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dialem2000 03.01.2010 22:38

Foto oder kein Foto dass ist die Frage
 
Mich würde interessieren, wann nehmt ihr gern euer Kamera zur Hand und wann legt ihr sie lieber weg?

Ich fotografiere gern, wenn ich mich um nichts kümmern muß ausser um Blende. Zeit und Bildkomposition. Wenn keine für mich wichtigen Emotionen statt finden. Ich setz mich aufs Fahrrad und lichte alles ab, was mir wichtig erscheint.
Die Kamera leg ich weg wenn ich auch spüren möchte, was ich seh.
Zum Beispiel wenn meine Tochter zum ersten mal einen Christbaum sieht und sich darüber freut, hät ich gern jemanden der für mich das Foto schießt. Was Irgenwie nicht geht.

Wie geht es euch so?

Yttrium 03.01.2010 22:49

Wenn niemand anders da ist, der ORDENTLICHE Bilder machen kann, dann mach ich das selbst. Weihnachten erlebe ich jährlich also durch den Sucher meiner Kamera :lol: Ob das gut ist, oder nicht? Ist mir eigentlich egal, aber ich kann nachher meine Bilder ansehen und alles nocheinmal erleben :top:

LG, Melanie

el-ray 03.01.2010 23:07

Also bei mir isses so....

ich gehe meistens gezielt zum Fotografieren, also mal in den Wildpark...Makrotouren usw.. bin gerne an der frischen Luft. Ganz alltägliche Sachen fotografiere ich mittlerweile eher selten, zu wenig Zeit. Höchstens mal Familienausflüge oder als Partyfotograf bei Veranstaltungen von Freunden wie letztens eine große Sylvesterparty mit über 1000 Leuten. Ich hab mich also nach einer ca. halbjährigen Orientierungsphase ziemlich auf die Naturfotografie spezialisiert. Gefällt mir einfach am Besten. Ansonsten renne ich privat relativ selten mit Cam rum.

BadMan 04.01.2010 00:01

Ziemlich genau wie el-ray.
Ich war von Weihnachten bis heute Morgen zu Besuch bei meinen Eltern. Die Kamera habe ich dort überhaupt nicht angepackt. Ist halt doch jedes Mal das gleiche.
Nur gestern morgen für ein paar Makroaufnahmen im Schnee habe ich mir dann etwas Zeit genommen.

Yttrium 04.01.2010 01:44

Zitat:

Ist halt doch jedes Mal das gleiche.
Naja, nicht wenn man wie ich 4 kleine Kusinen und ne kleine Schwester hat (1-13 Jahre, alles dabei) :lol: Da gehts absolut nicht ohne Kamera und die Eltern freuen sich, dass sie die Bilder bekommen und es nicht selbst machen müssen :top:

BadMan 04.01.2010 10:34

Zitat:

Zitat von BadMan (Beitrag 945759)
Ist halt doch jedes Mal das gleiche.

Zitat:

Zitat von Yttrium (Beitrag 945815)
Naja, nicht wenn man wie ich 4 kleine Kusinen und ne kleine Schwester hat (1-13 Jahre, alles dabei)

Ich habe auch eine 5-jährige Nichte und bisher hatte ich auch immer die Kamera dabei. Aber selbst mein Bruder (also ihr Vater) hat dieses Jahr kaum fotografiert, obwohl er sonst immer den Chip vollgeballert hat.
Er war aber auch mehr damit beschäftigt, das Playmobil-Schloß zusammen zu bauen. Dafür habe ich mir dann mal seine Kamera geschnappt, um das festzuhalten. ;)
Er hat ja auch eine Sony (A350). Nur zum Forum konnte ich ihn anscheinend noch nicht überreden.

dialem2000 04.01.2010 20:11

Jedem das seine
 
Ich denke, ob an Festen fotografiert wird, muß jeder für sich selbst entscheiden. Ich tu mich schwer. Auch wenn ich Yttrium recht geben muß, irgendwann holt man die Fotos wieder raus und freut sich, dass man doch die Kamera in der Hand hatte. Ich beschränk mich halt auf ein paar wenige.
Naturfotografie mag ich auch sehr gern. Ich glaub, ich muß mir wieder mal einen Ausflug gönnen.:D

hennesbender 04.01.2010 20:52

Ich liebe es, auf Familienfesten zu fotografieren... man kann gebührenden Abstand halten und muss sich nicht mit der buckligen Verwandschaft unterhalten... :D

