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Das Spiegeltele 8/500: eine echte Perle
Hallo Leute,
Dieser neue Thread ist ein Ableger des Walimex-Threads, der etwas offtopic wurde, denn da driftete es in Richtung Sony Spiegeltele. Also hier ein paar Impressionen: Clickclack! Aufgenommen mit der A900 und dem f8/500 Spiegeltele, Autofokus, 1/1250 bei 640 iso aus der Hand. Und etwas EBV aus dem RAW. Man kann ganz anständige Bilder damit machen. Und so störend ist das Kringelbokeh nun auch nicht. Clickclack! Dieser 100% crop aus dem Original-RAW zeigt einen Birkenzweig ca 80 Meter entfernt ganz am Bildrand. Zweige und Blätter sind wirklich scharf, mehr lassen Luft und Restunsicherheit des Autofokus bei f8 nicht zu. Auffallend ist, daß es faktisch keinen Schärfenabfall zu den Rändern gibt und (spiegeltypisch) keinerlei CA. Zum Vergleich. dieser Crop wär bei einem 19"-Bildschirm ein Ausschnitt aus einem Foto von 1,76 mal 1,18 Meter Größe ! :shock: IMHO ist das Spiegeltele 8/500 von SONY eine echte Perle mit hohem Mitnahmewert, so klein und leicht, wie es ist. Viele Grüße, Georg. [Edit by Dat Ei]: Bilder mit einer Dateigröße größer als 50kB bitte nur verlinken und nicht direkt einbinden! |
Zitat:
Warum? Das 8/500 hat zwar Spiegel, aber auch mehrere Linsen! Nur reine Spiegelsysteme sind a prior farbfehlerfrei. Zudem werden in derartigen catadioptrischen Systemen gerne Mangin-Spiegel verwendet. Das sind Spiegel, bei denen nicht die Vorderfläche (wie in der Astronomie üblich), sondern die Rückfläche verspiegelt ist. Damit hat meine eine Glas-Luftfläche mehr zur Korrektur der Bildfehler zur Verfügung. Aber das soll die Freude über dieses Spitzenprodukt nicht schmälern! Ich hätte auch gerne eines...:lol::cool: |
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Abgesehen vom manchmal nicht so schönen Bokeh mag ich es auch. Und Vignettierungen fallen schonmal deutlicher auf. |
Kostenlos? :lol::lol:
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Mh...
Nö :D |
Du bist unfair!
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Muß meine Regierung noch überreden, daß ein gutes Welpen Portrait (Hovawart) nur mit einem 8,0/500mm möglich ist!:roll: Den zukünftigen Welpen liebt meine Frau, das 8,0/500mm auch? Der Welpe ist auf jeden Fall teurer Hier die Glücklichen http://www.album.de/bild/1249793/uns...04-04-2009.cfm |
@ TONI B
Die prinzipielle Konstruktion des Minolta/SONY-Spiegelteles stammt vom Optikkonstrukteur Johannes Flügge, der sich dieses System in den frühen 40gern ausdachte. Wenn man mal genau die Patente von Flügge durchliest und das ganze dann in einem Optikdesign-Programm a la OSLO oder ZEMAX durchrechnet, fällt einem auf, daß sich die chromatische Aberation genau dann aufhebt, wenn Frontlinse (eine ganz schwache Sammellinse) Hauptspiegel (hinten) und Fangspiegel (wieder vorne) aus derselben Glassorte bestehen. Das ist ja gerade die Leistung von Flügge, genau das rausgefunden zu haben. Natürlich gibt es theoretisch noch Rest-CA in den höheren Ordnungen, aber die ist so klein, daß sie im unvermeidlichen Beugungsscheibchen untergeht, denn die Wellenlänge des Lichts ist endlich und damit der Informationsgehat einer hereinkommenden Wellenfront. Siehe auch meinen Birken-Crop. Wo bitte ist da CA ? cheers, Georg |
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Hast du zwei? Oder warum willst du so eine Perle hergeben? |
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Dieses Foto wurde mit einem Minolta 500/8 Spiegeltele gemacht.Ich finde die Leistung überzeugend.
