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Tolle Wurst - Gebrauchtkauf Minolta AF 4/70-210 mm
Heute entdeckte ich beim lokalen Fotohändler ein Minolta AF 4/70-210mm für 79 Euro.
Nachdem es hier so über den grünen Klee gelobt wurde, habe ich es mir zeigen lassen und dann gekauft. Zu Hause setzte erstmal die Ernüchterung ein. Super scharf? So, daß es besonderer Erwähnung wert wäre? Kann ich nicht behaupten. Ab Blende 7.1 ist es scharf. Davor nur mäßig. Dafür bekommt man grüne und violette Säume im Doppeldutzend. Die Farben sind gut. Dennoch unterm Strich für mich keine Ergänzung oder Alternative zum SAL75300, das ich auch schrecklich finde. Als ich die Schärfe genauer prüfen wollte und dafür die Blende kontinuierlich weiter schloß, stellte ich fest, daß ab Blende 10 plötzlich alle Bilder extrem überbelichtet waren. Mit einer zweiten Belichtungsreihe konnte ich das verifizieren. Ich habe mir die Blende dann genauer angeschaut und festgestellt, daß sie nicht zu springt, sondern sich nur langsam schließt. Also werde ich am Montag wieder zum Händler gehen und reklamieren. Schade eigentlich ... |
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die Katz waren, denn du hast das Objektiv nur bei offener Blende beurteilt... BG Hans |
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1. Wird in der Objektivdatenbank von vielen ausgesagt, das Objektiv wäre offenblendentauglich. 2. Ist bis Blende 8 eine Steigerung der Schärfe sichtbar. |
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wenn sie das Bild zuvor auch schon zu einem Gutteil mit weitaus größerer, wenn nicht gar, offener Blende belichtet hat. Denk doch wenigstens mal einen Augenblichk darüber nach, bevor du solchen Unsinn verbreitest. BG Hans |
Denke auch, daß hier die eigentlich recht ordentliche Bildqualität durch die verschmutzte Blende "sabotiert" wurde.
Da das Glas von einem Händler gekauft wurde, dürfte es kein Problem sein, es zurückzubringen. Würde ich auch so machen. Kenne das Sony nicht, aber vielleicht stolperst Du ja mal wieder über ein f/4 und gibst dem Teil 'ne Chance. Meines scheint brauchbar. Nutze es zwar nicht so sehr oft, bin aber mit den Bildern in aller Regel zufrieden. Habe mal Bilder mit offener Blende gesucht, aber keine gefunden. Hier mal welche mit f/6.3. Vollbild: http://www.sonyuserforum.de/galerie/...Blende_6.3.JPG Ausschnitt 100% http://www.sonyuserforum.de/galerie/...Ausschnitt.JPG Gruß Sven |
Hallo!
Ich hatte das Ofenrohr auch ne Zeit lang, ein sehr gutes Exemplar dazu. Die Schärfe sollte eigentlich schon sehr gut sein (spätestens einmal abgeblendet), Farbsäume sind bei dem Objektiv aber je nach Lichtsituation mehr oder minder normal. Ich hatte zu dem Zeitpunkt das Ofenrohr und ein altes Sigma 70-300 APO. Das Ofenrohr war schärfer, dafür hatte das Sigma kaum Farbsäume und 90mm mehr Brennweite. Am Ende habe ich beide weggegeben und mir das 100-300 APO zugelegt. Das Ofenrohr ist sehr gut aber nicht überragend, trotzdem hast du wohl nur ein schlechtes Exemplar erwischt, nicht nur was die Blende anbelangt. Bei einem Objektiv diesen Alters bleibt's denke ich einfach nicht aus, dass einige Exemplare schlicht irgendwann verschlissen sind. :zuck: Mehr Glück beim nächsten Mal. |
Ihr habt natürlich alle recht
Montag bin ich beim Händler. Mal gucken, was der mir anbietet.
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Ich habe mir mein Ofenrohr zur D7d gekauft, da war es offenblendentauglich. Hat eine wirklich sehr gute Bildqualität geliefert. An der A700 war die Enttäuschung dann gross. Ich musste mindestens auf 6,3 abblenden, um die gleiche Qualität zu erhalten wie beim 100 - 300mm Apo bei Blende 5,6. Meiner Ansicht nach hat das Ofenrohr an den neuen Senosoren der A700 seinen guten Ruf nicht mehr verdient.
