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Lassen Objektive nach wenigen Monaten optisch nach?
Heute bei photoscala gelesen:
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http://photoscala.de/Artikel/Die-spa...9-aktualisiert Das ist doch übertrieben oder? |
Das ist nicht übertrieben - das ist absoluter Unsinn.
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Aua, das tut echt weh. Selten solchen Quark gelesen:flop::flop::flop:
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Vielleicht wird da versucht den Preis für die alten Minolta-Schätze ein bisschen auf den Boden zurückzubringen ;-)
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da ist schon was drann.
vorallem bei preiswerten objektiven werden die glaselemente in den kurvenscheiben (eigentlich ja ein kurven zylinder, ka obs dafür nen speziellen namen gibt) mit kunststoff lagern geführt. das führt früher oder später zur abnutzung. stöße verschlimmern das ganze noch, dann gibts dellen in den kunststofflagern und somit drehen die nichtmehr sondern reiben immer an der gleichen stelle. bei suppenzooms wird das dann nochmal krasser, da sind die tuben mehrfach ineinader verschachtelt. so führt der gleiche verschleiss in einem lager gleich zu einer mehrfach stärkeren dezentrierung (bzw generelle lagefehler). bei innenfokusierten linsen ist das nicht so schlimm, und höherwertige linsen nutzen gleitlager aus messing. mfg |
Also ich hatte mal ein 70-300 von Voigtländer am Anfang meiner Minolta-Karriere. Mehr war einfach nicht drin. Nach 2 Jahren wirkten alle Fotos irgendwie matschig. Konnte ich mir nicht erklären. War kein Sturz.
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Mein Minolta 200/2,8G HS war immer schärfer als mein Sony 70-300G SSM, obwohl es ziemlich genau 20 Jahre älter ist. :roll:
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das hat auch garantiert keine lager aus plaste:top:
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also ich konnte das schon feststellen; gerade durch das Bombardement mit Lichtphotonen hat sich an manchen Stellen schon die Vergütung an den Linsen gelöst. Das sieht teilweise aus wie die Haut nach dem Sonnenbrand. Insofern bin ich dazu übergegangen nur noch im Schatten, bzw. in der Dämmerung zu fotografieren, um die Objektive zu schonen.
Zudem - aber das hängt vom Objektivtyp ab - stelle ich fest, dass der aggressive Fingerschweiß sich am Tubus bemerkbar macht. Inzwischen haben sich an manchen Stellen die Rillen der Fingerkuppen schon regelrecht eingeätzt. Ich halte die Aussage, die Objektive nach 1-2 Jahren komplett erneuern zu müssen für einen groben Auswuchs der Sensationspresse - hauptsache die Qualität hochpushen und Schlagzeilen kassieren. Bei mir halten die keinesfalls so lang, etwas mehr als die Hälfte. Also so ca. 1 Jahr, dann sind Gläser, Tubus und Plaste-Mechanik so ausgelutscht, dass man das bloß noch als Briefbeschwerer verwenden kann. |
Die website sollte sich nicht photoscala sondern photoGALA nennen.
Das sind doch Artikel von Hausfrau zu Hausfrau.:lol: |
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Zu allem Übel kommt noch der Nikotin, welcher sich überall auf den Gläsern bleichmäßig nichtmerkend verteilt was nach Jahren zur Trübheit führt. Gläser ( die eigenen Augen ) woran man sich langsam gewöhnt hat
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Ich besitze (noch) ein Minolta 600/4 APO. Das Schätzchen hat bereits gut 20 Jahre auf dem Buckel. Schon der Vorbesitzer klärte mich auf, daß die Glanzzeit des Objektivs nach erst 3 (!) Jahren vorüber war (aufgrund der soliden Bauweise). Danach war es meßbar fast genau nur noch halb so scharf. Aufgrund des Abriebs während des Fokussierens hat sich das Gewicht des Objektivs von ursprünglich 6,237 Kg auf 6,202 Kg verringert. Es wäre wohl sogar noch mehr gewesen, wenn sich nicht ein Teil des Abrieb-Staubs innen auf den Linsen (für den Laien unerreichbar) festgesetzt hätte, was nicht unerheblich zur Qualitätsminderung beigetragen hat.
