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Kabel im Objektiv-Inneren gelöst
Hallo zusammen,
ich habe schon ewig ein Minolta 100/2, welches ich als defekt in der Bucht geangelt habe. Der Defekt macht sich in einer langsamen Blende bemerkbar. Ich kann zwar keine Verölung erkennen, aber irgendsowas wird's sein. Bis Blende 6.3 schließt sie eigentlich nurmal, bzw. kann man sie nutzen, danach schleicht sie. War also noch ganz gut zu gebrauchen. Heute hat's mich dann doch geritten und ich wollte zumindest mal gucken, wieweit ich beim Schrauben komme. Scheinbar ein Fehler, denn kaum hatte ich das Bajonett abgeschraubt, lösten sich zwei kleine Kabel, die von innen angelötet waren. Sie waren innen dort angelötet, wo außen die fünf goldenen Kontakte sind. Leider kann man nicht mehr genau sagen, wo sie hingehören, sonst könnte man sie ja leicht wieder festmachen. Die Sache ist nur... das Objektiv scheint einwandfrei zu funktionieren. Autofokus, Blende, Belichtung, alles wie gehabt. Ich frag mich jetzt also, was ich da kaputtgemacht habe, denn zu Spass waren die Kabel ja sicher nicht da... :oops::?: Hier dann also doch zwei Bilder. Sind leider nicht besonders gut, da fehlt dann doch das Makro. Hier die zwei Kabel: ![]() -> Bild in der Galerie Und da hingen sie dran: ![]() -> Bild in der Galerie |
Sind das wirklich "Kabel" oder ist das so eine flexible orange Leiterbahn?
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Ne, das sind zwei sehr dünne, graue Kabel. Ich könnte ein Bild machen, möchte das Objektiv aber nicht unbedingt nochmal aufmachen... :?
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Ohne Foto ist es schwer, was dazu zu sagen...
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Ich hab dann doch mal noch Bilder gemacht, siehe Startposting.
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Zitat:
Tobi |
Das sind Kabel für den Entfernungsschalter, was immer der macht. Die beiden Lötpunkte kann man auf dem Foto 2 ganz gut erkenen.
Ein Kontakt ist Masse (breites Metallplättchen), der andere muß zurück an das Miniplatinchen. Nur welcher ist was? Kann man das eventuell aus der Biegung der Drähtchen oder ihrer Länge schlußfolgern? Gruß Sven |
Möglicherweise gehören beide Drähte an den ROM-IC.
Ich sehe da an der Pin-Reihe am 3.+4. Pin eine passende Lötstelle. Könntest Du dieses Detail noch etwas größer zeigen? Am Besten so, daß man erkennen kann, wieviele abgebrochene Litzen dort angelötet waren. |
Zitat:
bei einem schalter ist doch die polung egal. hat der 100/2 einen af limiter? oder welchen entfernungsschalter meinst du? |
Danke für den Hinweis, wahrscheinlich hast Du recht mit der Polung.
Leider weiß ich nicht genau, was der macht. Die Linse hat auf jeden Fall keinen beeinflußbaren AF-Limiter. Der Schalter steht auf - <ein> im Bereich unendlich<>2,5m - <aus> im Bereich 2,5m<>Mindestabstand Es handelt sich um eine Art internen Taster (von außen nicht sichtbar), welcher im Zuge des Fokussiervorgangs durch eine "Unebenheit" im sich drehenden Tubus ausgelöst wird. Vielleicht wird der Kamera über die Objektiv-Kontakte damit etwas mitgeteilt? Gruß Sven |
Das hier scheinen die ursprünglichen Kontakte zu sein.
http://www.sonyuserforum.de/galerie/...2_Kontakte.jpg Das Metallplättchen ist klar, bei der Kontaktreihe tippe ich auf Nummer 4. Gruß Sven Ergänzung: Bei genauerem Hinsehen könnte es aber auch der Kontakt senkrecht darunter sein. Müßte man mal etwas größer sehen können. |
Hallo zusammen,
nachdem ich das Objektiv in den letzten Tagen etwas intensiver im Einsatz hatte, kann ich nur sagen, es funktioniert alles unproblematisch. Nur ist mir aufgefallen, dass das Objektiv jetzt einen leichten Frontfokus hat, der mir vorher nie aufgefallen ist. Da der aber absolut konstant und reproduzierbar ist, konnte ich den gut durch die Fokuskorrektur in den Griff kriegen. Scheinbar bin ich mir dem Schreck davongekommen, aber ich werde mal weiter beobachten, wie sich das Objektiv verhält. Das Objektiv hat ja keinen Fokuslimiter, das kann also nicht die Funktion der Kabel gewesen sein. |
Warum lötest Du sie nicht einfach wieder an oder läßt es machen?
Die Stellen sind doch eigentlich ganz gut sichtbar. Und <heldgop> hat vermutlich recht wenn er sagt, daß bei einem Schalter die Polung wurscht ist. Dann müßtest Du erst gar nicht darüber nachdenken, welche Funktion beeinträchtigt ist. Dieser Entfernungsschalter könnte meiner Meinung nach schon was mit dem festgestellten Frontfokus zu tun haben. Gruß Sven |
Ich habe gerade im Service-Manual des Minolta 2/100 nachgeschaut. Laut Manual ist der Schalter von 2,5m bis unendlich auf on und von Nahgrenze bis 2,5m auf off.
Solch einfache Entfernungsencoder habe viele ältere Objektive. Beim Ofenrohr wird die Nahgrenze auch mit einem Schalter an die Kamera übertragen. Roland, solltest Du Interesse an dem Manual haben, dann bitte PN an mich. Das Manual ist kanpp über 3 MB groß. Gruß Michi |
Anlöten wäre sicher kein Problem, nur weiß ich nicht, welches Kabel wohin gehört.
Das mit dem Manual klingt super, PN ist raus :top: |
Wenn Du es an der Biegung bzw. der Lage der beiden einzelnen Adern nicht erkennen kannst (die Lötpunkte sind ja klar, denke ich), dann wirst Du mit dem Servicemanual in der Hand das Objektiv soweit zerlegen müssen, bis Du den Schalter findest, um zu sehen, welcher Draht woher kommt.
Mein Eindruck vom Foto Nummer 1 war, daß es eigentlich ganz gut zu sehen war, welche Ader wohin gehört. Viel Glück und halt uns auf dem Laufenden! Gruß Sven |
wie gesagt, ein schalter hat keine polarität:top:
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Zitat:
Die japanische Industrie hat sehr früh mit der Montage nach "Poka Joke " angefangen. Das bedeutet nichts anderes, als den Mensch als Fehlerquelle durch Vertauschungen, Verdrehungen etc. von Bauteilen auszuschließen, indem z.B. ein Teil nur in einer Lage montierbar ist Derjenige, der dein Objektiv mal zusammengebaut hat, hätte genau dasselbe Problem gehabt, welcher Draht wohin?:D Wenn die Drähte nicht vertauscht werden dürften, hätten sie unterschiedliche Farben! Ausnahmen gibt es zwar immer, aber in diesem Fall würde ich die Drähte einfach anlöten und gut |
Zitat:
Roland, tu' doch was! :lol: <Daumendrück> Gruß Sven |
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