![]() |
Nur in der Nostalgie möglich?
Hallo!
Ich hatte gestern eine längere "Sitzung" und kam bei der Suche nach anderem auf die Idee, mal etwas in der Vergangenheit zu schnüffeln ;) Wäre es nicht schön, wenn solche Artikel auch unsere heutige Marke betreffen könnten? Trends zu setzen und beim Blick nach hinten die anderen Kameramarken sehen zu können :roll: :top: Oder wie es so schön heißt: Agieren anstatt reagieren! http://www.digitalkamera.de/Testberi...age_7/962.aspx Das war zwar noch vor meiner digitalen Minolta/Sony Zeit, aber diese Vorreiterrolle könnte mir heute auch gefallen. Eckhard |
Also ich kann dem gar nix abgewinnen. Immer dieser Megapixelwahn, den uns das Marketing einreden will: 3,34 Megapixel sind allemal genug. Kein echter Fotograf benötigt mehr. Außerdem hat sie Video im Sucher. Wozu soll das gut sein? :mrgreen:
Viele Grüße Stephan |
Und rauscht wie Hulle...
Ich sprech aus Erfahrung, als alter Dimage5 Besitzer :) Ich verstehe den Ansatz, Eckhard. Sony sollte eine Leading-Role einnehmen. Aber das ist heute schwieriger als "damals". Und eigentlich war die A900 das, was die Dimage7 damals war: Die höchstauflösende Consumer-Kamera zu dem Veröffentlichkeitszeitraum. Insofern... :) |
Hallp Stephan!
Du hast die Sache also auch erkannt! Respekt! :top: Die Quintessenz meines Beitrages sollte aber die Passage: "Trends zu setzen und beim Blick nach hinten die anderen Kameramarken sehen zu können. Oder wie es so schön heißt: Agieren anstatt reagieren!" sein. Naja und dass die A900 sich an die qualitative Spitze setzt, glaubt ja auch das Management von Sony nicht. So viel Realitätssinn ist dort auch zu Hause. Aber aus meiner Sicht würde ich es mir als größter Sensorproduzent und Entwickler doch zur Aufgabe stellen die Trends zu setzen! Alleine für die Zukunftsfähigkeit. Anstatt es mit "Abspeckkameras" auf der (relativ gesehen) billigen Schiene zu probieren. :shock: Mittlerweile habe ich mich in Gesprächen eines Besseren belehren lassen müssen. Kundenzufriedenheit ist bei den großen Firmen kein fester Stellenwert, sondern nur eine Kalkulationsgröße. :cool: Wieviel muss ich aufwenden um die bisherigen Käufer ruhig zu halten (Werbung, Garantieleistungen, Retouren etc.) und was muss ich aufwenden um potentielle Käufer dazu zu animieren, sich auch bei "Nichtinnovationsprodukten" zum Kauf zu entschließen. Was ist für mich günstiger. Werbung zur "Kundenkonditionierung", oder Forschung und Entwicklung für Qualität und daraus folgender Kundenzufriedenheit. Der Kunde an sich, ist nur eine Abwägung von Kosten und Nutzen. Die Werbung für das Produkt ist genau darauf ausgerichtet. Und die Produktentwicklung wird nicht mehr nach qualitativen Vorgaben gehandhabt, sondern nach rein kaufmännischen Denkweisen. Eine Wägung der beiden Dinge gegeneinander findet nur unter dem Primat der Kaufmänner statt. So ist die Welt der AGs und Konzerne heute. Das Führungspersonal sieht nur seine Vertragszeit und die darin zu generierenden Gewinne. Das Produkt ist in weiten Bereichen leider zweitrangig. Die Werbung wird es schon richten. Als ich mir das quasi um die Ohren hauen lassen musste, habe ich wohl recht einfältig geschaut, denn es gab die Lacher auf der anderen Tischseite. Eckhard Zitat:
|
Zitat:
|
Ich habe über diese Entwicklung in der Wirtschaft mal in einer Hausarbeit über Wirschaftsethik geschrieben.
