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Leicht hängende Blende
Ich hab da einen Verdacht...
Bei einem meiner Objektive kommt es, je länger die Belichtungszeit dauert, zu mehr oder weniger starken Überbelichtungen. Bei Offeneblende tritt dieses Problem so gut wie nicht in Erscheinung, stark abgeblendet bei wenig Licht ist es zumTeil recht krass. Das Problem tritt in Verbindung mit verschiedenen bodys auf. Wie aufwendig ist es, die Blende wieder "flüssiger" zu bekommen? Gibt es einen Tipp (Pego, Herr Sydow, etc.) wer das besonders zuverlässig machen könnte? |
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Ich habe irgendwo im Hinterkopf noch Preise von der alten Minoltawerkstätte, so zwischen 60,- und 130,-, wenn mich nicht alles täuscht. Wenn Du's Dir zutraust und Du eine Anleitung hast, kannst Du es auch selbst machen. Evtl. ist auch nur der Hebel verschutzt oder schwergängig und nicht die eigentliche Blende. Edit: Von Ballistol oder WD40 würde ich Abstand nehmen :cool: |
Bloß nicht schmieren, egal wo! Selbst ein geölter Arm geht schwergängiger als ohne Öl. Die Schmiermittel haben alle eine zu große Viskosität und machen die Mechanik noch träger. Teile die sich schnell bewegen müssen, sind in den Optiken die ich bisher geöffnet hatte nie geölt.
MFG Michael |
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Aber da es sich um einen Festbrennweite handelt, stimmt mich das schon ein wenig zuversichtlicher! |
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Kamera auf Stativ, ruhiges Motiv, konstante Beleuchtung, Mode A. 1. Bild z.B. f8 ganz normal (ohne SVA) 2. Bild gleiche Blende f8 aber mit 2s SVA oder auch an der A700/850/900 mit der manuellen SVA Sind die Bilder danach gleich hell dann ist alles ok! Ist Bild 1 hingegen heller ist die Blende mit hoher Wahrscheinlichkeit zu langsam. BG Hans |
Hallo, Hans,
kannst du mir bitte erklären, warum die SVA zur Diagnose taugen soll oder ist das mehr eine Praxiserfahrung? |
Auf Dauer hilft da nur das Objektiv zu zerlegen und die Blende zu reinigen. Die Blende ist mind. zu 90% verölt, auch wenn man auf den Lamellen kein Öl sieht.
Es wäre sehr hilfreich, wenn wir wissen, um welches Objektiv es sich handelt. Gruß Michi |
Ich finde den Blendenschnapptest ganz gut. Einfach mal das Objektiv mit einem guten Vergleichen. Den Hebel neben den Kontakten am Bajonett an zur Seite bewegen und schnell los lassen. Die Blende muss richtig zu schnappen und nicht langsam zäh schließen.
MFG Michael |
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BG Hans |
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Das Objektiv hast du aber nicht verraten wenn ich mich nicht irre. Wie soll man da eine vernünftige Antwort geben? EDIT: ah, hatte Michi bereits geschrieben. Und er hat Recht: zerlegen und reinigen, alles andere ist Makulatur. Und wie aufwendig und damit teuer (in der Fachwerkstatt) das Ganze wird, hängt sehr vom Objektiv ab. Wenn was dabei schief geht -warum auch immer- Ersatzteile benötigt werden, die es u.U. nicht mehr gibt, kann das ganze auch richtig blöd enden (das gilt natürlich für jede Reparatur, für die man Ersatzteile braucht die es nicht mehr gibt). Dann heisst es: irreparabel. Manche Werkstätten nehmen manche Objektive wegen genau dieses Risikos z.B. gar nicht mehr zur Reparatur an, selbst wenn es "nur" ein Reinigungsauftrag ist. Ach ja: daß die Überbelichtungen bei Offenblende nicht auftreten ist logisch und daß sie bei immer weiter geschlossener Blende immer stärker werden, normal. Wenn die Belichtungsabweichungen bei gleichen Blendenwerten immer gleich stark, also vorhersehbar sind, kann man natürlich mit der Belichtungskorrektur kompensieren. Aber es besteht eben immer ein gewisses Risiko, daß sich das Problem verschlimmert und die Blende irgendwann vielleicht auch in einer bestimmten Position ganz hängen bleibt. Und dann hat man wirklich ein Problem (Fixblende bei 'ner hochwertigen Festbrennweite: nicht so schön). Und von den Belichtungsproblemen mal abgesehen: man wählt die Blende ja nicht zum Spaß so wie man es tut und dann bringt es auch nix, wenn sie hängt, also nicht auf den gewünschten Wert schliesst, selbst wenn man die Belichtungsabweichungen vielleicht kompensieren kann. |
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Da hier manche so wissbegierig sind: es handelt sich um das 200mm 4, an dem ich nicht selber natürlich nicht herumpfuschen will...;) |
Oha, da würde ich nicht lange zögern und zaudern, sondern mal rumfragen, wie es mit einer möglichen Reinigung aussieht. Wäre einfach schade um so ein seltenes und vor allem teures Stück, da mit irgendwelchen workarounds rumzumachen.
