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werni1949 03.02.2010 23:03

Farbraum
 
Je mehr ich lese umso unsicherer werde ich!
Welchen Farbraum habt ihr bei eurer Kamera eigestellt? sRGB oder Adobe RGB?

(Ich arbeite anschließend mit CS 4, habe den Monitor und den Drucker (canon Pixma ip 4600) kalibriert und drucke die meisten Fotos selbst.)

Gibt es letztendlich bei den Farbräumen einen SICHTBAREN Unterschied im Druck? Hat jemand mal Vergleiche gemacht, wenn ja mit welchem Ergebnis?

Belfigor 03.02.2010 23:09

sRGB

binbald 03.02.2010 23:14

sRGB, ist einfach universeller

Der Witz bei richtigem Farbmanagement ist ja, dass es eben keinen Unterschied in den Bildergebnissen gibt/geben darf - außer Du hast Ausgabegeräte, die größere Farbräume mit mehr Differenzierungen wiedergeben können als andere Ausgabegeräte.
Sprich: wenn Du AdobeRGB-fähige Geräte hast, dann kannst Du Unterschiede erkennen, aber das sind im Amateurmarkt nicht allzu viele (erschwingliche).

Backbone 03.02.2010 23:16

Wenn du einen durchkalibrierten Workflow hast, wirst du wohl auch mit RAW arbeiten. Da ist es völlig schnuppe was du in der Kamera einstellst, der Farbraum wird erst im Konverter festgelegt.


Backbone

Fritzchen 03.02.2010 23:57

sRGB

alberich 04.02.2010 00:06

Zitat:

Zitat von Backbone (Beitrag 964437)
Wenn du einen durchkalibrierten Workflow hast, wirst du wohl auch mit RAW arbeiten. Da ist es völlig schnuppe was du in der Kamera einstellst, der Farbraum wird erst im Konverter festgelegt.

Einen Grund dennoch A-RGB zu nutzen findet sich hier.
Settings for an Accurate Histogram

Zitat:

I'll simply add to what Ray has written that it is also important that you set the colour mode to Adobe RGB, rather than sRGB – if your camera allows this, and for the same reasons. The same applies to White Balance (get it right), contrast, saturation and tint. In other words all of the JPG settings that your camera allows but which are irrelevant for raw. They simply make the camera produce an inaccurate histogram.

Belfigor 04.02.2010 00:23

gähn, A-RGB ist längst out. Der coole Profi macht mit PhotoGamutRGB :crazy:

im weiteren empfehle ich zu diesem Thema die Lektüre von Digipix 3 (insbesondere die Seiten 15 bis 17), gibts kostenlos im Downloadbereich von ECI.org

alberich 04.02.2010 00:36

Zitat:

Zitat von Belfigor (Beitrag 964492)
gähn, A-RGB ist längst out. Der coole Profi macht mit PhotoGamutRGB :crazy:

im weiteren empfehle ich zu diesem Thema die Lektüre von Digipix 3 (insbesondere die Seiten 15 bis 17), gibts kostenlos im Downloadbereich von ECI.org

in der Kamera...ja nee is klar.....

Photongraph 04.02.2010 01:18

Zitat:

Zitat von binbald (Beitrag 964435)
sRGB, ist einfach universeller

Der Witz bei richtigem Farbmanagement ist ja, dass es eben keinen Unterschied in den Bildergebnissen gibt/geben darf - außer Du hast Ausgabegeräte, die größere Farbräume mit mehr Differenzierungen wiedergeben können als andere Ausgabegeräte.
Sprich: wenn Du AdobeRGB-fähige Geräte hast, dann kannst Du Unterschiede erkennen, aber das sind im Amateurmarkt nicht allzu viele (erschwingliche).

Witzig wird es aber nicht, wenn selbst ein relativ erschwinglicher All-In-One Drucker ohne (semi-)professionellen Features wie ausgeklügelte Farbmanagement bzw. Kalibrierungsfunktion etc. Adobe RGB unterstützt und im Adobe RGB Farbmodus beim Drucken deutliche Farbunterschiede zeigt je nach Farbraumeinstellung.