Man kann dies in einem spieltheoretischen Ansatz mit dem Modell des sogenannten "Gefangenendilemmas" erklären: Grob zusammengefasst geht es um zwei Parteien, die A moralisch oder B unmoralisch handeln können. Die Aussage ist, dass es allen besser gehen würde, wenn man moralisch handelt, der eine aber erst garnicht moralisch handelt, da sein alleiniges moralisches Handeln ihn bei gleichzeitig unmoralischen Handelns der anderen Seite schlechter stellt. Und so können sich die Big Player der Wirtschaft schön heraus reden und sagen: Ja, wir können nicht anders, der Konkurrenzdruck ist zu hoch! Das Problem ist die zunehmende Shareholder-Value- statt Stakeholder-Value-Orientierung der Unternehmen. Mein Fazit war (und ist), dass nur eine Änderung herbei geführt werden kann, durch eine Änderung der Spielregeln (wg. Erklärungsansatz Spieltheorie), dass heißt durch Änderung der Rahmenbedingungen. |
Hi,
Zitat:
Zitat:
Gerade das von Dir genannte Beispiel der Dimage-Kameras ist hervorragend: Diese Art von Digitalkamera hat mich damals überhaupt nicht vom Hocker gerissen, weil die gelieferte Qualität sowas von weit von analoger Fotografie entfernt war. Für mich waren das damals nur Spielzeuge bzw. Kameras für den speziellen Einsatzcharakter, wenn man digitales Material sofort benötigte. Da bin ich lieber beim Film geblieben. Das ist inzwischen mit keiner auf dem Markt befindlichen DSLR mehr so. Die sind einfach alle gut. Du hast ein persönliches Problem, eine diffuse Unzufriedenheit. Du palaverst von bösen Tendenzen, Tricks der Industrie, dummen Nutzern, die sich ausnutzen lassen, von echter Fotografie usw. Die Tools liegen vor Dir. Du besitzt sie bereits, es gibt seit 2-3 Jahren schon ein besseres Tool (A700) in unserem System, die Du aus welchen Gründen auch immer nicht verwendest. Es gibt außerdem eine schöne VF-Kamera, die Du sicherlich mangels eigener Erfahrung kategorisch ablehnst. Du wartest gleichzeitig auf die Versprechung, dass irgend ein Kameramodell Dir besser Bilder macht. Viele andere hier fotografieren in der Zwischenzeit und entwickeln sich dabei. Das kannst Du alles machen, nur darf man sich aus der eigenen Befindlichkeit bitte keine Weltformel schnitzen. Das Potential der "echten" Fotografie kannst Du persönlich sicherlich völlig unabhängig von jedem Kameramodell heben. Zumindest soweit mein Urteil auf den bisher gezeigten Bildern möglich ist. Viele Grüße Stephan |
Hallo Michael!
Nun, ich bin kein Werbefachmann und konnte dieses nur aus den Gesprächen erzählen. "Moral" (im weitesten Sinne) und Qualitätsorientierung sind scheinbar sogar in beratenden Firmen nicht von hohem Stellenwert. Das Weitere würde sicher in den Bereich des Beitrages von Sofian gleiten. Eckhard Zitat:
|
Hallo Stephan!
Genau so sieht die ideale Wunschformel aus! Hallo Kunde! Du hast ein Problem mit Deinen Wünschen, nicht wir als Hersteller! Irgendwie habe ich das unterschwellige Gefühl, dass diese ganze Argumentation im Vorfeld einen bereits fertigen Produktes nur so laufen soll. :roll: :shock: Mit ging es damals auch nicht um die Vergleichsqualität analog zu digital (deshalb blieb ich ja auch noch bei den wichtigen Aufnahmen grundsätzlich im analogen Bereich). Und von "bösen Tendenzen" und "dummen Nutzern" habe ich nichts geschrieben. Aber zur unterschwelligen Diffamierung in der Argumentationskette, sind solche Eigenkreationen natürlich gern genommen. Ich finde das sollte man nicht tun. Meine persönliche "Unzufriedenheit" die durchaus nicht diffus sondern absolut konkret ist, bezieht sich auf die von mir als Hauptaufgabe der FOTOkamera zu konstatierende Bildqualität. Nur deshalb meine Frage und Hoffnung auf einen rauschfreien und kontrastreichen Vollformatsensor mit max 14-16 MP in einer Kamera ohne Videozusätze. Aber das erscheint den Mainstreamern kurioser Weise auch den schreibenden Forenbetreuern wie ein Schreckgespenst. :shock: Eckhard Zitat:
|
Hallo Sofian!