Zudem gab der Vorbesitzer mit Bedauern zu, das Objektiv häufig über Stunden in waagerechter Position auf einem Stativ benutzt zu haben, es manchmal gar über Nacht so gelagert zu haben. Wie jeder Foto-Einsteiger es lernt, neigen grade bei großen Objektiven die dort besonders schweren Linsen dazu, sich aufgrund der Schwerkraft richtung Boden (genauer: richtung Erdmittelpunkt) zu verziehen (ähnlich dem Eis eines Gletschers), was auf Dauer zusätzlich zu einer eiförmigen Abbildung aller Motive führt. Ich konnte es dem Vorbesitzer für 200 € abquatschen. Fotografieren ist mit dem Objektiv in der Tat sinnlos. Es findet sein Gnadenbrot in meiner Vitrine. Da das Objektiv doch recht groß und sperrig ist, werde ich es aber beizeiten bei Ebay reinstellen und hoffen, daß jemand bei einem Startgebot von 10 € noch mitbietet. |
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Das ist groß genug, um dadrin Pilze züchten zu können. Immer schön weiterverwerten... (und je nach Pilzsorte kannste dann auch solche Artikel schreiben bei fotoscala...balla...balla) |
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Seitdem verzichte ich auf solch technischen Schnickschnack, lagere die Objektive nach Möglichkeit nur noch stehend und nehme die Kosten für die halbjähliche Blendendurchbiegungskorrektur in Kauf :cry:. |
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Was viele der aktuellen Plastikbomber angeht, ist an den Aussagen IMO durchaus etwas dran denke ich. Billige Fassungen leiern nunmal aus - das muß sich nicht zwingend auf die Optik auswirken (kann aber), aber rutschende oder wackelnde Tuben sind hier ja doch häufiger mal ein Thema. Ein Grund, wieso ich z.B. bei Frage 55-200 oder Ofenrohr nach wie vor eher letzteres empfehle: früher wurden Objektive einfach noch anders gebaut, sie waren schwerer, im Neuzustand teurer und haben ihre Langzeithaltbarkeit längst unter Beweis gestellt (bzw. mögliche Fehler sind bekannt). Insofern ist gerade der letzte Teil des Zitates besonders unsinnig meine ich.
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Von inhaltlichen Fehlern und Widersprüchen abgesehen kann ich die Aussage "Objektivpark ... alle 1-2 Jahre erneuern" nachvollziehen, wenn auch nicht wie vom Autoren(team) gemeint:
wenn ich mir die Langzeithaltbarkeit meines großen Ofenrohrs ansehe und mit einem 70-300 eines Fremdanbieters vergleiche, dann habe ich auch ohne Glaskugel eine Vorstellung davon, welches in 5 Jahren besser dasteht. Bleibt also nur der Verkauf des Plastikteils innerhalb von 3 Jahren, so lange gilt nämlich die Garantie maximal (sofern man sie unmittelbar verlängert hat und Erstbesitzer ist...) oder deutlicher Preisabschlag. Positiv formuliert finde ich es klasse, daß sich für unser DSLR-System so viele alte Optiken noch sinnvoll verwenden lassen und, verglichen mit dem Angebot an neuen Objektiven, zu einem meist angemessenen Preis verfügbar sind. Frank |
Geschäftsidee: Altglas-Entsorgung!
:idea:
Falls sich das Phänomen auch hier im Forum bemerkbar gemacht haben sollte, könnt Ihr ja die solcherart unbrauchbaren älteren Objektive gegen Zahlung einer geringen Gebühr an mich (ich denke da so an 30 - 50 Euro; je nach Größe und Gewicht des Entsorgungsgutes) bei mir abgeben. Ihr seid damit die ganzen alten Zeisse, weißen und schwarzen Riesen, STFs und was es sonst noch alles gibt los und habt dann genug Platz für neue, scharfe Linsen in der Fototasche/Vitrine. Abholung gegen Ersatz der zusätzlich anfallenden Kosten ist möglich. Ggfs. kann man auch über eine Abonnementlösung nachdenken, so dass Ihr Euch in zwei oder drei Jahren, wenn eben die nächste Erneuerung des Objektivparks ansteht, gar nicht erst um die Altglasbeseitigung Gedanken machen müsst. Das ganze kommt schließlich einem guten Zweck zugute ... (nämlich mir!!!) (... na ja, einen Versuch wars wert ...) :roll: :P: |
Langsam rolle ich mich hier vor Lachen ab!
Das Elaborat des Herren auf dem Link ist sowieso schon der Hammer. LG Theo |
der TO hat den artikel allerdings auch falsch zitiert...
