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Einwohnermeldeämter geben daten an Firmen
Wo wir hier ja soviele Freunde des Datenschutzes haben - was haltet ihr denn davon was unsere geehrten Parlamentarier uns eingebrockt haben? Facebook ist böse aber sowas ist natürlich richtig:
http://www.chip.de/news/Adressauskun..._56540821.html Zitat aus dem Artikel: Jede Firma, die jemals irgendwelche Daten von Ihnen erfasst hat, kann diese Daten künftig vom Einwohnermeldeamt berichtigen oder bestätigen lassen. Sie haben bei einer Befragung, einem Gewinnspiel oder sonst wo nur Name und Ort angegeben? Das Einwohnermeldeamt liefert dem Unternehmen dazu bereitwillig frühere Namen (beispielsweise bei Heirat), gegebenenfalls Doktorgrad, Ordensname oder Künstlername, Geburtsdatum und Geburtsort sowie bei Geburt im Ausland auch den Staat, dann das Geschlecht, die Konfession, selbstverständlich alle aktuellen Anschriften, gekennzeichnet nach Haupt- und Nebenwohnung, bei Zuzug aus dem Ausland auch die letzte Anschrift im Inland, bei Wegzug in das Ausland auch die Anschrift im Ausland und den Staat, Einzugsdatum und Auszugsdatum, Familienstand, zusätzlich bei Verheirateten Datum, Ort und Staat der Eheschließung sowie die Zahl der minderjährigen Kinder. Und als Sahnehäubchen oben drauf auch noch alle bisherigen Anschriften. |
Und das alles kann man nicht in den Einstellungen ändern, was?
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Wow, das Fachmagazin Chip nimmt um 17:20 die Nachricht auf, die heute morgen bereits lang und breit im ARD-Frühstücksfernsehen diskutiert wurde! :top:
Zur Meldung selbst: jetzt kann nur noch der Bundesrat den Erfolg der Lobbyisten verhindern. Ich finde es unmöglich, was da abgeht, habe aber die Stille Hoffnung, dass jemand das Thema nach Karlsruhe trägt. Dat Ei |
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Man kann doch schon ewig für eine Gebühr ( glaube 15-20,-€ ) beim Einwohnermeldeamt von einer x-beliebigen Person die aktuelle Anschrift bekommen.
Allerdings finde ich das schon krass. Da sucht man ne Ex-Freundin oder den Kumpel aus dem Sandkasten mit der alten Adresse und bekommt einfach die Neue? Oder soll das auch Geld kosten? Wäre das Kostenfrei werden wir uns sicher alle über ein Menge unerwünschter Werbung freuen :roll::flop: |
@Der Krümel
Bisher kannst Du der Herausgabe Deiner Daten widersprechen, heißt, das die Einwohnermeldeämter Deine Daten nicht herausgeben dürfen. Das ist zumindest in einigen Bundesländern so, ob in allen weiß ich nicht. |
Unglaublich. :shock:
Zitat:
Rainer |
Ich habe damals der Weitergabe meiner Daten widersprochen und ich will doch sehr stark hoffen, dass die sich daran halten.
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Als ich die Meldung heute gehört habe, ist mir die Kinnlade heruntergeklappt.:shock: Wir müssen jeden unserer Kunden (Autohaus) ein ellenlanges Opt-In Formular unterschreiben lassen, daß wir ihn in Zukunft anrufen und anschreiben dürfen (z.b. HU- und Wartungstermine, Aktionstage etc.), ansonsten drohen Strafen bis 300000 Euro bzw. 2 Jahre Haft und die Löschung sämtlicher Kundendatenbanken - das Aus für jede betroffene Firma. Selbst wenn wir den Kunden nur anrufen wollen, um die Fertigstellung seines Fahrzeuges bzw. das Eintreffen bestellter Teile zu melden, benötigen wir vorher eine Unterschrift. Wenn wir keine Unterschrift oder eine Ablehnung des Kunden haben müssen wir die Daten löschen.:flop::flop:
@eiq: da wirst Du umsonst hoffen: Zitat:
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Ich hoffe, dass auch dieses Gesetz hoffentlich bald "ad acta" gelegt wird. Unglaublich !
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