Dafür meinen Daumen! :top: Eckhard Zitat:
|
Zitat:
Zitat:
Aber es gilt zugegebenermaßen auch ganz oft: wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Die Unternehmenspolitik orientiert sich an anderen Maßstäben als denjenigen, die Du für Dich zugrunde legst, ganz einfach weil andere Verantwortlichkeiten und Notwendigkeiten vorherrschen. Natürlich ist es unmoralisch 1000 Leute zu entlassen. Aber wenn ich damit die Handlungsfähigkeit des Unternehmens sichere und garantiere, dass die restlichen 4000 auch in fünf Jahren noch eine Arbeitsstelle haben - was tun? Was Du für Qualität erachtest, kostet vermutlich zahllose andere Kunden, weil denen Deine Vorstellungen sowas von schnuppe sind (z.B. kann mir persönlich die Kamera ab ISO400 rauschen wie ein Weihnachtsbaum im Silvesterfeuerwerk). Was, wenn eine deutliche gehobene Fertigungsqualität deutlich mehr Aufwand und Belastungen verursacht als eine zusätzliche Entsorgungsanlage für das billige Elektrogerümpel, das nach zwei Jahren anfällt? Was, wenn der geringere Qualitätsstandard dazu führt, dass regelmäßig Neukäufe getätigt werden, dadurch Innovationsdruck hervorgerufen wird und durch die kontinuierliche Nachfrage mehr Arbeitsplätze und höherer Wohlstand gesichert werden als durch den einmaligen Verkauf eines ultimativen Ewigkeitsgeräts? Du siehst das alles nur aus Deiner Sicht, was für Dich persönlich wünschenswert ist. Das ist nicht falsch und steht Dir auch zu. Du als Techniker siehst Deine Sicht auf die Dinge. Bloß solltest Du akzeptieren können, dass Deine Maximen in diesem Fall nicht unbedingt tauglich sind um als allgemeines Gesetz gelten können ;) Ich persönlich brauche auch kein Sony, dass mit Innovationen voranprescht und die anderen abhängt, so dass ich beim "Blick nach hinten" (wie du schreibst) die andere Marken sehe. Mir reicht hin und wieder vorgestellte halbwegs solide Arbeit für mein Hobby - und das liefert mir Sony in einigermaßen akzeptabler Auswahl. Mehr verlange ich nicht. |
Zitat:
|
Zitat:
Stephan |
Hallo Michael!
-Beginn OT- Gerade DAS Erste ist es, was unser Land schon lange lähmt. Verstand aus und weiter nach dem Brot greifen. NACHdenken sollte für jeden der hier in die Schule gegangen ist, die oberste Prämisse sein. Egal ob ABI oder mehr/respektive weniger. Was tun? Manager feuern, die das nicht ohne Entlassungen hin bekommen, oder noch besser, rechtzeitig fähige Leute dort hin setzen bevor es so weit kommt. In vielen Familienunternehmen sind die Entscheidungen ganz anders aufgestellt. Und gerade die, werden in unserem System nicht als das Ideal hingestellt. -Ende OT- Wenn man für "halbwegs solide Arbeit" auch nur "halbwegs solide Arbeit" Preise zahlen muss, würde ich dem sogar etwas abgewinnen können. Aber für wenig solide Plastik und das noch garantiert innovationsfrei, sollte man sich Seitens der Hersteller mehr als Fragen nach der günstigsten Strategie stellen, wie man das Zeug trotzdem profitabel los wird. So wie es leider für Wahlbetrug keine Strafgesetzgebung gibt, so ist sie für falsche Werbung längst ebenso überfällig! Aber noch einmal mein Ausgangskritikpunkt. Warum ist es so schwer, sich als größter Sensorproduzent UND Massenproduzent in Richtung nach vorne und auf den Kunden zu zu bewegen? Es ging doch schon mal scheinbar anders! Zu der Theoriefrage kann ich aus Mangel an Informationen leider keinen Kommentar abgeben. Eckhard Zitat:
|
Hallo Stephan!
Erkenntnisresistenz hat nichts mit dem Bildungsgrad zu tun! Das ist eine omnipotente Kategorie. Manche sehen selbst dann das Brett nicht, wenn es vor dem eigenen Blickfeld hängt. Sei es willentlich, oder aus Unfähigkeit. Und wenn es "überheblich" ist Fragen zu stellen die sich förmlich aufdrängen und über deren Antwort laut nach zu denken, dann will ich es für Dich gerne sein. Eckhard Zitat:
|
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Um es deutlich zu sagen: Sony braucht Dich nicht. Mit der entwickelten Strategie zielen sie auf einen anderen Kundenstamm. Wenn mir Linde keine Gabelstapler mehr liefert, sondern bloß noch auf Gas setzt, gehe ich eben woanders hin um meine Bedürfnisse zu stillen. Geschäftsfelder, Kundenbeziehungen, Marktstrategien haben sich schon immer gewandelt und werden das auch weiter tun. Auch wenn Dir das schwer fällt. |
Hallo Eckhard,
zum letzten Mal. wir lassen uns nicht unterstellen - sei es auch unterschwellig - wir seien ein gekauftes Forum. Du hast hier in diesem Forum den Status eines Gastes. Bitte verhalte dich dementsprechend. VG Jürgen Nachtrag: Diskussionen über diesen Beitrag im Thread haben zu unterbleiben. |
Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:25 Uhr. |