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screwdriver 10.07.2021 02:14

Zitat:

Zitat von Alzberger (Beitrag 2208596)
D

Richtig gut: Gamma Ray von Birth Control.

Grüße :)

Habe die ("Erben" der Band) 2019 live erleben und als Festival-Filmer mit mehreren Kameras filmen dürfen.
Von der Gründungsbesetzung ist ja schon lange niemand mehr dabei.
Alles sehr nette und unkomplizierte Leute, mit denen ich immer noch teilweise Kontakt habe.

charlyone 10.07.2021 07:48

Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2208645)

Hallo BeHo,

ah, Barclay James Harvest Fan!?
Die machen ja wieder Livekonzerte z.B. hier:

https://klostersommer.de/event/barclay-james-harvest/

Wie sie dabei rüberkommen ist fraglich...
Geplant war das Konzert 2020 und wurde zwei mal abgesagt, findet jetzt 2022 statt.
Übrigens Kloster Hirsau ist eine tolle Open Air Location, da stimmt einfach das Gesamtpaket. Parkplatz, Ort, bei Getränke und Essen keine lange Wartezeit!

Dann wünsche ich euch ein schönes Wochenende,

Charly

BeHo 10.07.2021 08:38

Zitat:

Zitat von charlyone (Beitrag 2208694)
Hallo BeHo,

ah, Barclay James Harvest Fan!?
[...]

Früher mal. U.a. die Platte "Gone to Earth" höre ich mir aber immer mal wieder gerne an. Die Konzerte waren perfekt gespielt, klangen aber eigentlich wie die Studioaufnahmen. Meine Freunde zogen mich damals gerne mit der Verballhornung des Bandnamens "Schlafli James Harvest" auf. :lol:

Aber da wir ja bei Meilensteinen sind: Barclay James Harvest - "A Concert For The People"

Ernst-Dieter aus Apelern 10.07.2021 09:08

Ganz klar, mit dem genialen "Stairway to Heaven"
https://www.amazon.de/Led-Zeppelin-I...00M30SPMU/ref=
Und
https://www.amazon.de/Seconds-Out-Ge...5904624&sr=8-1

Stechus Kaktus 10.07.2021 10:14

Wenn ich als Kind das verhasste samstägliche Haarewaschen hinter mich gebracht hatte, ohne meine Eltern dabei allzu schwer zu verletzen, durfte ich die Hitparade oder disco kucken :crazy:.
Werbepausen gab es damals ja noch nicht, deshalb wurden bei disco die "langhoorische Krischer" für Pinkelpausen genutzt. Ich Nachhinein habe ich da wohl einige Meilensteine der Rockgeschichte verpasst :oops:

Meine erste Platte abseits von Schlager und volkstümlicher Musik war dann The Wall.

Die ersten Konzerte waren Mike Oldfield und Marillion, das erste große Festival Monsters of Rock 1987 in Pforzheim mit Metallica, Dio und Deep Purple.

Meilensteine gibt es durchaus auch regional. In den 90ern gab es in Rhein-Main eine geniale Musikszene.
Highlight war Fracture, die damals den SWF3 Rookie Wettbewerb gewannen. Der Musikstil, "Mombeach Metal", ging Richtung New Wave of British Heavy Metal und die Show war, um es mit Anke Engelke zu sagen, einfach nur endgeil. Selbst in kleinen Kellerkneipen gab es Pyros, der Sänger Uwe Juras hat sich bei seinem Studium in LA eine original LAPD Uniform besorgt und war ab da Lt. Fred Fist.
Inzwischen langweilen sich die Herren offenbar in ihren "korrekten Jobs" und spielen wieder zusammen.
Neben Deep Purple ist das vermutlich die Band, die ich bisher am häufigsten gesehen habe.


Zitat:

Zitat von BeHo (Beitrag 2208645)
Im August 1990 hörte ich das Lied gleich zweimal live an einem Tag. Erst von Karat und später von Peter Maffay.

Da sind wir uns möglicherweise über den Weg gelaufen.

wus 10.07.2021 10:31

Zitat:

Zitat von Stechus Kaktus (Beitrag 2208720)
Neben Deep Purple ist das vermutlich die Band, die ich bisher am häufigsten gesehen habe.