BadMan 04.01.2010 21:21

Zitat:

Zitat von hennesbender (Beitrag 946305)
man kann gebührenden Abstand halten und muss sich nicht mit der buckligen Verwandschaft unterhalten... :D

:top:

Takami 04.01.2010 22:35

Zitat:

Zitat von hennesbender (Beitrag 946305)
Ich liebe es, auf Familienfesten zu fotografieren... man kann gebührenden Abstand halten und muss sich nicht mit der buckligen Verwandschaft unterhalten... :D

Der ist guuuuttt:top::mrgreen:

Ackbar 10.01.2010 00:50

Ich finde diese Frage zunehmend schwieriger... Einerseits mache ich gerne Fotos und möchte auc schöne Bilder haben. Manchmal ist es auch eine gute Ausrede um manche Gespräche zu vermeiden und auf manchen Bildern aufzutauchen (kann ja schlecht hinter und vor der Kamera stehen ;) ).

Aber manchmal ist es auch schade, wenn man am Ende feststellt, alle sind mit allen auf Bildern, nur du selbst bist mit keinem deiner Freunde auf einem Bild zu sehen...

Auf einer Veranstaltung war ich so beschäftigt, dass ich beim Abbau einen Kollegen gebeten habe noch schnell 3 Bilder von mir mit meiner besten Freundin zu machen. Und es waren tatsächlich die einzigen von uns aus insgesamt über 5.000 Bildern an einem Wochenende... Mit meiner damaligen Freundin war kein einziges dabei. Das fand ich schon irgendwie traurig.

Manchmal denke ich ernsthaft darüber nach, ob ich meine Kamera überhaupt mitnehmen will.. Denn dann wollen nur alle und am Ende hatte ich viel Stress, wenig Freiheit und die zwei oder drei Bilder, die ich gerne gehabt hätte gibt es nicht, weil ich sie selber nicht machen konnte und keiner da war, der es mit meiner Kamera hätte machen können.. Da wäre ich mit der kleinen und nur diesen 3 Bildern vielleicht glücklicher gewesen..

CB450 10.01.2010 03:16

Fotografieren ist für mich Entspannung. Am liebsten in der freien Natur und alleine, um Herr meiner Zeit zu sein.

Im Urlaub lasse ich meine DSLR inzwischen zu hause und nehme nur die A2 mit. Der Urlaub gehört der Familie und den umkomplizierten Knipsbildchen.

Auf Feiern der Familie und von Freunden fotografiere ich nur wenn ich explizit darum gebeten werde, und wenn es wirklich gute Freunde sind.
Eigentlich ist es mir lieber wenn das ein anderer macht. Dann bin ich wenigstens auch einmal auf den Bildern. :D

baerlichkeit 10.01.2010 11:52

Hi Peter,
ich habe jetzt dafür gesorgt, dass fast alle im Freundeskreis auch ne Canon DSLR haben :mrgreen: So kann ich immer sagen: fotografiert ruhig, ihr könnte euch auch gerne ein Objektiv leihen... :lol: Das funktioniert bis jetzt ganz gut :D

Am liebsten gehe ich los wenn ich fotografieren will, ein immer Kamera-Mitschlepper war ich noch nie...


LG
Andreas

CB450 10.01.2010 12:15

Zitat:

Zitat von baerlichkeit (Beitrag 950367)
... ihr könnte euch auch gerne ein Objektiv leihen... :lol: ...

Objektive verleihen?:shock:
Niemals!!!

Die sollen mal schön alle mit ihren Kompaktknipsen alles zu Tode blitzen.
Ich möchte mich doch qualitativ abheben.;)

baerlichkeit 10.01.2010 12:19

Zitat:

Zitat von CB450 (Beitrag 950386)
Objektive verleihen?:shock:
Niemals!!!