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit PeGo gemacht. Das wäre auch meine Empfehlung, weil bei denen der KVA (der immer nötig ist: ohne Begutachtung des Objektivs wird dir eine seriöse Werkstatt wahrscheinlich keinen Preis für die Instandsetzung nennen) nur 5 Euro kostet. D.h. du kannst es dort hinschicken und wenn der KVA dich hinten über kippen lässt, hat der Versuch nicht viel gekostet. Bei anderen Werkstätten kostet der KVA allein schon mal 50 Euro, die du auch zahlen musst, wenn du nicht reparieren lassen möchtest. Da Makros recht komplizierte Gebilde sind, würde ich bei diesem Objektiv übrigens eher mal vom oberen Ende der Preisskala ausgehen. Auch weil die teuren Klamotten erfahrungsgemäß auch teurer in der Reparatur sind - ähnlich wie bei Autos ;) |
Danke Jens, so werde ich es wohl machen!
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So, ich wollte nochmal laut geben!
Die Blende selber ist nicht ursächlich für die zeitweise auftretende Überbelichtung verantwortlich sondern die "Übertragungsmechanik der Blende". Jetzt muss ich noch einmal eine Stange Geld abdrücken...:twisted: |
Echt, wird teuer? Hätte eher gedacht günstiger, weil man nicht alles auseinander reissen muß. Mal ein bisschen den Hebel gerade biegen oder so ist ja kein Ding. Aber eine Fachwerkstatt wird so wohl nicht arbeiten nehme ich mal an.
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Der Pego-Techniker wollte nicht ausschließen, dass zwischen den beiden Reperaturen ein Zusammengang besteht. So viel zum Thema Kameraklinik! :evil: :flop: |
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Bei nem 50mm f1,7 kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Habe da die Ölbefreiung auch shcon des öfteren durchgeführt. Habe neulich auch mal bei einem alten Canon FD 135mm die Blende gesäubert. War eigentlich auch kein Problem. Wenn man nicht so grobmotorig ist, und gerne Puzzled ist das ein netter Zeitvertreib. Bei deinem Stückchen würde ich es aber auch lieber zum Service schicken. |
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http://mhohner.de/sony-minolta/macro200.php Das Teil ist sehr selten, optisch auf allerhöchstem Niveau und der Gebrauchtpreis liegt meisten fast bei 1500€. Ich habe meins vor 2 Jahren für knappe 1100€ bekommen und das war schon ein Schnäppchen. Gruß Michi |
Hallo,
als ich mein 50er 1,7 reinigte, lags es nicht nur an verölte Blende, sonder auch an mechanischen Blendenhebel. Ich musste die fürende Schiene des Feders (sie gibt dem Feder runde Form) zurecht per Hand biegen, da sie den äußeren, führenden Ring des Blendenhebels behindert hat. Also, wenn man die ersten vier Schrauben los schraubt, ist man gleich and der richtige Stelle:KLICK . Vielleicht hilft Dir es! Aber beim so einem Preis würde ich mich auch net trauen. |
Hallo,
nein, da lege ich nicht selber Hand an. Was mich eben ärgert ist, dass eine Reperatur überhaupt durch Selbstverschulden nötig wurde. Diese - da möglicherweise nicht ganz fachgerecht ausgeführt - zieht jetzt eben eine weitere nach sich... :twisted: |
moin,
auch wenn es bitter ist, freue Dich, dass es Dir noch dieses Jahr aufgefallen ist. Nächstes Jahr gibt es wohl keine Ersatzteile mehr, am 31.12.2010 ist endgültig Schluss mit (Konica)Minolta-Service. Auch die beste freie Werkstatt kann ohne Teile nicht mehr allzu viel ausrichten, Einzelanfertigung dürfte sich nur noch bei den ganz seltenen&teuren Teilen lohnen (das 200/4 APO-Makro gehört dazu, aber dann wird die Reparatur noch teurer). |