Ach ja, die Band die ich am häufigsten live gesehen habe - und die ich oben leider vergessen habe aufzuführen -, war Rory Gallagher. Immer in kleinen Sälen auf dem Land, immer sauguad :top:

perser 10.07.2021 12:50

Zitat:

Zitat von wus (Beitrag 2208655)
Schade dass Keyboarder László Benkő und Bassist Tamás Mihály letztes Jahr gestorben sind. ... Aber ich bin eh kein Fan von alternden Rockbands...

Ich auch nicht. Aber Omega ist da eine ganz interessante Synthese gelungen. Noch als Bass-Mann Tamás Mihály lebte, wechselte er sich in den letzten Jahren bei Auftritten mit der jungen Katy Zee ab. Und es macht einfach Spaß, der sympathischen kleinen Frau auch nur zuzusehen. Auch an der Gitarre steht seit längerem schon mit Tamás Szekeres ein Mann in den besten Fünfzigern... ;)

Zitat:

Zitat von screwdriver (Beitrag 2208678)
Als "gelernter Ossi" mit Affinität zur Rockmusik ...

Sicher, da hatte man seine eigenen, teils zeitlich versetzen Meilensteine. Zumindest an Platten kam man im Osten nicht so gut ran, wenn man keine Westreise-Oma hatte. Aber es gab ja auch Radio und Fernsehen.

Wobei zunächst auch das Alter eine Rolle spielte. Denn als die frühen Singles der Rolling Stones herauskamen, etwa As tears goes by, Paint It Black, Lady Jane, She‘s a Rainbow oder natürlich (I Can't Get No) Satisfaction, war ich 10, 11 Jahre alt. Da interessierte mich noch andere Musik. Aber als ich es denn ein paar Jahre später für mich entdeckte, war diese Musik für mich schon ein Meilenstein der Rockmusik. Ich höre diese Lieder heute noch gern, etwa auf langen Autofahrten.

Später war für mich auch Déjà Vu von Crosby, Stills, Nash & Young ein echter Meilenstein. Ich brachte mir das Album damals als ungarische Pressung aus Budapest mit.

Wer in der DDR aufwuchs, lebte musikalisch natürlich in zwei Welten, was durchaus bereichernd war. Meine erste eigene LP lag 1968 unterm Weihnachtsbaum. Sie hieß „Die Straße“ und war das überhaupt erste (!!) Rock-Album in deutscher Sprache. Die sehr liedhaften Songs von Komponist Thomas Natschinski und Texter Hartmut König hatten sich dabei stark an den Beatles orientiert – und sie sind bis heute einfach berührend.

Daneben gab es eben, wie schon erwähnt, die ungarische und mehr noch die polnische Rockszene. Ein klarer Meilenstein der gesamteuropäischen Rockmusik ist für mich das Album Enigmatic von Czesław Niemen. Mit dem 16-Minuten-Stück Bema pamięci żałobny - rapsod (sinngemäß: Trauer-Rhapsodie für General Bem) gelang Niemen eine spektakuläre Melange aus traditioneller Kirchenmusik und avantgardistischem Rock.

Auch die Musik der polnischen Band Skaldowie (dt. Die Skalden) gehört für mich zum Besten, was europäischer Rock in den 1970er/80er Jahren hervorgebracht hat. Besonders stark ist die Phase, als die Band nach 1970 Progressive Rock spielte und dazu Klassik, Jazz, Folklore und Rock mischte (u.a. in Krywaniu, Krywaniu).

Ich habe mir diese Platten später als CD neu zugelegt und höre sie immer wieder gern. Man findet alles heute natürlich auch bei YouTube & Co.

ddd 10.07.2021 13:55

moin,
Zitat:

Zitat von Stechus Kaktus (Beitrag 2208720)
Die ersten Konzerte waren Mike Oldfield und Marillion, das erste große Festival Monsters of Rock 1987 in Pforzheim mit Metallica, Dio und Deep Purple.

ich war '87 in Nürnberg (setlist) ... das größte Event, bei dem ich dabei war. Genial, wie sich der Metallica-Drummer mühte, und später von Ian Paice geradezu mühlos "vorgeführt" wurde, und John Lord wie in "alten Zeiten" die Hammond-Orgel über die Bühne wuchtete, um die Rückkopplung mit den Leslies zu beeinflussen. In der Setlist oben fehlt der letzte Track, Beethovens 9. "high-speed" ;) als Finale und "Rausschmeißer".