Ich für meinen Teil würde Adobe RGB bevorzugen, alleine wegen dem erweiterten Farbraum zuliebe. Wobei ein Problem an der ganzen Adobe RGB Geschichte ist, es gibt kaum Monitore bis auf teure die annähernd 92-98% oder sogar 100% des Adobe RGB-Farbraums abdecken. Gut liese sich sicherlich mit Kalibrierung gröptenteils wieder wett machen. :lol: Aber fehlende Farben sind doch fehlende Farben oder nicht? :?: Gut das menschliche Auge sieht so und so am Ende weniger Farben als die diversen Farbräume ermöglichen.

alberich 04.02.2010 01:26

Zitat:

Zitat von Photongraph (Beitrag 964520)
Ich für meinen Teil würde Adobe RGB bevorzugen, alleine wegen dem erweiterten Farbraum zuliebe.

Der in 8-Bit JPEGs aber unglücklicherweise keinen nennenswerten Vorteil hat. Bei kritischen Farben kann es sogar deutlich nachteiliger sein. Für JPGs ist der sRGB Raum einfach sinnvoller.

Belfigor 04.02.2010 01:30

Kann mir bitte mal jemand erklärend was so prickelnd an AdobeRGB ist, wenn man im weiteren mit 8 bit unterwegs ist? Oder macht ihr tatsächlich mit 16bit rum?

alberich 04.02.2010 01:41

Zitat:

Zitat von Belfigor (Beitrag 964523)
Kann mir bitte mal jemand erklärend was so prickelnd an AdobeRGB ist, wenn man im weiteren mit 8 bit unterwegs ist? Oder macht ihr tatsächlich mit 16bit rum?

Natürlich. Aus den RAW-Daten entwickle ich immer 16Bit-TIFF um bei der weiteren Bearbeitung besseres Ausgangsmaterial zu haben, aber Adobe-RGB oder S-RGB nutze ich in dem Falle auch nicht, sondern das Kameraprofil da dies perfekt auf den Farbraum der Kamera abgestimmt ist. Ich brauche ja keinen Arbeits-Farbraum der Farben darstellen kann, die die Kamera eh nicht aufnimmt. :)
Wenn das Bild dann für verschiedene Formate vearbeitet wird bekommt es jeweils den Farbraum der gewollt und/oder notwendig ist.

:)

Belfigor 04.02.2010 01:45

ja nee ... auch klar

gpo 04.02.2010 01:45

Zitat:

Zitat von Belfigor (Beitrag 964523)
.....Oder macht ihr tatsächlich mit 16bit rum?

Moin

ich könnte ja, habe mir aber schon so oft die Finger wund geschrieben...
das ich lieber "andere" reden lasse :top:

mein Freund Ken sagte was dazu>>>
http://www.kenrockwell.com/tech/adobe-rgb.htm
Mfg gpo

und als gutenachtküßchen noch einen hinterher
Freund Beitinger schrieb>>>
http://foto.beitinger.de/adobe_rgb/

Belfigor 04.02.2010 01:57

gute Idee gpo, ich hol eben mal schnell noch Cola und Chips und dann setz ich mich zu dir in die Loge :cool:

Alexander Hill 04.02.2010 08:49

Zitat:

Zitat von gpo (Beitrag 964529)
(...)

mein Freund Ken sagte was dazu>>>
http://www.kenrockwell.com/tech/adobe-rgb.htm
Mfg gpo

und als gutenachtküßchen noch einen hinterher
Freund Beitinger schrieb>>>
http://foto.beitinger.de/adobe_rgb/

Danke für die Links:top::top:

Alex

eiq 04.02.2010 09:17

Zitat:

Zitat von Ken Rockwell
1.) Adobe RGB requires special software and painstaking workflow not to screw it up. Make one mistake anyplace and you get dull colors, or worse. You cannot use Adobe RGB on the internet or for email or conventional photo lab printing. If you do, the colors are duller.