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ich weis also nicht wiso ihr so ein ernstes thema ins lächerliche ziehen müsst... ist doch selbstverständlich das alte highend gläser auch heute noch so scharf sind wie am ersten tag, die fallen aber auch nicht unter die kategorie "günstig". wobei man beim 28 135 aus der ofenrohr serie trotz des damals hohen preises aufpassen muss. das war wohl so die zeit als die technischen kunststoffe konkurenzfähig wurden, und die hersteller damit experimentiert haben. mfg |
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Markus |
wenn man das auf die canon linsen bezieht wo man keine usm motoren mehr bekommt stimmt das ja sogar :top:
auch am satz danach sieht man das der autor nicht nur die optische leistung damit meint. Zitat:
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Das Problem der Ersatzteilversorgung hat man doch heute allenthalben. Früher wurden an Bügeleisen Thermostate, Anschlußkabel oder gleich ganze Heizplatten gewechselt, heut zu Tage bekommt man sie ja nicht mal mehr auf.
Das Objektive der billigsten Kategorie, aus billigen Kunststoffen gefertigt, schnell ausgelutschte Schneckengänge haben und deshalb nicht mehr richtig fokussieren, leuchte ein. Dass es auch anders geht, beweist mir Tamron mit dem 90mm Makro. Meines, fast 15 Jahre alt, funktioniert und fokussiert immer noch tadellos. Wenn es nun seinen Geist aufgeben sollte, werde ich zunächst versuchen, es selbst zu reparieren oder ein Kostenvoranschlag von Tamron einholen. Sollte es sich dann nicht mehr lohnen, würde ich ohne mit der Wimper zu zucken, mir das Objektiv neu wieder kaufen. Gruß Wolfgang |
Nach wenigen Monaten ist aber etwas übertrieben... ich denke um ein Objektiv "auszulutschen" muss man es oft und intensiv verwenden.
Bedenkt, dass zu Analogzeiten ein Objektiv niemals soviel aushalten musste wie heute, wo die Kameras 100'000ende von Auslösungen mitmachen müssen, da wird auch das Objektiv dementsprechend beansprucht. Hinzu kommt die schon erwähnte Einsparung von hochwertigen Baustoffen und Ersatzteilen, weil wir heute ja nach geiz-ist-geil-Mentaliät leben müssen :flop: Die einzige schlechte Erfahrung die ich gerade mache ist, dass sich bei meinem 17-50 f/2.8 langsam der Zoomgummiring ablöst, aber zum Glück hab ich Garantie... |
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Ein befreundeter Fotograf hat uralte Zeissoptiken an einer Hasselblad. Sie sind täglich im Einsatz und funktionieren wie am ersten Tag. Dort zeigt sich dann, das Qualität eben ihren Preis hat. Gruß Wolfgang |
Ich denke, Auslöser ist die Wegwerfgesellschaft. Beispiel: Vor kurzem habe ich bei einem Elektrodiscounter mit den Initialien M und M eine Mikrowelle für 69 Euro gekauft. Nach 3 Monaten war die kaputt und ich bin damit also hin zur Servicetheke. Der Servicemitarbeiter meinte nur: "Oh, unter 75 Euro geht bei uns direkt in den Müll, denn der Aufwand mit Versand und Reparatur ist am Ende teurer als ein neues Gerät." :shock::shock:
Ich glaube, dass sich durch die Verbilligung der Produkte und die steigenden Energie- und Lohnkosten (auch weltweit) dieses Problem verschärfen wird. Warum sollen die Hersteller noch Ersatzteile vorhalten für eine Reparatur, die am Ende genaus so teuer wird wie ein neues Produkt. Der Schwellwert für die Entscheidung "Reparatur oder Neu" wird weiter steigen und damit die Hemmschwelle wegzuwerfen weiter sinken. Schlimm genug! Grüße, Jörg |
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Es soll halt alles möglichst günstig sein und dann wundert man sich über Verarbeitungsmängel, immer kürzere Lebenszeiten von Produkten, kurze Produktzyklen usw. Von irgendwas müssen die Produzenten aber auch leben und so muß zwangsläufig an irgendwas gespart werden. Und speziell bei Objektiven ist das zuerst die Qualität der Fassungen, denn gute Bilder kann man prinzipiell auch mit Plastikobjektiven machen. Die große Frage ist halt, wie lange. Ich bin mir sicher, daß es in zwanzig Jahren nicht mehr so viele 50mm /1,8 SAM geben wird, wie es heute noch Minolta 50mm /1,7 gibt (oder sagen wir es wird sich niemand mehr so dafür interessieren), um noch ein Beispiel zu bemühen. |
