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Robert Auer 03.06.2019 14:57

Zitat:

Zitat von cbv (Beitrag 2066795)
Es gibt eine MENGE Leute, die können das aber am Besten...

Tja, und das sind nicht nur Rentner! :crazy:

minolta2175 03.06.2019 15:05

22:45 Die Story im Ersten: Kann das Elektroauto die Umwelt retten?

Oder in der Mediathek

RoDiAVision 03.06.2019 15:56

Danke für den Tipp,
hier der Link zum Film nebst Infos: Die Story im Ersten: Kann das Elektroauto die Umwelt retten?
Eine Aussage im Text kann ich schon mal revidieren:

Zitat:

Die Herstellung eines 100-kWh-Akkus, notwendig für einer Reichweite von rund 400 Kilometer,...
Wieder mal eine pauschale Aussage die so nicht stimmt, mein Auto käme mit einer solchen Kapazität rund 700km weit.
Und nicht nur mein Zweisitzer, es gibt auch "normale" Familienautos mit nem Verbrauch um 15 kWh

Oder anders gesagt, mein Smart kommt mit seinem 17,6 kWh-Akku im Jahresschnitt rund 130 km weit.
Der Akku wiegt 175 kg.
Eine gute Schnelllademöglichkeit würde solche Autos ungefähr genauso fähig für längere Strecken >200 km machen wie Stinker.
Aber wer fährt schon öfters solche Strecken???
Und man braucht nicht unnötig Gewicht bzw. Akku-Ressourcen mit schleppen.

Aber nein. es müssen wieder Schlachtschiffe auf die Straße mit einen Verbrauch von teilw. weit über 25 kWh :shock: und entsprechend dicken Akkus.

*thomasD* 03.06.2019 15:59

Hier wurde schon fast alles gesagt :top:

Wir haben übrigens auch Greenpeace-Strom. Jetzt könnte man das Thema auf Solarzellen auf dem eigenen Dach erweitern - wir haben bei unserem Neubau darauf verzichtet - siehe Satz davor.

amateur 03.06.2019 17:33

Zitat:

Zitat von Ellersiek (Beitrag 2066696)
Kanalinfo:

Beim Impressum landet man hier:
https://tubeone.com/impressum/

Gruß
Ralf

Ja, das ist das Online-Vermarktungsnetzwerk, über das er Geld verdient, wenn er Werbung schaltet oder Onlinemarketing macht. Solche Agenturen sind üblich. YT ist ja sein Beruf! Es gibt in Deutschland ganz klare Transparenzregeln, die bei den großen Youtubern auch eingehalten und ziemlich scharf überwacht werden.

Dieses Video war aber werbefrei geschaltet und offensichtlich im eigenem Interesse (war ja nicht anders gekennzeichnet)!

Was willst Du also genau sagen?

Auch ist die Legende, dass die klassischen Medien das erst groß gemacht haben, falsch. Die Medien sind auf den Zug aufgesprungen, als schon 2-3 Millionen Leute das Ding gesehen haben. In dem Video wurden auch keine neue Fakten genannt, sondern so auf den Punkt gesammlt, dass es eben die Einschätzung vieler auf den Punkt getroffen hat. Daher auch die große Resonanz. Generell ist in diesem Land eine völlige Innovationsunfähigkeit zu erkennen.

Am Ende weiß niemand, wie die Zukunft der Mobilität genau aussieht. Nur dass sie nicht weiter allein fossil getrieben sein wird, dürfte sicher sein (allein schon aus der Endlichkeit der Resourcen).

Wenn es in 20 Jahren eine bessere Technologie gibt, als batteriebetriebene Elektroautos, dann ist das doch super. Das sollte aber eine Gesellschaft nicht daran hindern, dass dann voher auch auszuprobieren und z.B. entlang der Autobahnen ein dichtes Netz von Elektrotankstellen aufzubauen. In 20 Jahren werden die dann eben nicht erneuert, falls nicht mehr gebraucht. Ein so großer technologischer Umbruch braucht Zeit und auch das Recht auf Irrtümer, allerdings wohl keine reine Wartezeit mehr. Man wird sehen, welche Technologie sich durchsetzt und allein schon eine Verlagerung von einer Energiequelle auf mehrere erlaubt schon ganz andere Gestaltungsmöglichkeiten während dieses Prozesses.