Tja, der "Artikel" von Kenny ist schon etwas älter, aber das hier stimmt schon länger nicht mehr. Vernünftige Browser (und sogar ganze Betriebssysteme ;)) unterstützen schon seit Jahren Farbmanagement.

Bei einem hat er allerdings (ausnahmsweise) recht: wer bei Aldi ausbelichten lässt, braucht kein aRGB. :top:

Gruß, eiq

gpo 04.02.2010 11:06

Zitat:

Zitat von eiq (Beitrag 964558)
Tja, der "Artikel" von Kenny ist schon etwas älter, aber das hier stimmt schon länger nicht mehr.

Moin...
ja ich weiß...bei euch muss immer alles ganz "brandaktuell" sein, damit man es annimmt,
am besten noch aus der Grüchteküche der Zukunft...blödsinn...
es hat sich NIX aber auch gar NIX geändert zu diesen Aussagen :cool:
weder von Kenn Rockwell oder Lumino oder Beitinger


Zitat:

Zitat von eiq (Beitrag 964558)
Vernünftige Browser (und sogar ganze Betriebssysteme ;)) unterstützen schon seit Jahren Farbmanagement.

auch Käse...denn von welchem Browser sprichst du denn....beim FF ist gerade mal ein lockeres Jahr :roll:

was aber viel schlimmer ist....ICH habe einen DU hast einen...die anderen haben X-Y-Z also irgendwas anders, nicht geupt oder sonstwas ....

man kann also NICHT davon reden das Farbmanagement ultimativ gelöst ist... :P


Zitat:

Zitat von eiq (Beitrag 964558)
Bei einem hat er allerdings (ausnahmsweise) recht: wer bei Aldi ausbelichten lässt, braucht kein aRGB. :top:

Gruß, eiq

eiq....mit dem letzten Satz stellst du die Realitäten auf den Kopf...:top:

denn es ist ja nicht nur die Aldibelichtung....
sondern alles anderen Printer auch...

zeige mir eine Liste wer Argb ausbelichten kann...(kann faktisch keiner)
und bei den Home-Anlagen ist WUNSCHDENKEN wohl auch größer der Geldbeutel :oops:

in den meisten Haushalten kann es weder richtig angezeigt werden...
noch ausgedruckt und....

hast du schon mal einen LCD/Plasma TV mit Adobe RGB gesehen:?::?::?:
Mfg gpo

werni1949 04.02.2010 11:23

Erst mal vielen Dank für eure Beiträge! Ich werde also sRGB einstellen. Trotzdem juckt es mich, mal einen Vergleich zu machen, ob ich überhaupt einen Unterschied sehe. Ich melde mich später nochmal und zeige Bilder!

eiq 04.02.2010 11:32

Zitat:

Zitat von gpo (Beitrag 964618)
auch Käse...denn von welchem Browser sprichst du denn....beim FF ist gerade mal ein lockeres Jahr :roll:

was aber viel schlimmer ist....ICH habe einen DU hast einen...die anderen haben X-Y-Z also irgendwas anders, nicht geupt oder sonstwas ....

man kann also NICHT davon reden das Farbmanagement ultimativ gelöst ist... :P

100% aller Macnutzer haben seit Jahren einen farbmanagementfähigen Browser. Was kann ich dafür, dass der große Marktführer es nicht gebacken bekommt? ;)
Zitat:

Zitat von gpo (Beitrag 964618)
zeige mir eine Liste wer Argb ausbelichten kann...(kann faktisch keiner)
und bei den Home-Anlagen ist WUNSCHDENKEN wohl auch größer der Geldbeutel :oops:

Eine Liste habe ich nicht, auch lasse ich nicht ausbelichten, sondern drucken (u.a. auf Epson Stylus Pro 9800 und 4800).

Gruß, eiq

Alexander Hill 04.02.2010 12:33

Zitat:

Zitat von eiq (Beitrag 964634)
100% aller Macnutzer haben seit Jahren einen farbmanagementfähigen Browser

... und damit 8 % aller Computernutzer.