Ich bekomme hier gerade nen kleinen Schock, Plasticklaufbuchsen und die nächste Besserung ist Messing? Es es dennen etwas zu teuer 2€ mehr für Kugellager auszugeben? Oo
Wären Objektive nicht so kompleziert würde ich selber welche einbauen :top:. Und dann das mit den sich verschiebenden Linsen kann ich auch nicht nachvollziehen, im Modellbau hält man mit 4XM4 Schrauben 3PS im Zaun und die schaffen nicht mal ne 100g Linse in Position zuhalten? Was geht den da ab? Mir ist bewusst das es Verschleiß gibt und das nicht gerade wenig, aber dem kann man doch mit ein paar wenigen Tricks effektiv entgegen steuern (Kugellager,Schmierstoffe, andere Werkstoffe (selbstschmierende Getriebe)). Das mit den Linsen wird denke ich etwas schwieriger zulösen, sollte aber mit den heutige Technicken und vor allem Objektivpreisen möglich sein. Gruß Max PS: Sehe ich da gerade etwas total falsch? |
...aber Objektive lösen sich auf
Die Mechanik innen mag ein Problem sein, aber ich habe erlebt, dass sich meine Sigma-Objektive "aufgelöst" haben: Am 2.8/24 und an einem 3.5/18mm Objektiv löste sich der Kunstoff in Bajonettnähe auf. Beim 18er wurde die sog. "ZEN-Oberfläche" klebrig.
Eine Beschreibung des Phänomens gibt es hier: http://www.danisch.de/blog/2007/07/2...osen-sich-auf/ Der Handgriff meiner Minolta 9xi hat das übrigens auch: Er klebt an der Bodenplatte der Kamera und zieht Fäden. Wie wenn man Kunstharz ohne Härter dazwischengeschmiert hätte. Eine alte (80er Jahre) Sony-Videokamera eines Bekannten fühlt sich an wie ein Schokoladenosterhase in der Sauna: Man kann das Gehäuse mit den Fingern verformen und es zieht aauch Fäden. Also aufgepasst: ganz so weit hergeholt ist das nicht von der Fotoscala. Mit der Langzeitstabilität von manchen Kunststoffen ist es nicht zum Besten bestellt. Vermutlich hat der Journalist was falsch aufgeschnappt und schreibt jetzt halt mal drauf los. |
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Jede Änderung für sich ist vielleicht nur eine Kleinigkeit, aber die Masse macht heutzutage des Geld und summiert kosten die Änderungen dann schon einiges mehr. Und das gerechnet auf ein paar tausend Exemplare ... Auch Faktoren wie Gewicht und Größe spielen eine Rolle und plastik muß auch nicht immer nur billig sein, sondern es hat auch gewisse Vorteile. Wie auch immer, ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen: man muß das ganze Thema schon etwas differenzierter betrachten. |
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ich glaube nicht das ein kugellager da wirkliche vorteile bringen würde. messinglager sind schon mehr als ausreichend, da wird ja ncihts so schnell bewegt das die reibung ein problem darstellt. auserdem müsste man die komplette konstruktion ändern um platz zu haben für kugellager. Zitat:
das ist aber gottseidank ein problem der vergangenheit, moderne hochleistungskunststoffe sind durchaus langzeitstabil. aber ob manche hersteller lieber auf billigere und nicht ganz so stabile kunststoffe zurückgreifen sehen wir dann in 20 jahren:roll: |
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Anscheinend löst sich vieles aus den 80er/90ern auf, hatte mal eine elektronische Casio-Datenbank mit einem möchtegern-Leder-Finish (musste ganz edel ausgesehen haben), das Zeug klebt jetzt auch überall wo man es berührt oder auflegt, kann das noch gesund sein?!
Bei der Ofenrohrgeneration ist das einzig negative dieses weisse Zeug, dass sich bei den geriffelten Griffen/Ringen bildet... ist Sauerstoff so aggressiv? |
bei deinem PVC kunstleder sind das wohl eher die weichmacher die sich verflüchtigen, bzw irgendwelche anderen zuätze die eine zersetzung verhindern sollten.
den ofenrohr riffelgummis wird aber wirklich der sauerstoff (bzw ozon) zu schaffen machen. normalerweise sind die ja nicht dauerhaft der sonne ausgestzt (uv) |
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