In vielen europäischen Ländern gibt es entlang der Hauptverkehrsadern ein dichtes Netz an Ladesäulen. In Deutschland sehe ich da fast gar nichts. Insofern kann man aktuell gar nicht ausprobieren, ob Elektoautos eine Alternative sind, wenn man kein riesiger Enthusiast ist. Wenn eine Regierung die große Wende ernst meint, dann wäre z.B. der Bau einer solchen Infrastruktur das mindeste. Es passiert aber nichts. Einfach weiterwurschteln oder auf aktuell nicht alltagstauglich vorhandene Technologie zu schielen, ist doch einfach überhaupt kein Konzept!

Allein schon die panische Angst vor toten Ommas, wegen der E-Scooter, die jetzt kommen, finde ich auch grotesk. Ich war schon in vielen europäischen Städten, wo die Dinger auf den Straßen stehen und ich habe da noch nie irgendeine Gefahr für Leib und Leben ausgemacht. Warum nicht einfach mal machen, mehrere Eisen im Feuer lassen und dann sehen, was funktioniert und dann ggf. nachsteuern?

Ich würde mir wieder etwas mehr freudvolle, neugierige und kreative Gestaltung des (wirklichen) Fortschritts wünschen und nicht ständige Beharrung auf dem gestrigen bis es zu spät ist und dann mit Verboten hantiert werden muss, bevor es richtige Alternativen gibt.

Stephan

cbv 03.06.2019 18:03

Zitat:

Zitat von amateur (Beitrag 2066820)
Allein schon die panische Angst vor toten Ommas, wegen der E-Scooter, die jetzt kommen, finde ich auch grotesk. Ich war schon in vielen europäischen Städten, wo die Dinger auf den Straßen stehen und ich habe da noch nie irgendeine Gefahr für Leib und Leben ausgemacht. Warum nicht einfach mal machen, mehrere Eisen im Feuer lassen und dann sehen, was funktioniert und dann ggf. nachsteuern?

Ich würde mir wieder etwas mehr freudvolle, neugierige und kreative Gestaltung des (wirklichen) Fortschritts wünschen und nicht ständige Beharrung auf dem gestrigen bis es zu spät ist und dann mit Verboten hantiert werden muss, bevor es richtige Alternativen gibt.

Typisch Deutschland. Sorry, aber so sehe ich das mittlerweile nach 15 Jahren hier.
Neu ist erstmal pro forma schlecht.

André 69 03.06.2019 18:12

Hi,

ich würde Dir mit diesem Zitat unumwunden Recht geben, da ich auch vieles als Überreguliert empfinde, wenn ich aber sehe wie Mensch dem Menschen auf der Straße / Fussweg begegnet, dann kann ich diese Entscheidung der Regulierung leider nachvollziehen! Rücksicht war gestern! Heute bin ich hier ...

Zitat:

Zitat von amateur (Beitrag 2066820)
Allein schon die panische Angst vor toten Ommas, wegen der E-Scooter, die jetzt kommen, finde ich auch grotesk. Ich war schon in vielen europäischen Städten, wo die Dinger auf den Straßen stehen und ich habe da noch nie irgendeine Gefahr für Leib und Leben ausgemacht.

Gruß André

*thomasD* 03.06.2019 19:49

Zitat:

Zitat von amateur (Beitrag 2066820)
...
Stephan

:top:
Ich befürchte, der fehlende Innovationstrieb in Deutschland bzgl. alternativer Antriebe ist der deutschen Automobillobby geschuldet. Ich fahre ja leider auch so einen mit Dieselbetrugssoftware. Den Betrug fände ich weniger dramatisch, wenn der Volkswagenkonzern mit seiner angekündigten Transparenz mal Ernst mache würde.
'Vorsprung durch Technik' wird sich bald noch mehr erledigt haben als es ohnehin jetzt schon der Fall ist. Andere sind schneller. In China (und bspw. Norwegen, aber wohl auch anderen Ländern) wird die E-Mobilität massiv gefördert und gefordert. Deutschland kann da mitmachen, oder das Feld anderen Herstellern überlassen. Dann stellt sich die Frage nicht mehr, ob denn die E-Autos Arbeitsplätze kosten.

Ellersiek 03.06.2019 20:42

Zitat:

Zitat von amateur (Beitrag 2066820)
...Was willst Du also genau sagen?...

Das war die Antwort auf den Hinweis, man könne bzgl. des bürgerlichen Namens ja im Impressum nachschauen.
Ich will nur sagen, das jemand kurz vor einer Wahl ordentlich Stimmung gemacht hat und es kaum jemanden interessiert, wer dieser Jemand tatsächlich ist. Nochmal: Die Ziele sind die Richtigen, aber die Geheimniskrämerei um die Person ist für mich schwierig.