Im Jahr drauf dann PinkFloyd im Niederachsenstation in Hannover. An dem Abend war in Herrenhausen Feuerwerk, und das wurde in die Show integriert.
Ich mag die erste PF, "The Piper at the Gates of Dawn", die weniger bekannt ist. Dieses noch suchende Frühwerk stellt für mich etwas Besonderes dar, auch wenn ich es erst sehr viel später gehört habe.

Es gibt noch mehr "progressive", Procul Harum z.B., und schon erwähnt Uriah Heep, erst "Salisbury", speziell die 2.Seite mit dem Titeltrack als einzigem Stück, >16min lang, im Radio nie ausgespielt (wie auch die >17min live-Version von Iron Butterflys In-A-Gadda-da-Vida) und dann "Demons and Wizards".

Oder später dann "symphonic", Tarjas Stimme und Tuomas' Bombast-Arrangements haben was, und der Kreis schließt sich: Purple als eine der frühen (Hard)Rock-Formationen haben gern&viel bei Bach&Beethoven abgeschaut (Lord und Blackmore sind beides klassisch ausgebildete Konzertmusiker) und Tuomas findet ohne diese Bezüge zu Sinfonischen Formen zurück. Ist schon interessant ...

-thomas

Porty 10.07.2021 16:29

Zitat:

Zitat von ddd (Beitrag 2208748)
Es gibt noch mehr "progressive", Procul Harum z.B., und schon erwähnt Uriah Heep, erst "Salisbury", speziell die 2.Seite mit dem Titeltrack als einzigem Stück, >16min lang, im Radio nie ausgespielt (wie auch die >17min live-Version von Iron Butterflys In-A-Gadda-da-Vida) und dann "Demons and Wizards".

Als besonderen "Service" für den südlichen Teil der DDR gab es auf dem Ochsenkopf bei Bayreuth einen Sender für Rias 2. Dieser Sender bot als besonderes Bonbon jeden Sonntag von 21:30 bis 22:00 einen Mitschnittservice, wo garantiert nicht in die Titel reingequatscht wurde und man auch mal Musik außerhalb des Mainstreams zu hören bekam. Das war für mich ein fixer Termin, wo die Bandmaschine warmgelaufen zur Aufnahme bereit stand. Dort habe ich auch zum ersten Mal die komplette Pink Floyd LP Wish You Where Here und auch einige tolle LP´s von Tangerine Dream, aber auch In A Gadda Da Vida mitschneiden können. :D
Das Lied war bei meiner Mutter außerordentlich "beliebt", hatte ich doch schon damals recht bassgewaltige Boxen.......:oops::roll::lol:

steve.hatton 10.07.2021 19:28

Zitat:

Zitat von Ernst-Dieter aus Apelern (Beitrag 2208703)

Dann such mal Heart und Stairway to Heaven @ Kennedy Center in YouTube - das ist eine absolut hammermäßige Performance the Wilson Schwestern bei der Preisverleihung!

Ich hab die Originalbesetzung in München kurz vor dem Tod von John Bonham noch gesehen; statt vorband gab´s als Zugabe Wohle Lotta live mit 2 Drummern(!). Simon Kirke von Bad Company war der zweite.
Zitat:

Zitat von ddd (Beitrag 2208748)
moin, ich war '87 in Nürnberg (setlist) ... das größte Event, bei dem ich dabei war. Genial, wie sich der Metallica-Drummer mühte, und später von Ian Paice geradezu mühlos "vorgeführt" wurde, und John Lord wie in "alten Zeiten" die Hammond-Orgel über die Bühne wuchtete, um die Rückkopplung mit den Leslies zu beeinflussen. In der Setlist oben fehlt der letzte Track, Beethovens 9. "high-speed" ;) als Finale und "Rausschmeißer".

-thomas

Tja, Paicey kann es halt, selbst mit der Deep Purple Coverband Purpendicular gibt er alles.
Ob mit DP, Whitesnake, Gary Moore Jim Capaldi oder Paul McCartney immer eine Top Performance.
Da gibt´s ne nette Live Ufnahme mit Paul McCartney David Gilmore und anderen im neuen Cavern Club in Liverpool mit alten Rock´n ´Roll Nummern. .


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