Alex

dominik.herz 04.02.2010 12:36

Zitat:

Zitat von Backbone (Beitrag 964437)
Wenn du einen durchkalibrierten Workflow hast, wirst du wohl auch mit RAW arbeiten. Da ist es völlig schnuppe was du in der Kamera einstellst, der Farbraum wird erst im Konverter festgelegt.

Ditto ;)

eiq 04.02.2010 12:59

Zitat:

Zitat von Alexander Hill (Beitrag 964664)
... und damit 8 % aller Computernutzer.

Besser als nix, oder? Der Rest muss sich halt selber drum kümmern. :top:

Gruß, eiq

Stoney 04.02.2010 13:18

Zitat:

Zitat von eiq (Beitrag 964673)
Besser als nix, oder? Der Rest muss sich halt selber drum kümmern. :top:

Ja, aber was glaubst Du, wieviel Prozent der Besucher Deiner Website oder dieses Forums (oder wo auch immer Du Deine Bilder zeigst) sich drum kümmern?

eiq 04.02.2010 13:33

Zitat:

Zitat von Stoney (Beitrag 964681)
Ja, aber was glaubst Du, wieviel Prozent der Besucher Deiner Website oder dieses Forums (oder wo auch immer Du Deine Bilder zeigst) sich drum kümmern?

Für Forenbilder nehme ich sRGB, da dort viele unterwegs sind, die sich damit nicht auskennen.
Auf meiner eigenen Webseite ist es mir egal, wie sich die Leute die aRGB-Bilder ansehen, da die, für die die Bilder gedacht sind (Familie, Bekannte), farbmanagementfähige Browser nutzen.

Ich glaube aber, dass wir langsam vom eigentlichen Thema abkommen.

Gruß, eiq

Jan 04.02.2010 13:40

Es bleibt aber doch das Problem, einen großen Wertebereich (großer Farbraum) mit wenig bit, also sozusagen schlechter Auflösung abzubilden.

Da lasse ich evtl. die selten Benutzen Farben am Rand weg und löse den interessanten Bereich besser auf, also sRGB mit 8bit-jpg oder, wenn es der eigene Anspruch oder Spieltrieb erfordert Adobe-RGB und Raw-Entwicklung mit SPeicherung in 16 bit tif o.ä..

Es gibt sicher Bilder, bei denen man einen Unterschied wird sehen können, auch zum Positiven hin, wenn man alles richtig macht, aber ich würde wette, dass es bei 99% der Bilder nichts wesentlich verbessert. Möglicher Weise hat sogar der experimentierfreudige Amateur (oder Unbedarfte, der sei Set zu ungleichmäßig/kontrastreich ausleuchtet) mehr Probleme mit sRGB als ein Profi.

Jan

werni1949 04.02.2010 13:56

die Vergleichsbilder
 
Who is who? Ein Bild im sRGB, eins in aRGB. Kann man den Unterschied sehen? Wenn ja, welches ist welches?


http://www.sonyuserforum.de/galerie/...pg_klein_3.jpg

http://www.sonyuserforum.de/galerie/..._jpg_klein.jpg

Frohkus 04.02.2010 14:03

Man sieht einen grossen Unterschied. Das obere hat mir persönlich zu knallige Farben. Welches aRGB ist, weiss ich nicht. Rat ich mal: Das in der Mitte. Welches kommt den Originalfarben näher?

marfil 04.02.2010 14:07

Hallo,

hier werden grundsätzlich 2 Dinge durcheinandergeworfen:

1) Farbraum (also welche Farben grundsätzlich dargestellt werden können) und
2) Farbtiefe (also wie differenziert die Farben des Farbraums dargestellt werden)

Solange jemand diese Unterschiede nicht versteht, ist es witzlos, darüber zu diskutieren.

Welchen Farbraum man verwendet (sofern man in Jpg aufnimmt, oder PS bearbeitet) richtet sich nach der Ausgabe.
Da es sehr wenige Drucker gibt, die (interpoliert) mehr darstellen können, als sRGB, macht es nicht unbedingt viel Sinn, in Adobe RGB zu fotografieren, da dieser Farbraum wieder runtergerechnet werden muss, was- wie bei jeder Interpolation- zu Verlusten führt.

