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Interview mit Kei Nagai von Tamron: "KI-generierte Bilder als Chance"
Ich bin auf einen interessanten Artikel des Photografix-Magazins gestoßen, der über ein Interview mit Kei Nagai, dem Abteilungsleiter von Tamrons Overseas Sales Department, berichtet. Sie schreiben unter anderem:
Zitat:
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Für Leute, wie wir, die den Prozess, Ergebnis, Lernerfolg und noch dazu, die Leute die von der Technik fasziniert sind, ist das was er beschreibt absolut richtig, meiner Meinung nach.
Für viele otto Normalverbraucher, die sowieso spielen und und eher auf ein schnelles Ergebnis interessiert sind, ist KI eher der Weg. Allerdings wird umso mehr die Arbeit und Ergebnisse echter Fotografen wertvoller werden wenn auch die Nachfrage sich verringern wird, zumindest vorerst. VG, Erwin |
Es wird MicroStock killen
Manche werden der Versuchung erliegen und KI nutzen und sich ihre künstlichen Erinnerungen schaffen, sich z.B. in Bilder heinfügen lassen mit WunschSettings der Sehenswürdigkeiten Ich komme mir teilweise sehr altmodisch vor, ich mag das Anfassgefühl, das Arbeiten mit dem Foto, ich stehe auf Bildqualität und ja, meine Bilder sollen meine Erinnerungen festhalten |
Wir (zumindest ich) nutzen jetzt schon KI, ohne es zu merken. Z. B. Augen-AF, interne Motiverkennung und Belichtung darauf anpassen, KI-generierte Masken, KI-generiertes Ersetzen von unerwünschten Bilddetails usw.
Das Ergebnis halte ich trotzdem noch für mein Bild. Unter KI-generierten Bildern verstehe ich Bilder, bei denen die KI ausschließlich oder zumindest überwiegend das Bild generiert hat. Da fehlt meiner Meinung nach das Handwerk, das eigene dazutun, das involviert sein in den fotografischen Prozess. Ein KI-generiertes Bild vom Eifelturm ist technisch vermutlich besser als ein Selfie vor dem Eifelturm während eines Urlaubes – aber es ist mangels Emotion kein Ersatz. Auch für Bilder von emotionsbeladenen Events/Situationen (Hochzeit, Geburtstag, Urlaub) ist ein KI-generiertes Bild vielleicht möglich, aber irgendwie emotionslos, da es den dort generierten Moment nie gegeben hat und der Fotograf oder Auftraggeber das auch weiß. Klassische Fotografie mit Kamera/Objektiv statt Prompteingabe am PC wird für persönliche Bilder weiter bestehen bleiben, da mache ich mir keine Sorgen. |
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