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Das f/4 ist sicher kein "G".
Aber es liefert sehr gute Ergebnisse an meiner A350. Auch ist es mittlerweile sicherlich der Zahn der Zeit, wie Duncan sagt. Bei den in der Bucht angebotenen Exemplaren kann man ja wirklich manchmal nur den Kopf schütteln. Was einem da oft untergejubelt werden soll ... |
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Instandsetzen wird er es bei dem Kaufpreis sicher nicht. |
Das Ofenrohr ist sicherlich kein schlechtes Objektiv, aber vorbehaltlos empfehlen würde ich es heute nicht mehr. Viele der guten Berichte basieren auf Erfahrungen mit der D5D oder der D7D, wo es wirklich gute Ergebnisse geliefert hat. An der A700 zeigen sich die Schwächen jedoch bereits viel deutlicher (an den kleineren hatte ich es noch nie dran).
Der grüne Klee, über den es gelobt wurde, verwelkt auch im Lauf der Zeit... Sein guter Ruf basiert meiner defätistischen Meinung nach heutzutage zum größten Teil nur noch auf der Tatsache, dass es lange das einzige preislich attraktive Mittelklasse-Tele-Zoom gewesen war :P Auch mit einem makellosen Exemplar wirst Du noch etliche der von Dir festgestellten Probleme erkennen können. |
Hi,
das Ofenrohr ist kein Spitzenobjektiv. Aber es ist bei mir auch an der A700 hinreichend scharf, hat schöne Farben und vor allem ein vergleichweise schönes Bokeh. Für 90-110 EUR ist das aus meiner Sicht auch weiterhin alternativlos, wenn man nicht nur auf Schärfe sondern den Gesamtbildeindruck wert legt. Viele Grüße Stephan |
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Da gibt es ein eher gruseliges Beispiel dafür: http://www.sonyuserforum.de/forum/sh...ad.php?t=72981 Und ich hatte mal eines zum Testen, da hat mir auch der Farbfehler im Bokeh überhaupt nicht gefallen.. |
Naja, ich finde es nicht ganz so gruselig.
Außerdem wurde das Bild mit ISO 1600 aufgenommen. Darunter leidet sicher auch das Bokeh. |
Die grünen und violetten Farbsäume haben wohl mit der ISO-Einstellung nichts zu tun, oder?
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Die sind sicher generell nicht so nett und eine Schwäche des Objektivs.
Aber ich sehe im Moment den direkten Zusammenhang zum Bokeh ansich nicht. |
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http://www.sonyuserforum.de/galerie/...h_Ofenrohr.jpg Es entstehen im nichtfokalen Bereich (Bokeh) sehr deutliche Farbsäume. |
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Viele Grüße Stephan |
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Mich interessiert das eher von der technischen Seite, weil es auch bei diesem relativ (im Vergleich zu den f/1,4 Objektiven) lichtschwachen Objektiv offenbar LCAs (Sphärochromatismus) gibt. @Jens, falls er mitliest: ich weiß, ich weiß - mein Lieblingsthema. Bitte schmunzeln und nicht ärgern...:lol::cool: |
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Das 70-210 /4 hat seine Zeit überlebt, muss man leider so sagen. Als ich mit der D7D einstieg, war es als Forentele in Beratungen in aller Munde. Nur ein paar Monate später wandelte sich das in Richtung Sigma 100-300 /4. Mittlerweile sind die Ansprüche wieder gestiegen.