Verwendet man das RAw-Format bestimmt man im Konverter den Farbraum- und ebenfalls sinnvollerweise nach dem Ausgabegerät.

Apple-User haben es da wieder mal leichter, denn die können sich im Programm "ColorSync-Dienstprogramm" die unterschiedliche Farbräume ansehen, also direkt vergleichen, ob der Drucker überhaupt die Farben darstellen kann, die sich im Bild befinden.

Für die visuelle Beurteilung benötigt man einen Monitor, der die Unterschiede auch zeigen kann.
Die meisten Monitore zeigen sRGB (oder irgendwo zwischen sRGB und Adobe RGB).

Erst wenn man tiefer in die Tasche greift (so ab 1000,- aufwärts) bekommt man Monitore, die adobeRGB anzeigen können.

Was die Ausbelichter anbelangt:

Praktisch alle Ausbelichter beherrschen KEIN Farbmanagement- und gehen bei der Dateninterpretation von sRGB aus.

Es ist auch ziemlich witzlos (und in meinen Augen eine Frechheit), das zur Verfügung gestellte Profil eines Ausbelichters zu verwenden und die Bilder darauf abzustimmen. Denn dieses Profil müsste stündlich erneuert werden, da sich die Chemie im Entwicklungsprozess ständig ändert.
Spätestens beimEinlegen einer neuen Papierrolle (selbst aus dem gleichen Guss((Emulsionsnummer)) )ist das im Inet zur Verfügung gestellte Profil vollkommen wertlos.

Wenn man also auf der "sicheren Seite" sein will...falls es sowas überhaupt gibt...benützt man sRGB. Da kann zumindest am wenigsten passieren.

marfil 04.02.2010 14:21

Zitat:

Zitat von werni1949 (Beitrag 964698)
Who is who? Ein Bild im sRGB, eins in aRGB. Kann man den Unterschied sehen? Wenn ja, welches ist welches?


http://www.sonyuserforum.de/galerie/...pg_klein_3.jpg

http://www.sonyuserforum.de/galerie/..._jpg_klein.jpg

Hallo,

dein Beispiel beweist, dass Du CMM noch nicht wirklich verstehst.

Beide Bilder müssen dateimäßig identisch aussehen. ERst durch die falsche Interpretation des Farbraums ergibt sich der Unterschied.

Entwickle ein Bild aus einem Raw einmal mit sRGB, einmal mit adobeRGB.
Öffne die Bilder im Photoshop (oder einem CMM-fähigen Programm) und lege die Bilder nebeneinander.

Alison 04.02.2010 14:22

Zitat:

Zitat von marfil (Beitrag 964705)
Praktisch alle Ausbelichter beherrschen KEIN Farbmanagement- und gehen bei der Dateninterpretation von sRGB aus.

Ausnahmen bestätigen die Regel. Saal-digital, fotocommunitoy prints, Kunsthaus Schwanheide
Zitat:

Zitat von marfil (Beitrag 964705)
Es ist auch ziemlich witzlos (und in meinen Augen eine Frechheit), das zur Verfügung gestellte Profil eines Ausbelichters zu verwenden und die Bilder darauf abzustimmen.

Wie du weiter oben geschrieben hast, sollte sich eine Raw-Entwicklung letztlich nach der Ausgabe richten. Die Profile der Anbieter dienen dem Softproof und ich denke schon dass es sich lohnen kann einzelne Bilder, die z.B. auf Leinwand gedruckt werden sollen auch dahingehen zu optimieren.
Gruß,
Alison (der im Übrigen auch sRGB für jpgs nimmt:D)

Belfigor 04.02.2010 14:33

Zitat:

Zitat von Frohkus (Beitrag 964703)
Man sieht einen grossen Unterschied. Das obere hat mir persönlich zu knallige Farben. Welches aRGB ist, weiss ich nicht. Rat ich mal: Das in der Mitte. Welches kommt den Originalfarben näher?

anscheinend kann dein Browser nix mit Farbmanagement anfangen ... in diesem Fall siehst du das obere Bild richtig und das untere falsch ...

eiq 04.02.2010 14:37

Zitat:

Zitat von Belfigor (Beitrag 964718)
anscheinend kann dein Browser nix mit Farbmanagement anfangen ... in diesem Fall siehst du das obere Bild richtig und das untere falsch ...

