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Streetfotografie
Am Samstag war ich mit einem befreundeten Fotografen auf "Streetfototour" und habe das ein oder andere recht gute (nach unserem Maßstab) Foto dabei gehabt.
Motive, die so in dieser Form nur aus dem Moment heraus wirken können. Es sind Personen zu sehen, welche ohne weiteres identifiziert werden können in lustigen bzw. stimmungsvollen Situationen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit werden diese Personen nicht in diesem Forum vorbeischauen, aber die Bilder können im globalen Internet auftauchen, ohne das wir davon Kenntniss erlangen. Für den Fotografen ist es ein super Moment eine Situation ohne Befangenheit der abgebildeten Personen abzulichten. ABER meist sind diese Personen dann auch schon wieder weg, d.h. keine Erlaubnis der abgebildeten Person... Wir verstecken uns hinter unseren "langen Tüten", liegen auf Lauer, warten auf den perfekten Schuss und können das Bild nicht verwenden, weil wir uns nicht trauen nach einer Veröffentlichung zu fragen. Wie machen das die Steetfotografen, die überall ihre Bilder ausstellen und Personen in ihrem urbanen Umfeld ablichten? Werden Rechte dritter umgangen und absichtlich eine Strafe einkalkuliert? Wie würdet oder handhabt Ihr bei Euren Streetfotos die Beachtung der Rechte dritter? Stellt ihr nur Bilder ins Netz, auf denen die Personen nur von hinten zu sehen sind, oder geht ihr nach dem Bild direkt auf die Leute zu, resp. verfolgt sie um sie zu fragen? |
Auf Spiegel-Online hat mal ein erfahrener Reisefotograf berichtet, wie er es macht. In Erinnerung sind mir noch diese Kernaussagen:
Martin |
Keiner der drei Tips führt zu der Annahme, das der Abgelichtete mit einer Veröffetnlichung oder gar gewerblichen Nutzung einverstanden ist! Bestenfalls das Einverständins, fotografiert zu werden (nicht mit Veröffentlichungs- oder sonstigen Nutzungsrechten) ergibt sich aus dem Lächeln.
Wenn also die Leute mehr als zufälliges Beiwerk sind brauchst Du ein "Modelrelease". Da ihr zu Zweit unterwegs seid, und mündlich reicht, reicht es, wenn ihr kurz fragt, zB. "Ist es ok für Sie, wenn ich das Bild zB auf meiner HP benutze? ganz Seriös natürlich? Ich gebe Ihnen auch gern meien Karte? Wenn Sie sich melden, schicke ich ihnen eine Kopie." Wenn er ja sagt, kannst Du nutzen. |
Ich gebe den Leuten einfach meine Karte mit dem Hinweis, mal vorbeizuschauen - man merkt in der kurzen Interaktion schon recht deutlich, ob es Probleme geben könnte oder nicht.
Zu große Vorsicht verhindert gute Streetfotos. Augenmaß ist hier wohl das treffende Stichwort...;) @Andre: Die lange Teletüte verbietet sich m.E. in diesem Zusammenhang von selbst...:? PS: ...wie bekomme ich eigentlich das Strichlein beim Andre übers "e"...:oops: |
Zitat:
Auf ner Windows Tastatur die Taste rechts neben dem ß. Dann hast du mit Shift è und ohne é wenn du die Taste vor dem e drückst. |
Zitat:
Hoffe die kurze Erklärung hat geholfen! :cool: EDIT: Mist, Somnium war schneller! :twisted: ;) |
Zitat:
Einerseits so fotografieren, daß die Leute es mitbekommen, andererseits Mittel wählen, daß sie es nicht mitbekommen. Oder ist das am Bildrand nicht so problematisch? Wenn die erste Aussage im Hinblick auf Großaufnahmen von Personen und die zweite im Hinblick auf Personen als "Beiwerk" gedacht ist, dann macht es vermutlich schon mehr Sinn, allerdings wäre dann m.E. die erste Aussage immer noch "bedenklich". Rainer |
...Danké Euch, Torsten und Thomas...:oops::D
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Erst mal schon vielen Dank für Eure Kommentare!
Ein wenig flau ist mir bei dem Gedanken, das ein blosses Lächeln in die Kamera ein Einverständnis ist ohne danach wenigstens zu fragen. Ist natürlich einfacher, als das Gespräch zu suchen... :roll: Aber ein Streetfoto soll ja auch "wasserfest" aufgenommen werden, also kommt man am Fragen sicher nicht vorbei. Dann ist also die grösste Schwierigkeit bei der Streetfotografie nicht die Motivsuche, sondern das Überwinden des eigenen Schweinehundes!!! |
...so isses. Foto machen, hinterher fragen, Karte geben, nette Worte - dann paßt das schon...;)
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