![]() -> Bild in der Galerie |
@Georg
Hast du genauere Unterlagen zu Flügge und seinen Rechnungen? Würde mich sehr interessieren! |
Flügge hat ein tolles Buch geschrieben "Das Photographische Objektiv"; überhaupt über Optik als auch über die optischen Fehler. Im Anhang hat er einen Überblick über eine ganze Menge unterschiedlicher Objektivdesigns und wie diese mit den jeweiligen Fehlern umgegangen sind. Ich hab's nur mal durchgeblättert, aber mich nie intensiv mit auseinandergesetzt. Es stammt allerdings irgendwann aus den 50ern (er ist ja glaube ich in den 70ern verstorben) und hat einiges der späteren Entwicklungen nicht mit drin; ist aber dennoch interessant. Ob er jetzt darin auch über Spiegelkonstruktionen schreibt, ist mir nicht mehr geläufig.
Ich habe übrigens mein 500er auch wieder verkauft. So gut es mir auch gefallen hat (die Vignettierungen, Kontrastschwäche, etc. lassen sich ja relativ gut in den Griff bekommen), aber die Bokehzeichnung hat mir einfach zu viele Bilder versaut. Da nehme ich lieber ein normales Linsenobjektiv, kürzer vielleicht oder mit ein paar anderen Einbußen. Dennoch: angesichts der Preis-Leistungs-Gewichts-Größen-usw.-Verhältnisses ist das ein wirklich sehr gutes Objektiv. Da gab es ja auch schon zig Threads darüber, die alle zum gleichen Ergebnis führten. |
Servus,
was sind eigentlich die Unterschiede zwischen dem alten Minolta AF-Reflex 500 und dem neuen Sony? Also wenn jmd. zufällig beide hat kann er doch mal ne kleine Testreihe schießen:top: |
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So weit man hört keine hinsichtlich der Leistungsparameter. |
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Schau mal in das Buch Fernrohre und ihre Meister von Rolf Riekher. Da gibts ein ganzes Kapitel zu katadioptrischen Optiken. Das ist wirklich ein Standardwerk !
Leider ist das Buch derzeit vergriffen (?), aber es besteht die Chance, es entweder über eine UNI-Bibliothek leihen zu können oder es wird sicher noch mal aufgelegt, Herr Riekher schreibt nämlich fröhlich weiter dran, trotz seiner 86 Lenze :top: Die wunderbare Eigenschaft, daß sich die primäre CA gerade aufhebt, habe ich allerdings selber mit meinem ZEMAX rausgefunden, als ich mal versucht habe, einige Designs von Flügge selber nachzuvollziehen. Seitdem bin ich Flügge-Fan ! Wenn man bedenkt, daß Flügge nur einen Rechenschieber, die Eikonalrechnung (*) und die Seidelsche Fehlertheorie hatte und nicht wie heute Raytracer auf leistungsfähigen Computern ... :oops: (*) für die nicht in der Geschichte der Optikkonstruktion so Bewanderten: das Eikonal ist eine spezielle, für die Optikkonstruktion angepasste Rechenmethode, die Seidelsche Fehlertheorie die Aufspaltung diverser abbildungsfehler wie sphärische Aberation, Längs-CA, Quer-CA, Koma, Astigmatismus, und Bildfeldwölbung sowie Verzeichnung in eine Polynomzerlegung, also direkte (primäre Fehler und dann höhere Fehler n-ter Ordnung. Heute im Zeitalter des Raytracings und der Optimierungsalgorithmen natürlich kalter Kaffee. Oder auch nicht ? Hut ab vor den wirklich kenntnisreichen Minolta-Ingenieuren ! Viele Grüße, wenig CA, Georg |
Hallo,
hier auch noch mal ein paar Beispiele von mir gemacht mit dem Minolta 500er und D7D. Wobei ich sagen muß das mir die Kombination Minolta 500er und D7D besser zusagt. |
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Also ich weiss es nicht:roll: Wenn ich mir die Beispiel Pics ansehe werde ich das Gefühl nicht los, dass hier ein paar User eher bescheidene Ansprüche an die Bildschärfe stellen.
