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Stuessi 16.01.2020 19:43

vor 41 Jahren
 
Hallo,

im Winter 1978/1979 hatten wir einen Winter mit Überschwemmungen und zu viel Schnee.
Viele Wanderwege waren wegen der Gefahr umstürzender Bäume gesperrt.
Am 14. Januar 1979 hatte ich auf 6x6 Filmen (Ilford HP4 bzw. FP4) Bilder vom Schnee im Bergischen Land gemacht , die ich heute mit der A7RII abfotografiert habe.


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Ausschnitt:

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Gruß,
Stuessi

joker13 16.01.2020 19:58

Genau so stell ich mir Wintertage im Januar vor. Dazu zugefrorene Gewässer.

Heute habe ich den ersten blühenden Madelbaum, bei +14 Grad und blauen Himmel gesehen und fotografiert.
Auch eine Hummel und ein Tagpfauenauge waren schon unterwegs! :) :shock:

hpike 16.01.2020 20:14

Im Winter 78/79 hatten wir die Schneekatastrophe in Norddeutschland und ich war zu der Zeit beim Bund in Norddeutschland. Wir hatten viele Rettungseinsätze mit Bergepanzern, MTW und Schützenpanzer Marder. Das war etwas, was ich nie vergessen werde. Innerlich weniger Stunden, von morgens 7:00 und 12°Plus, bis Nachmittags 15:00 auf 26° Minus. Sowas vergisst man nie wieder.

eric d. 16.01.2020 22:09

Zitat:

Zitat von hpike (Beitrag 2114246)
Im Winter 78/79 hatten wir die Schneekatastrophe in Norddeutschland und ich war zu der Zeit beim Bund in Norddeutschland. Wir hatten viele Rettungseinsätze mit Bergepanzern, MTW und Schützenpanzer Marder. Das war etwas, was ich nie vergessen werde. Innerlich weniger Stunden, von morgens 7:00 und 12°Plus, bis Nachmittags 15:00 auf 26° Minus. Sowas vergisst man nie wieder.

ich war schüler...auch im norden..

und ja das war (als schüler) schon ganz toll :eek:
von +12 auf -26, war das so heftig ??

hpike 16.01.2020 22:33

Ja das war wirklich so heftig. Ich weiß noch wie wir morgens auf dem Antreteplatz standen, mit 120 Rekruten. Der Spieß kam raus um dem Chef zu melden und gab uns vorher, wie jeden Tag, eine kurze und grobe Wettervorhersage. Und da war es um diese Uhrzeit 12° und der Spieß teilte uns mit, das Nachmittags die Temperaturen fallen würden und mit Schneefall und starken Böen zu rechnen sei. Mittags um 12:00 standen wir wieder auf dem Antreteplatz, mittlerweile hatte es geregnet, die Hauptstraße der Kaserne, die in einer Kurve an unserem Antreteplatz vorbeiführte, war bei da schon minus 12° komplett vereist und spiegelglatt. Plötzlich kam da ein privater PKW angerauscht und fing an, in der Kurve zu rutschen und rutschte direkt auf den mit dem Rücken zur Straße stehenden Spieß und seine 120 Rekruten zu:shock:. Alles bekam große Augen, irgendeiner brüllte was von ins Gebäude wegtreten und ein Feldwebel schnappte sich den Spieß und zog ihn aus der Gefahrenzone. Ok, zwischen Straße und Antreteplatz, war noch eine ziemlich dünne, vom Laub befreite Hecke, die aber doch ausreichte, um den PKW so grad eben noch abzufangen. Aber der Schreck war schon nicht ohne. Nachmittags hatten wir dann die erwähnten minus 26°und es schneite und schneite ohne das ein Ende absehbar war. Am nächsten Morgen, sah man von den Privaten PKWs auf den Parkplätze nur noch vereinzelt Autodächer. Und es wurde noch wirklich deutlich schlimmer....

MaTiHH 17.01.2020 00:50

Ich erinnere mich gerne an die 4 Tage schulfrei.

Harry Hirsch 17.01.2020 08:16

Ich auch ;)
Und an das mehrtägige Fahrverbot. Selbst auf den großen Durchgangsstraße konnte man spazierengehen.

Außerdem waren endlich mal nicht nur mickrige Schneemänner (m/w/d) möglich, sondern ganze Iglus.

So schlimm es einige erwischt hat, ich habe es als sehr positive Kindheits-/Jugenderinnerung gespeichert.

Zum Glück war ich kein armer Hund beim Bund ;)

TONI_B 17.01.2020 08:16

Auch ich habe diesen Winter noch sehr gut in Erinnerung: Silvester in Salzburg bei +10°C. Am Neujahrstag in Obertauern bei -25°C und 70km/h Wind Erfrierungen geholt, die jahrelang zur Abheilung brauchten.

aidualk 17.01.2020 08:25

Ich erinnere mich auch genau an den Winter - wir waren zur Abschlussklassenfahrt nach Steinhaus/Ahrntal gefahren (das exakte Datum weiß ich nicht mehr). So eine Kälte hatte ich vorher noch nicht erlebt. Wir hatten als Kinder zwar fast jedes Jahr viel Schnee, aber dort ist einem die Spucke im Mund und die Nasenlöcher angefroren beim atmen. Als wir dann am Samstag wieder heim fahren wollten, sprang bei deutlich unter -20 Grad der Bus nicht an, alles zugefroren. Wir mussten dann die Nacht in der Kantine verbringen (weil unsere Zimmer bereits neu belegt waren) bis uns ein Ersatzbus am Sonntag dann heim fahren konnte. Das vergisst man nicht. :crazy:

jolini 17.01.2020 11:21

Zitat:

Zitat von Harry Hirsch (Beitrag 2114331)
Und an das mehrtägige Fahrverbot. Selbst auf den großen Durchgangsstraße konnte man spazierengehen.

Ich war gerade nach Bremen umgezogen und auf Wohnungssuche … Die Leute waren in der Innenstadt auf Langlaufski unterwegs um bei Karstadt einzukaufen. Und ich Trottel habe eine Wohnung gemietet, die direkt neben einer Bushaltestelle lag und entsprechend laut war (von abbremsenden und anfahrenden Bussen), wie ich nach ein paar Tagen Tauwetter feststellen mußte …

mfg / jolini


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