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Tiefenunschärfe A58
Hallo zusammen,
Ich bin auf der Suche nach einer vernünftigen Erklärung wie ich im manuellen Modus die Tiefenunschärfe verstellen kann, indem ich die Blende verändere? Kann mir hier jemand zur Seite stehen? |
moin,
im M-Modus verstellst Du mit dem Rad die Zeit, und beim Drücken&Halten der Belichtungskorrekturtaste kannst Du mit dem Rad die Blende einstellen. Eine Belichtungskorrektur im M-Modus ist nicht möglich. |
Ich hoffe ich verstehe die Frage.
Generell gilt: Mit wachsender Blendenzahl, also mit schließen der Blende, wächst die Schärfentiefe. Oder umgekehrt mit öffnen der Blende (kleine Blendenzahl) nimmt die Schärfentiefe ab, oder die Tiefenunschärfe zu ( wenn ich diesen Begriff richtig deute). |
Hallo,
ist es eine Frage der Bedienung oder des Verständnisses? Zu ersterem hat Thomas schon die Antwort geliefert. Falls es um letzteres geht: Eine weit geöffnete Blende erzeugt eine große Tiefenunschärfe bzw. eine geringe Schärfentiefe. Diese erhältst du durch eine kleine Blendenzahl. Also hast du bei Blende(nzahl) 2,8 einen kleineren Schärfebereich und mehr Unschärfe im Hintergrund als bei Blende 8. Ein weiterer Parameter ist die Brennweite, mit zunehmender Brennweite nimmt die Schärfentiefe ebenfalls ab. Außerdem kannst du natürlich eine große Unschärfe des Hintergrundes bekommen, indem du den Abstand des Objektes zum Hintergrund möglichst groß wählst. Gruß, Johannes |
Zitat:
Ich nenne mal eben mein Beispiel, um vielleicht hier konkret eine Lösung mit den richtigen Bedienungen sprich Tasten drücken zu erhalten! Also ich stelle manuell Belichtung mit Blende 5,6 für auf einem Tisch in einem Abstand von 40 cm 2 stehenden Flaschen mit Label in einer Entfernung von 1,50 m zur Kamera auf die Schrift der ersten Flasche scharf und dann ist das Label der zweiten Flasche 40 cm weiter hinten nicht zu lesen! Jetzt möchte ich an der Kamera so eine Einstellung vornehmen, dass das hintere Label dann auch zu lesen ist? Was muss ich drücken und drehen um dies einzustellen, um den Bereich der Tiefenschärfe hinter dem ersten Label zu erhöhen, damit ich beide Label lesen kann? |
schau dich mal hier etwas um..tust dich bestimmt gut daran
http://www.striewisch-fotodesign.de/lehrgang/index.htm http://fotogenerell.wordpress.com/gr...er-fotografie/ http://www.kleine-fotoschule.de/kameratechnik.html http://www.digitaler-fotokurs.de/index.html |
Zitat:
Und berechnen lässt sich dies z.B. mit diesem Schärfentieferechner. |
Zitat:
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Zitat:
GENAU scharf ist immer nur eine Fläche. Bei den "normalen" Objektiven ist die immer parallel zur Sensorebene. Oft auch ganz leicht gekrümmt wenn das Objektiv nicht 100% "genau" korrigiert ist. Wenn du jetzt auf die vordere Flasche scharf einstellt ist die hintere unscharf und umgekehrt. Wenn du auf eine (gedachte) Entfernung zwischen beiden Flaschen (manuell, da dort der Autofokus nichts oder nur den Hintergrund findet) scharf stellst sind beide Flaschen mehr oder weniger unscharf. Es ändert sich nur der Grad der Unschärfe, der abhängig ist von der Blendeneinstellung (wie schon beschrieben) und den Betrachtungsparametern des Bildes. Typisches Beispiel: Auf dem Display der Kamera erscheinen Bilder knackscharf, die du bei Betrachten am grossen Minitor gleich in die Tonne haust, weil total unscharf. Bei 100% Audlösung am Bildschirm oder mit der Lupe am A0-Ausdruck wird man die Unschärfe IMMER finden. Hinzu kommt, dass es ab ca. Blende 11 beim APS-C-Senssor mit 20MP eine generelle Unschärfe gibt, die durch unvermeidbare optische Gesetzmässikeiten entsteht und sich 'Beugungsscheibchen' nennt. Letztlich ist es IMMER ein Kompromiss, den man eingehen muss wenn man Gegenstände in unterschiedlicher Entfernung möglichst(!) "scharf" abbilden will. Tatsächlich ändern kann man dies in Grenzen mit speziellen Objektiven, wo man die Schärfeebene "schräg" einstellen kann und damit tatsächlich Objekte in unterschiedlicher Entfernung scharf abbilden kann, ohne abblenden zu müssen. |
Zitat:
Das ist natürlich nur so weit möglich, wie man es ohne Vergrößerung beurteilen kann (Abblendtaste und Sucherlupe schließen sich leider gegenseitig aus), kann aber trotzdem praktischer sein als das Herumgewurschtel mit einem Schärfentieferechner. In erster Linie kann man so abschätzen, ob der unerwünschte Hintergrund bei der gewählten Blende unscharf genug ist. |
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