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Davon ab haben "freie Werkstätten" offenbar auch noch so ihre Quellen (oder gewisse Rücklagen) was Ersatzteile angeht: als ich vor ca. zwei Jahren einen Weißen Riesen habe reparieren lassen müssen, habe ich eine Anfrage bei Runtime gestellt, ob die das überhaupt noch können, ob das Ersatzteil vorhanden ist usw. - Auskunft: wisse man nicht, aber man würde es prüfen und sich melden. Das ist bis heute nicht geschehen und in der Zwischenzeit hatte man mir das Teil bei PeGo astrein repariert. Ich weiß es natürlich nicht, aber ich hatte nicht den Eindruck, daß die in der Sache irgendwie auf Runtime angewiesen waren. Bei 'nem klemmenden Blendenmechanismus wird's wohl in Punkto Ersatzteile auch nicht ganz so dramatisch sein (es ist gut möglich, daß das nur 'ne Kleinigkeit ist), aber das ist natürlich wieder Spekulation und Matthias wird es besser wissen als ich. |
@ddd
Woher stammt diese Information. Hast du irgendwelche Informationen, um so eine relevante Aussage zu tätigen? Bevor jetzt einige in Panik verfallen und ihre älteren Minolta Objektive an dich für lau verscherbeln, wäre eine Quellenangabe sehr hilfreich. Wenn nicht, dann solltest du bitte demnächst erst denken und dann schreiben :P Ich glaube, dass durch den enormen Boom der SLT die Minolta Objektive so gefragt sind, wie lange nicht mehr und so werden wohl auch die Werkstätte mehr zu tun haben. Obwohl viele der guten alten Minolta Objektive ja wirklich weltklasse verarbeitet sind und sehr selten kaputt gehen, im Gegensatz zu manch anderen Hersteller wie z.B. Sigma :evil: |
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http://www.mi-fo.de/forum/index.php?showtopic=28008:flop: |
Aha, danke für die Info, ich glaube die gab's hier bisher noch nicht. Vielleicht könnte der entsprechende Teil dieses threads abgetrennt und zu einem eigenen Thema umgebaut werden? Wäre vielleicht sinnvoll.
Aber zum Thema. Entscheidend ist hier für mich dies: Zitat:
So oder so: ich habe einen Schrank voller Minolta Glas und in Panik verfalle ich ob dieser Nachricht jetzt sicher nicht. |
Ich kann es immer noch nicht glauben, aber die Information stammt von "matthiaspaul" und wenn der so etwas schreibt (auch noch mit Quellenangaben), dann ist das in der Regel ein Gesetz.
Ich bin noch etwas geschockt, ich vermute Sony geht es auch dabei um wirtschaftliche Interessen.....:evil: Nun ja was passiert denn jetzt mit Runtime? Werfen die jetzt ihr komplettes Lager ins Meer? Und was ist mit Pego und der Kameraklinik. Woher bekommen die jetzt ihre Ersatzteile, oder haben die inzwischen Materialquellen, die unabhängig von Sony sind? Mir ist Gott sei Dank bisher noch kein Minolta Objektiv kaputt gegangen und viele sind über 20 Jahre alt, aber trotzdem fühlt es sich jetzt irgendwie seltsam an ;( |
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Außerdem haben die Werkstätten wohl Material gehortet oder tauschen auch innerhalb von Europa manches aus, wie mir am Telefon gesagt wurde. Wie gaubwürdig das allerdings ist, wage ich nicht zu beurteilen...:roll: |
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Ich schätze, dass inzwischen einfach so manche Lager mit Ersatzteilen leer sind und bevor man alle paar Monate eine Liste veröffentlicht, welches Objektiv gerade noch bei welchen Fehlern wie lange repariert werden kann, setzt man eben einen einheitlichen Termin. Dass das so kommen muss, war ja seit Anfang 2006 (also fast fünf Jahre) offenkundig und allseits bekannt. Trotzdem schade, aber die Lager werden ja sicherlich noch einige Zeit weiter für all die anderen Werkstätten zur Verfügung stehen. |