Die sollen mal schön alle mit ihren Kompaktknipsen alles zu Tode blitzen.
Ich möchte mich doch qualitativ abheben.;)

so hab ich das noch gar nicht gesehen, wenn die Bilder von den Freunden zu gut werden werde ich einen Leihstopp verfügen :twisted:

Conny1 10.01.2010 12:57

Zitat:

Zitat von baerlichkeit (Beitrag 950367)
Hi Peter,
ich habe jetzt dafür gesorgt, dass fast alle im Freundeskreis auch ne Canon DSLR haben :mrgreen: So kann ich immer sagen: fotografiert ruhig, ihr könnte euch auch gerne ein Objektiv leihen... :lol: Das funktioniert bis jetzt ganz gut :D

Am liebsten gehe ich los wenn ich fotografieren will, ein immer Kamera-Mitschlepper war ich noch nie...


LG
Andreas

Mit dem Verleih/Tausch haben wir es in unserer weitläufigen Familie auch immer ähnlich gehalten. Mein und Dein hat bei uns nie eine große Rolle gespielt. Dadurch und durch die Sammelleidenschaft und Minolta Verbindungen meines Vaters standen uns immer alle Topobjekte von Minolta, teils in mehrfacher Ausführung, zur Verfügung. Das halten wir jetzt mit Nikon genauso. Dadurch war es uns auch finanziell möglich, in relativ kurzer Zeit einen adäquaten Objektivpark im Nikon System anzuschaffen, ohne sich von Minolta lösen zu müssen. Zwei Systeme sind auf die Art gut finanzierbar.

Ich nehme nur eine Kamera mit, wenn ich fotografieren will, nicht für den Fall der Fälle.

Dana 12.01.2010 12:44

Zitat:

Zitat von dialem2000 (Beitrag 945692)
Mich würde interessieren, wann nehmt ihr gern euer Kamera zur Hand und wann legt ihr sie lieber weg?

Gerade vorhin habe ich wieder eine schöne Erfahrung gemacht.

Ich war mit unserem Hund im Wald, Gassi.
Der Wald ist momentan einfach unglaublich wundervoll. Und im ersten Moment dachte ich: och mist...hätteste doch mal die Kamera mitgenommen!!

Doch dann merkte ich, dass es wunderschön ist, einfach mal SO durch den Wald zu laufen...und mit vollen Zügen diese Schönheit des verschneiten Waldes zu genießen...dieses Gefühl, das man dann hat, kann man gar nicht fotografieren. Und so eine Großraumaufnahme bringt sicher nicht das gleiche Gefühl.

Während unsere Kleine also wie verrückt im Schnee rumrannte, ging ich einfach lächelnd die verschneiten Wege entlang und brannte ein Bild in mein Herz.

Wäre ich mit Kamera gelaufen, hätte ich einen Tunnelblick nach lohnenden Motiven gehabt und hätte den Gesamteindruck wahrscheinlich eher nicht so intensiv mitgenommen. Diesen Tunnelblick kriege ich dann auch bei Familienfeiern und anderen "Events". Daher mag ich fotografieren zu solchen Anlässen nicht so gerne.

Es lohnt sich immer mal, die Kamera nicht mitzunehmen und einfach mal wieder das Herz einfach so zu füllen.

Joshi_H 12.01.2010 12:59

Ja Dana, das stimmt.

Ich bin aber nach dem Einbrennen des Bildes in meine Netzhaut und mein Herz froh, wenn ich dann das Bild mit der Kamera machen, mitnehmen und zu Hause versuchen kann, etwas von der Stimmung an meine Liebste weiterzugeben - wenn sie mal nicht dabei ist.

Grüße,

Jörg

Dana 12.01.2010 15:08

Sicher, ich werde die Kamera auch sicher mal dahin mitnehmen - vielleicht schon nachher bei der nächsten Tour. Aber ich hätte beim Spaziergang heute Morgen nicht dieses Feeling gehabt, sondern wäre mit dem Sucherblick losgerannt, den ich immer habe, wenn die Kamera dabei ist...

About Schmidt 12.01.2010 16:23

Diesen Tunnelblick habe ich mir schon lange wieder abgewöhnt. Statt dessen habe ich durch das Fotografieren gelernt Dinge zu sehen, die mir sonst entgangen wären, weil ich seither viel intensiver betrachte, beobachte und in mich aufnehme.

Gruß Wolfgang

dialem2000 14.01.2010 20:16

Genau das was ich meinte
 
An Danas Walderlebnis, das sind Momente, die für mich meist Kamerafrei sind. Das Gefühl, dass dir der Tunnelblick nimmt, gibt dir keiner wieder.