Ich hoffe es kommen noch ein paar richtig scharfe Beispiel Pics. Und falls nicht, dann riskiere ich lieber einen zweifach Konverter an meinem Zuiko 70-300 mm für Mondaufnahmen. Obwohl, das auch Wahnsinn ist - bei so einem lichtschwachen Objektiv noch einen Konverter zu verwenden:roll: Gruß Thomas |
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falls du meine bescheidenen Pics mit dem 500er meinst kannste mir gerne mal ein paar scharfe Pics von dir zeigen.:) |
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Kannst du dir ein Bild dieser Größe vorstellen ? Wir haben es hier mit einem Sensor der Größe 36 * 24 mm zu tun, der wird im Crop auf (virtuelle) 1760 * 1180 mm aufgeblasen, mithin das 49fache. Und was macht die Schärfe dabei ? Ein Pixel ist im Crop 0,3 mm groß, mit dem Nyquist-Kriterium das kleinste aufzulösende Detail 0,6 mm. Und das zeigt das Birken-Crop. Das 8/500 kommt dem Beugungslimit, der absolut harten theoretischen Grenze schon sehr nahe. |
@Pittisoft deine Pics gehen ja noch obwohl ein bisserl klein sind die schon;)
http://www.sonyuserforum.de/galerie/...91012klein.jpg 100% Crop ohne aufzupumpen dafür leicht verkleinert und mit 95% Bildqualität abgespeichert - out of Cam! http://www.sonyuserforum.de/galerie/...091012Crop.jpg @GeorgDittie weniger aufgepumpte Crops sind mir lieber um ein Objektiv beurteilen zu können. mfg Thomas |
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500er Reflex
So nun wieder zurück zum Thema.
Hier mal 2 Beispiele vom Wochenende. Beide mit dem 500er Sony und A900 gemacht. ![]() -> Bild in der Galerie Detail eines Pfaus ![]() -> Bild in der Galerie Perlingskautz Beim Sperlingskautz war sogar noch ein Gitter dazwischen. Beim 500er Reflex ist mit Bildbearbeitung sehr viel rauszuholen, vorallem mit dem Kontrast. Ich hatte früher schon das Minolta, jetzt das Sony (sie sind absolut identisch) Mir gefallen die Kringel, es ist schwierig sie ins rechte Licht zu setzen, aber das macht das ganze sehr spannend. Gruss Steff |
Wenn man weiß wie man die Bilder bearbeiten muß kann man ganz ansehliche Ergebnisse damit erreichen. Hier mal zwei Beispiele mit dem Minolta AF Reflex 500/8 plus verlängerte Geli Marke Eigenbau.
http://www.sonyuserforum.de/galerie/...1017/Adler.jpg http://www.sonyuserforum.de/galerie/...hmusetiger.jpg |
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Die Bilder sind absolut in Ordnung, vor allem die Vögel sind echt ein Hammer. Ich habe das Objektiv selbst, und konnte bisher keine Nachteile erkennen, wenn man mal von den Kringeln im Bokeh absieht. Aber auch die lassen sich oftmals durch geschickte Motivwahl umgehen. |
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meine Zustimmung zu Deiner Meinung. Vor allem weil ThomasF. Bilder des 500 mit einem 300mm-Bild vergleicht... :roll: :roll: |
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Dies nur mal so am Rande. Aber die letzten gezeigten Pics vom Sony Spiegeltele sind O.K. und genau nach meinem Geschmack was die Bildschärfe und Brillianz angeht! mfg Thomas |
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Erkläre mir jetzt bitte mal den Zusammenhang zu dem SAL500/8 hier im Thread. So nun zurück zum Thread. Das 500er gefällt mir auch sehr gut. Kompakt und in meinen Augen eine klasse Leistung. So long Eric |
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Wenn Du mir die Antwort von jrunge in Bezug auf den Thread hier erklärst dann erkläre ich dir meine Antwort.