Es wird langsam mal Zeit, dass die Objektivdatenbank an die mittlerweile herrschenden Qualitätsmaßstäbe angepasst wird. Viele Beurteilungen passen nicht mehr zu den heute aktuellen Kameras. Eine Alpha 900 hat 4x soviele Pixel wie eine D7D, eine 700er doppelt so viele. |
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Aber das ist eins dieser unerschöpflichen Themen (ähnlich Schutzfilter, Superzooms, welches ist das beste 50er usw.), über das es wohl immer Diskussionen geben wird, ohne auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen ;) |
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Andreas |
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Mein Ofenrohr 70-210/4 war eigentlich immer ganz ausgezeichnet (sowohl an der A300 wie auch an der A700), auch schon bei Offenblende. Die besondere Stärke liegt im Bereich 75-150mm, bei 210mm war der Kontrast etwas schwächer und das Purple Fringing schlug durch. Schon geringfügiges Abblenden reichte aber, um das PF verschwinden zu und die Kontraste wieder satt erscheinen zu lassen. Bei starken Kontrasten blieben aber hier cyan-magentafarbene CAs sichtbar. Die Auflösung feiner Details ist aber weiterhin ausgezeichnet. Im Vergleich zum 100-300 APO fand ich es in allen gemeinsamen Brennweiten erheblich besser, auch abgeblendet (vermutlich war mein APO aber auch eine Gurke). Im Vergleich zum leichten und kompakten 70-210/3.5.-4.5 war es in den kürzeren Brennweiten deutlich besser, aber auch hier bei 210mm schlechter. Im Vergleich zum Sony 75-300/4.5-5.6 war es durchweg bei Offenblende minimal schlechter, abgeblendet aber wiederum minimal besser. Und zuletzt im Vergleich zum großen Tamron 70-200/2.8 schlug es sich bei Offenblende sehr gut (in etwa gleichwertig), leicht abgeblendet zog das Tamron dann aber doch deutlich davon. Kurz: es spielt ganz vorne in der zweiten Liga der Telezooms für das Minolta-Bajonett. Die Stärke ist der Brennweitenbereich 75-150mm, die Schwäche der lange Grenzwert. Rudolf |
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Das würde ich niemandem einfach so unterstellen wollen. Zurücknehmen muss er es. |
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Ofenrohr-Ära beendet
Ich war vorhin beim Händler, der das Objektiv ohne Diskussion zurückgenommen hat. Entweder sie verschrotten es im Rahmen ihrer Sigma-Aktion oder es wird kurz repariert und dann für 20 oder 30 Euro mehr wieder angeboten.
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Ich hatte mein Ofenrohr für lau bekommen und es für knapp 100 € bei PEGO (Adresse im Servicebereich) reparieren und justieren lassen. Die Ausgabe hat sich - auch durch die Gewährleistung - absolut gelohnt! Einzig der AF ist etwas träge, aber das ist konstruktionsbedingt.
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Bei 135mm f5 schlägt es sich selbst gegen das beste 135iger das Zeiss 1.8/135mm mehr als beachtlich. http://rulerm.com/tests/Top_Alpha_900_Part_2/index.htm Also ich finde so pauschale Verurteilungen immer problematisch, denn Andere machen damit, richtig eingesetzt, absolut Klasse Aufnahmen... BG Hans |
Kann ich bestätigen, nutze das Ofenrohr ebenfalls gerne für Portraits. Das Bokeh ist meiner Meinung nach oft sehr gut und ich mag auch den Microkontrast und vor allem die Farben.
Hatte es schon für unterschiedliche Einsatzgebiete in Gebrauch und es hat mir vielfach gut gefallen. Die PF am langen Ende nerven ein wenig. Und die Bokeh CA kommen bei mir nicht zu oft vor. Mein 70-210 F3.5-4.5 war deutlich schwächer und das 100-400 Apo war im selben Bereich optisch auch nicht wirklich besser. Da fällt mir ein ich hatte auch schon mal ein deutlich schwächeres Ofenrohr mit Violett-Bläulicher Vergütung. Ich glaube da gab es im laufe der Jahre eine Aufwertung. Die Vergütung meines deutlich jüngeren Ofenrohres ist Grün-Bläulich. Beide Objektive hatten keine Dezentrierungen und der AF sass. LG |
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Und es ist wirklich ein sehr gutes Objektiv. Ich mag besonders die extrem leichtgängige Zoomverstellung, die man man mit einem Finger mühelos, z.B. beim Sport ohne den Ausschnitt zu verschieben, mitführen kann. BG Hans |
a-ha!
meines ist violett. Ob die, zwar nicht schlechten, aber auch nicht wirklich begeisternden Ergebnisse damit zusammenhängen?! |
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