Nein. Die Bilder sind vollkommen unterschiedlich, auch mit Farbmanagement. Im oberen Bild ist ein sRGB-Profil eingebettet, das Profil des unteren Bildes kann keines der mir zur Verfügung stehenden Windowsprogramme bestimmen.

Gruß, eiq

marfil 04.02.2010 14:41

Zitat:

Zitat von Alison (Beitrag 964711)
Ausnahmen bestätigen die Regel. Saal-digital, fotocommunitoy prints, Kunsthaus Schwanheide

Wie du weiter oben geschrieben hast, sollte sich eine Raw-Entwicklung letztlich nach der Ausgabe richten. Die Profile der Anbieter dienen dem Softproof und ich denke schon dass es sich lohnen kann einzelne Bilder, die z.B. auf Leinwand gedruckt werden sollen auch dahingehen zu optimieren.
Gruß,
Alison (der im Übrigen auch sRGB für jpgs nimmt:D)

Hallo,

Du kannst den Anbieter ja relativ leicht testen:

Nimm ein identisches Foto in sRGB, adobeRGB und ProPhotoRGB.
Sind bei den entwickelten Bildern die Farben/Dichte identisch, hat das 1 von 2 Ursachen:

a) Der Belichter kann tatsächlich ProPhotoRGB darstellen (was aktuell unmöglich wäre) oder
b) sie verwenden zumindest CMM- und rechnen alle Bilder auf das Maschinenprofil runter.

im Falle b)...der wahrscheinlich ist... macht es dann aber keinen Sinn, in einem großen Farbraum Bilder zu übermitteln.

Sehen die Bilder unterschiedlich aus, verwenden sie kein CMM.

Colormanagement ist grundsätzlich was Tolles, wenn man weiß, was man tut- und Geräte hat, mit denen man das Wissen auch umsetzen kann.
Im Amateurbereich (und leider all zu oft auch im Profibereich) ist beides zusammen eher selten der Fall.

werni1949 04.02.2010 14:41

Code:

Hallo,

dein Beispiel beweist, dass Du CMM noch nicht wirklich verstehst.

Beide Bilder müssen dateimäßig identisch aussehen. ERst durch die falsche Interpretation des Farbraums ergibt sich der Unterschied.

Entwickle ein Bild aus einem Raw einmal mit sRGB, einmal mit adobeRGB.
Öffne die Bilder im Photoshop (oder einem CMM-fähigen Programm) und lege die Bilder nebeneinander.
__________________

Kannst Du das bitte mal näher erklären?

Jan 04.02.2010 14:43

Hallo Martin,
wenn Du Dich auf mein Posting beziehst, liegt noch ein Mißverständnis vor, natürlich sind Farbtiefe und Farbraum zu unterscheiden, aber sie haben natürlich etwas miteinander zu tun, vielleicht liest Du ggf. mein Posting noch einmal sorgfältig, ansonsten versuche ich es nochmal klarer Darzustellen, was ich meine (vielleicht erkenne ich dann, dass ich auf dem Holzweg bin).
Jan

Belfigor 04.02.2010 14:53

Zitat:

Zitat von eiq (Beitrag 964719)
Nein. Die Bilder sind vollkommen unterschiedlich, auch mit Farbmanagement. Im oberen Bild ist ein sRGB-Profil eingebettet, das Profil des unteren Bildes kann keines der mir zur Verfügung stehenden Windowsprogramme bestimmen.