mfg Thomas |
Hier noch zwei einigermaßen scharfe Bilder:
http://www.sonyuserforum.de/galerie/...023/Luchs1.jpg http://www.sonyuserforum.de/galerie/...023/Luchs3.jpg Sehr störend empfinde ich die Verdoppelung von Linien außerhalb des nur wenige Zentimeter tiefen Schärfebereichs insbesondere auf kurze Distanz. Die Bilder sehen dann verwackelt aus, obwohl sie es nicht sind. Zum Fotografieren von Singvögeln ist es daher nur bedingt geeignet. |
Beim ersten Foto sieht man sehr deutlich das Kringel-förmige Bokeh - typisch für ein Spiegelobjektiv halt. Trotzdem ein sehr schönes Foto (das andere auch). Gemessen am Preis für dieses etwas spezielle Objektiv finde ich das Ergebnis absolut vorzeigbar.
Martin |
moin,
und ein weiterer Vorteil: durch die andere Masseverteilung, der "schwere" Hauptspiegel liegt ja hinten, braucht man zum längeren Ruhighalten kein wochenlanges Hanteltraining. Das "Kleine" ist mühelos aus der Hand benutzbar, natürlich nur bei einigermaßen Licht. Leistungsfähigere 500mm-Objektive lassen dies aufgrund von Größe, Baulänge und Gewicht kaum noch zu... Kostengünstiger und handlicher kommt man jedenfalls nicht bei ordentlicher optischer Qualität an 500 mm, muss dafür aber die prinzipbedingten Nachteile (relativ lichtschwach, feste Blende, "Kringel"-Bokeh, stärkerer Randabfall, geringerer Kontrast, fehlende CA's) in Kauf nehmen. ![]() -> Bild in der Galerie Dies ist ein crop, ca. 50% der Sensorfläche a900. Freihand! Leider nicht perfekt bewegungsscharf, aber trotz Zweigegewirrs noch brauchbares Umfeld. Mir ist bisher noch wenig deutlich besseres gelungen, ich habe aber hier schon Bilder anderer User mit dem Spiegelchen gesehen, die bei ähnlichen Situationen noch ein gutes Stück besser waren! |
Die Unschärfe auf den Zweigen ist aber schon grob :shock:. Sieht ja fast wie eine Doppelbelichtung aus. Ich bin mir da jetzt nicht so sicher, ob ausgerechnet dieses Foto geeignet ist, die Vorzüge/Qualität des Spiegelteles zu illustrieren :roll:.
Martin |
[QUOTE=ddd;821618]die prinzipbedingten Nachteile (..... fehlende CA's) in Kauf nehmen.
Ich sehe fehlende CA's nicht unbedingt als Nachteil an:lol: Was mich wundert. Warum baut Sony denn kein Lichtstärkeres? Von den Russentonnen gibt es ja auch einige mit 6.* er Blenden. |
Ich habe mir überlegt das 500/8 von Sony oder Minolta für Mondfotos zu kaufen.
Ist es dafür einsetzbar oder sind Zooms ala 150-500 + 2xKonverter besser geeignet dafür? Kann man zu dem Spiegeltele noch einen Konverter 2x verwenden? Der Preis (am besten gebraucht) spricht auch für das Objektiv. thx |
Zitat:
Da bietet sich vielleicht dann doch eher eine 1000er Russentonne oder eine Lösung aus der Astrofotografie (adaptiertes Fernrohr o.ä., ich kenne mich da nicht so aus) an. Möglicherweise wäre das sogar günstiger. Die eigentlichen Vorteile des Reflex liegen in dem kompakten "Paket" samt AF, was es zu einem ziemlich universellen und eigentlich auch recht günstigen Supertele macht (der Vorteil ist vor allem, daß man es halt auch mitnimmt ;) ). Es kann vieles und es kann auch vieles sehr gut, aber für bestimmte Anwendungen gibt es sicher Lösungen, die überlegen (aber wahrscheinlich auch teurer) sind. |
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