nicht.
Vermutlich konnte man ähnlich auch mit "Entraschen über KI" vorgehen. Das habe ich im Batch aber noch nicht versucht, da einerseits mein Rechner aus 2014 dafür viel zu langsam ist und andererseits ein DNG aus dem RAW zur weiteren Bearbeitung erstellt wird - für Einzelbilder kein Hinderungsgrund aber bei hunderten oder tausenden Bildern auf Verdacht so eine rechen- und speicherinstensive Bearbeitung durchführen lassen?
Für mich habe ich das anders gelöst.
Vorbereitung: Testbild mit allen möglichen ISO-Stufen aufgenommen, zu jeder ISO-Stufe eigene (meiner Meinung nach dafür brauchbare) Werte für Struktur, Klarheit, Dunst entfernen, Dynamik, Sättigung (diese in LR unter "Präsenz" gelisteten Einstellungen bleiben für alle ISO-Stufen weitestgehend gleich), schärfen (ich nehme die Schärfe etwas runter, weil ich ggf. einige Bilder noch weiter bearbeiten möchte - endgültige Schärfung über Filter erfolgt bei mir meist in Photoshop und dort häufig aus Faulheit über Batch = scripten der Dateien eines Ordners), manuelle Rauschreduzierung mit je ISO-Stufe individuellen Werten zu Luminanz mit Details und Klarheit sowie Farbe mit Details und Glättung (da passt die LR-Standardeinstellung 25-50-50 eigentlich immer), chromatische Aberationen entfernen (anklicken), Profilkorrekturen aktivieren (anklicken). Zusätzlich habe ich noch Standardvorgaben für Bearbeitung von Gesichtern (über KI-Filter Maskieren) eingetellt. Diese Vorgaben als Presets unter dem Ordner der verwendeten Kamera je ISO-Stufe ablegen.
Bearbeitung: RAW-Dateien importieren, Bilder beschlagworten, Bilder bewerten (ich tue mich immer schwer damit, Bilder zu löschen, aber hier spart man enorm Zeit in der Nachbearbeitung und mal ernsthaft: unscharfe Bilder oder dasselbe Motiv mit derselben Perspektive und Beleuchtung in 30 Variationen schaut sich keiner mehr gerne an), bei Verwendung mehrerer Kameras nach Kamera slektieren (in der Bibliothek über Metadatenfilter), nach verwendeter ISO selekteiren, in Entwickeln wechseln und das passende Preset anwenden, alle Bilder (mit dieser ISO-Stufe) markieren, synchronisieren.
Wieder zurück in Bibliothek und mit nächster ISO-Stufe dasselbe machen, bis alle Bilder entsprechend bearbeitet sind.
Was fehlt sind dann noch anpassen der Farbtemperatur (bei outdoorbildern lasse ich es meist auf Weissabgleich wie Aufnahme), Belichtung, Kontrast (bleibt bei mir meist auf 0), Lichter, Tiefen, weiss, schwarz. Wenn man viel Arbeit investieren möchte (mache ich meist nicht) kann man auch noch Gradationskurve(n) und Farbe sehr detailliert anpassen. Insbesondere bei Weitwinkelaufnahmen wird das Bld noch entzerrt. Auto führt da manchmal zu "merkwürdigen" Ergebnissen, deshalb habe ich das nicht mit in das Preset aufgenommen.
Über R (Freistelungsüberlagerung) wird bei Bedarf noch der Bildausschnitt angepasst.
Da ich gerne über PS schärfe, wird das Bild als PSD (mir reichen hier 8 Bit, da das Bild anschließend eh als JPG endgültig gespeichert wird) exportiert.
Wenn noch individuelle Bearbeitungen vorzunehmen sind, mache ich das (aus Gewohnheit) in PS - mittlerweile geht vieles davon auch in LR, Ebenenverwaltung in PS gefällt mir aber deutlich besser.
In PS habe ich mehrere Aktionen zum schärfen erstellt - genutzt wird meist Landschaftz oder Portrait. Im Zweifel reicht die Variante Protrait (schärft weniger stark) völlig aus, also scripten der PSD-Dateien des entsprechenden Ordners als JPG mit der passenden PS-Aktion für schärfen.
Das ist weit weg vom gewünschten "ein Klick und alle tausend Bilder sind fertig", aber deutlich schnller wie das individuelle Anpassen jedes einzelnen Bildes.