An AboutSchmidt. Ich finde genau dieser Blick auf lohnende Details ist der Tunnelblick, den Dana beschreibt. Du siehst intensiver, bemerkst Dinge die einem ohne Kamera nie aufgeafllen wären, aber des Gefühl der Schönheit kann die Kamera nicht festhalten.
Es ist nichts negatives so zu sehen. Bei meinem letzten Urlaub in Kroatien bin ich abends allein mit meiner Sony losgezogen und meine Freunde waren total überrascht was für Bilder dabei entstanden sind.

Ich finde betrachten und erkennen sind einfach ganz anders als das Gesamte wahrnehmen.

Dana 14.01.2010 20:22

Ja, auch ich definiere diesen Tunnelblick genau so.

Man sucht mit den Augen ab, man guckt hin und her...WO ist das lohnende Motiv, WO???...wie ein Raubtier auf Beute...mir fallen natürlich dadurch Dinge auf, die anderen Menschen/Nichtfotografen nicht auffallen oder seltener...und alle sagen: OOOOCH, DAS hätte ich aber jetzt NICHT gesehen...

Aber nicht immer ist es das, was sich lohnt. Manchmal lohnt es sich auch, den Blick einfach zu weiten...das Herz zu öffnen, die gute Luft einzuziehen...und zu genießen. Die Augen quasi auf "unendlich scharf" zu stellen. Und ich lerne auch inzwischen, dann nicht zu weinen, weil die Kamera nicht dabei ist, sondern einfach zu lächeln und meines Weges zu gehen.

Letztens war ich mit Gottlieb im Wald spazieren eigentlich zum Fotografieren... und ich wünschte mir von ihm so ein "Rumsaus-Kugelpano" von einer bestimmten Stelle, die ich sehr mag. Doch leider schneite es doll und es ging nicht. Wir haben es keine Sekunde bereut, die Kameras nicht mit zu haben, da wir so halt dann einfach SO rumgelaufen sind und uns die verschneite Landschaft anschauten.

War toll.

der_knipser 15.01.2010 02:21

Meistens habe ich die Kamera im Auto, auch wenn gerade keine Fototour ansteht. Und oft genug trage ich sie auch später wieder rein, ohne dass ein weiteres Bild auf dem Chip ist. Ich entscheide oft spontan, ob ich sie tatsächlich mit raus nehme, habe aber immer gerne die Möglichkeit dazu.

Den 'Tunnelblick' kenne ich kaum. Und seit diesem Thread frage ich mich, ob ich ihn mir wirklich aneignen soll. Vielleicht brauche ich ihn gar nicht, wenn ich öfter das Sigma 10-20 oder sogar das Peleng draufhabe. Für die "Rumsaus-Kugelpanos" braucht man den totalen Rundum-Blick! ;)

Das war jetzt nicht Dana's Schneewald, sondern ein Bild aus der Wahner Heide.

Hansevogel 15.01.2010 02:39

Zitat:

Zitat von der_knipser (Beitrag 953737)
..., sondern ein Bild aus der Wahner Heide.

:top:

Gibt es das auch mit Schnee? ;)

Nächtliche Grüße: Joachim

der_knipser 15.01.2010 03:13

Zitat:

Zitat von Hansevogel (Beitrag 953738)
:top:

Gibt es das auch mit Schnee? ;)

Nächtliche Grüße: Joachim

Nee, an dem Tag, als dort Schnee lag, war ich in Dana's Wald... ;)

Alexander Hill 15.01.2010 10:20

Ich bin eher der Kameraschlepper. Sogar auf Arbeit liegt die Cam im Auto (oder im Winter im Büro). Könte ja sein, dass mir mittags was über den Weg läuft.

Neulich war ich zum Einkaufen (Weihnachten) in der Stadt. Lass die Cam zu Hause, weil ich sowieso alle Hände voll mit Paketen haben werde. Was soll ich sagen? Ich komme in die Fußgängerzone, wo immer die bewegungslosen Menschen rumstehen und Leute erschrecken. Sitzen da vor einer Bäckerei zwei weiß geschminkte Pantomimen mit Wurstsemmel in der Hand auf Bierkisten und unterhalten sich. Manche Gelegenheiten kommen nicht wieder.

Dieses Bild hat sich bei mir auch eingebrannt. Aber eben leider nicht auf dem Kamerachip.

Alex


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