moin,
auch hier im Forum wurde (ein Hinweis auf) die offizielle Mitteilung über das endgültige Ende jedweden Service für (Konica)Minolta-Fotogeräte bereits gepostet (ich suche das jetzt nicht raus). Allerdings hat es kaum jemand beachtet, wie auch im mi-fo kaum jemand darauf reagiert hat. Das 5 Jahre nach dem Rückzug der Service beendet wird, war zu erwarten. Der von mir angenommenen Termin war der 31.03.2011, jetzt passiert es halt ein paar Wochen früher. Damit wird aber wahrscheinlich auch die Versorgung mit Ersatzteilen eingestellt. Schon in der Vergangenheit sind größere Mengen Ersatzteile von Minolta verschrottet worden, es steht zu befürchten, dass es wieder dazu kommt. Betroffen sind in erster Linie die "großen Weißen" 300/2.8, 400/4.5 und 600/4 (eventuell 300/4), da die Service-Manuals und Ersatzteile dieser Objektive nie herausgegeben wurden. Diese Objektive können "nur in Japan" (beim Hersteller!) repariert werden, und diese Möglichkeit besteht ab dem 1.1.2011 nicht mehr. Die beiden sehr seltenen Minolta-SSM 300/2.8G-SSM und 70-200/2.8G-SSM sind nicht betroffen, da sie bis auf kosmetische Äußerlichkeiten mit den Sony-Versionen identisch sind und entsprechend mit deren Ersatzteilen repariert werden können (wenn der Sony-Service diese denn zur Reparatur anzunehmen bereit ist). Es gab schon in der Vergangenheit Ersatzteilversorgungsengpässe, und es ist völlig unbekannt, wie groß der Ersatzteilvorrat jetzt kurz vor Ende jeglichen Service noch ist. Die (verfügbaren/herausgabefähigen) Ersatzteile können z.Zt. noch über Sony geordert werden, (Konica)Minolta macht schon seit 01.07.2006 gar nix mehr. Sony hat alle Bestände übernommen, die Teile haben (zumindest teilweise) auch Sony-Ersatzteil-Nummern bekommen. Glücklicherweise sind die Objektive, bei denen eine Reparatur ggfs. sinnvoll ist, sehr stabil und langlebig. Allerdings können selbst diese, wie es Matthias passiert ist, durch äußere Einwirkung beschädigt werden. Und dass kann jetzt schnell zum Totalschaden werden, wenn ein einfaches und "billiges" Ersatzteil schlicht nicht mehr geordert werden kann. Natürlich haben unabhängige Werkstätten ein paar häufig benötigte oder gerade günstig erhältliche Ersatzteile gehortet. Aber auf keinen Fall sind alle Teile verfügbar! Ich meine hier mit "alle" jetzt nicht innere Linsen oder komplette Tubus-Baugruppen, aber z.B. Front- und Rücklinsen, AF-Getriebe, Blendenmechaniken, Flexiboards usw. Jedes Objektiv hat z.B. eine andere AF-Antriebswelle, allein für das 200/2.8APO gibt es sogar mindestens drei verschiedene inkompatible Varianten dieses Bauteils, welches nur in die jeweilige Baurevision passt. Klar würde ich eine gefetzte AF-Welle beim 600/4 anfertigen lassen, aber bei den meisten anderen Objektiven wäre das bereits ein (wirtschaftlicher) Totalschaden. Ich bin übrigens nicht auf das "Abstauben" von aufgrund dieser Info jetzt in Panikverkäufen verramschter Objektive scharf. Ein 200/2.8, 400/4.5 und 600/4 hab' ich schon und beim 300/2.8 interessiert mich wenn überhaupt nur das SSM. Ein 200/4Makro wäre natürlich nett, steht aber auf meiner "nice to have"-Liste recht weit unten. Diese Vermutung geht also fehl. Ich möchte die Aufmerksamkeit darauf lenken, dass eine Entsorgung von technischen Unterlagen, Prüf- und Einstellgerät und Ersatzteilrestbeständen nicht stattfindet bzw. bei Eintreten einer solchen Situation Maßnahmen eingeleitet werden. Ich bin überzeugt, dass dies im Interesse aller Nutzer ist! |
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