Zitat:

Zitat von amateur (Beitrag 2066820)
... In dem Video wurden auch keine neue Fakten genannt, sondern so auf den Punkt gesammlt, dass es eben die Einschätzung vieler auf den Punkt getroffen hat.…

Wobei sich dann kaum einer die Mühe macht, diese "Fakten" genauer anzuschauen. Allerdings: wer kann auch schon 250(!) Quellenangaben für die knapp 60 Minuten Video überprüfen. Ich habe mir die Grundlage für die Entwicklung der Vermögensverteilung etwas näher angeschaut. Allein die Datenherkunft für die Grafiken zu Recherchieren ist schon ein netter Spaß. Quellenangaben, die einfach auf ein 50-seitiges Diskussionspapier verweisen, machen ein Nachvollziehen der Fakten schwierig bis unmöglich.

Zitat:

Zitat von amateur (Beitrag 2066820)
... Generell ist in diesem Land eine völlige Innovationsunfähigkeit zu erkennen....

Ja: Windkraftanlagen bauen und dann gegen die Verlegung von Stromkabel protestieren. Und diesen gordischen Knoten dann den Politikern vorwerfen. Ja, so einfach kann Politik sein. Allerdings: Einen Erdogan oder Putin, der per Order-de-Mufti agiert will dann auch wieder kein. Es muss ja demokratisch bleiben. Also Politiker, kommt mal in den Quark und trefft Entscheidungen, die für alle richtig sind. Ist doch ganz einfach.

Ist genau so einfach, wie die Bewertung der E-Mobilität. Alles vollkommen klar, kann man in den letzten Beiträgen hier im Thread prima nachlesen:

Zitat:

Zitat von amateur (Beitrag 2066820)
...Am Ende weiß niemand, wie die Zukunft der Mobilität genau aussieht. Nur dass sie nicht weiter allein fossil getrieben sein wird, dürfte sicher sein (allein schon aus der Endlichkeit der Resourcen)…

Zitat:

Zitat von amateur (Beitrag 2066820)
...Wenn es in 20 Jahren eine bessere Technologie gibt, als batteriebetriebene Elektroautos, dann ist das doch super....

Und dann schmeißen wir die Infrastruktur für die Elektroautos über den Haufen? Was wäre dann ökologisch teurer gewesen: Beibehaltung der fossilen Technik und schneller das bessere erfinden oder mal eben kurz eine Übergangstechnik umsetzen?

Zitat:

Zitat von amateur (Beitrag 2066820)
...Das sollte aber eine Gesellschaft nicht daran hindern, dass dann voher auch auszuprobieren und z.B. entlang der Autobahnen ein dichtes Netz von Elektrotankstellen aufzubauen.

Dafür gibt es Teststrecken für Elektro-Schwerlastverkehr an den Autobahnen. Eine, wie ich finde, durchaus mutige, innovative und vielleicht erfolgreiche Idee.
Zitat:

Zitat von amateur (Beitrag 2066820)
...Ein so großer technologischer Umbruch braucht Zeit und auch das Recht auf Irrtümer, allerdings wohl keine reine Wartezeit mehr. Man wird sehen, welche Technologie sich durchsetzt und allein schon eine Verlagerung von einer Energiequelle auf mehrere erlaubt schon ganz andere Gestaltungsmöglichkeiten während dieses Prozesses.

Aber geben wir uns diese Zeit? Ich finde es gut, das jetzt mehr Druck auf dem Kessel ist. Nur einfacher wird der Entwicklungsprozess dadurch auch nicht. Es bleibt spannend und wir alle können an der Erreichung der Klima- und Gesellschaftsziele mitwirken. Wir dürfen es und sollten es auch tun. WIR!

Zitat:

Zitat von amateur (Beitrag 2066820)
...Ich würde mir wieder etwas mehr freudvolle, neugierige und kreative Gestaltung des (wirklichen) Fortschritts wünschen und nicht ständige Beharrung auf dem gestrigen bis es zu spät ist und dann mit Verboten hantiert werden muss, bevor es richtige Alternativen gibt.

Stephan

Das würden wir sicher alle unterschreiben. Ich tue es auf jeden Fall. Und hilfreich ist dann sicher ein Miteinander statt ein Konfrontationsweg.

Gruß
Ralf

Robert Auer 03.06.2019 21:18

Bevor ihr euch um des Rechthabens Willens hier verhakt, schaut lieber in der ARD den Film zum Thema!


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