ROFL, willst du uns jetzt für dumm verkaufen? Ein Blick in Photoshop genügt um zu wissen was Sache ist. Klar sind die beiden Bilder auch mit Farbmanagement unterschiedlich und hättest u. a. diesen und diesen Artikel auf gpos Beitingerlink gelesen, dann wüsstest du auch warum.

alberich 04.02.2010 14:57

Zitat:

Zitat von werni1949 (Beitrag 964722)
[CODE]
Kannst Du das bitte mal näher erklären?

einfach mal runterladen

da wird einiges an fragen beantwortet, auch solche die du noch gar nicht gestellt hast.

eiq 04.02.2010 15:00

Zitat:

Zitat von Belfigor (Beitrag 964728)
ROFL, willst du uns jetzt für dumm verkaufen? Ein Blick in Photoshop genügt um zu wissen was Sache ist.

Ach, und Photoshop gehört zur Grundausstattung eines jeden Rechners? Ich soll mir eine knapp 1000 Euro teure Software kaufen, um den Farbraum eines Bildes bestimmen zu können? Du bist lustig! :top:

Da kauf ich mir lieber ein MacBook Pro für 999 Euro und kann dann sogar im mitgelieferten Bildbetrachter das Profil ablesen. :roll:

Gruß, eiq

marfil 04.02.2010 15:03

Zitat:

Zitat von werni1949 (Beitrag 964722)
Code:

Hallo,

dein Beispiel beweist, dass Du CMM noch nicht wirklich verstehst.

Beide Bilder müssen dateimäßig identisch aussehen. ERst durch die falsche Interpretation des Farbraums ergibt sich der Unterschied.

Entwickle ein Bild aus einem Raw einmal mit sRGB, einmal mit adobeRGB.
Öffne die Bilder im Photoshop (oder einem CMM-fähigen Programm) und lege die Bilder nebeneinander.
__________________

Kannst Du das bitte mal näher erklären?


Der unterschiedliche Farbraum kommt erst dann zum Tragen, wenn ein Bild Farben enthält, die nicht in beiden Farbräumen enthalten sind (bei korrekter Anwendung von CMM).

Dein Bild enthält vermutlich keine Farben, die nicht in beiden Farbräumen enthalten sind.

Daher müssen die Bilder, egal ob in adobeRGb oder sRGB IDENTISCH aussehen.

Wenn das nicht der Fall ist, verwendest Du entweder ein Programm, das CMM nicht unterstützt (also fast alles, was auf Windows läuft, ausser Photoshop), oder Du hast dem Bild einen Farbraum zugewiesen und nicht in einen Farbraum konvertiert.

Ich hab Dir mal 3 Profilvergleiche gemacht, damit Du vielleicht besser verstehst, wofür CMM gut ist.

Vergleiche:
adobeRGB/sRGB
adobeRGB/Fogra27
adobeRGB/Canon Druckerprofil






Keines der Vergleichsprofile kann die Farben von adobeRGB darstellen.
Sie müssen daher in den notwendigen Farbraum interpoliert werden- was zwangsläufig zu einem mehr oder weniger sichtbaren Verlust führt.

Der springende Punkt ist nämlich der, dass in jedem Farbraum die Farbe in einem dreidimensionalen Gitter dargestellt wird.
Im 8 Bit Modus wird jede Farbe zwischen 0 (ungesättigt) und 255 (maximal gesättigt) mathematisch dargestellt.

Die Kunst (und die Aufgabe von CMM) besteht nun darin, den Wert eines Farbaums (beispielsweise adobeRGB) in den Wert eines anderen Farbraums (beispielsweise sRGB) möglichst verlustfrei zu übersetzen.
Das Problem ist jetzt, dass der Wert 100 Rot in adobe RGB etwa dem Wert 130 Rot in sRGB entspräche.

Setzt man diese WErte direkt um, werden die Farben vollkommen falsch dargestellt (beispielsweise beim direkten Zuweisen von Farbprofil). Daher gibt es verschiedene Interpolationsmethoden (absolut/relativ farbmetrisch, perzeptiv), um diesen Umstand auszugleichen.

Bei sehr großen Differenzen, beispielsweise bei Farben, die im zu errechnenden Farbraum gar nicht enthalten sind (beispielsweise 255 Rot adobeRGB zu 255 rot sRGB) kommt es zwangsläufig zu Abweichungen.

Noch problematischer wird es bei einer Änderung von RGB zu CMYK.


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