![]() |
Kit 18-70: beste "Repro"-Brennweite?
Bei welcher Brennweite hat das Kit SAL_18-70 die wenigsten tonnen-/kissenförmigen Verzeichnungen?
Ich muss öfter mal Baupläne ablichten, und möchte so wenig wie möglich entzerren. Alternativ: Hat schon jemand für diese Linse die Autokorrekturdaten für FixFoto? |
Ich denke, dass das 18-70 für diese Aufgabe nicht wirklich geeignet ist. Am kurzen Ende, wo es gute Werte bei Schärfe, Kontrast und Farben liefert, verzeichnet es leider erheblich. Und am langen Ende, wo es nicht mehr sonderlich verzeichnet, ist es dafür flau und bei weitem nicht mehr so scharf...
Ein Kompromiss ließe sich vielleicht höchstens zwischen 35mm und 50mm finden. Ich möchte mal die Vermutung in den Raum stellen, dass Deine A1 - ohne sie tatsächlich zu kennen - sicher besser dafür geeignet ist. |
Die A1 habe ich bisher auch dafür verwendet. Aber 12 MP gegen 5 MP bringen mehr Plan-Details als das Kit auf dem Weg verliert.
|
Zitat:
Zitat:
Tobi |
Zitat:
Das klingt für mich sehr unwahrscheinlich, dass ein so großer Brennweitenbereich verzeichnungsfrei abbildet. Ich habe schon Autokorrekturwerte (FixFoto) für verschiedene Kompakt-Zoomkameras erstellt. Bei denen gab es jeweils nur eine optimale, nahezu verzeichnungsfreie Brennweite. Im Moment fehlt mir nur die Zeit, eine Messreihe mit dem Kit aufzunehmen. Vielleicht hat das schon jemand getan? |
Zitat:
Zitat:
Tobi |
Zitat:
Einige Baupläne sollen als Pixelgrafik im CAD hinterlegt werden. Perspektivisches Verzerren und Skalieren ist kein Problem, solange die Linien möglichst gerade sind. |
Zitat:
Falls du Spielraum nach hinten hast, warum dann nicht das 50/1.7? Gibts für knapp 90€ und eine Tolle Linse. |
EIne Festbrennweite wäre auf lange Sicht bestimmt die beste Alternative, da habe ich noch garnicht dran gedacht. Im Moment habe ich leider nur das Kit-Zoom.
|
Zitat:
In der Mitte des Zoombereichs ist die Verzeichnung von Zoomobjektiven idR. am kleinsten, insofern wird das mit 35-50mm schon gut geschätzt sein. Wirklich absolut exakt kann man das aber eh nur sagen, wenn man für jeden mm Brennweite die exakten Verzeichnungswerte ermittelt, ich kenne jedoch keinen Test, bei dem das gemacht wird. Etwas zu aviel Aufwand, gemessen am Erkenntnisgewinn. Ausgerechnet das 18-70 für Repros zu benutzen, ist ja nun auch eher ungewöhnlich. Ich hätte da z.B. auch Sorge, daß mir der Zoom durchrutscht, wenn das Objektiv senkrecht nach unten zeigt. Zitat:
Zitat:
Was die Frage nach einem Entzerrungsprofil angeht: FixFoto kenne ich nicht so gut, aber für Ptlens (das es auch als standalone Version gibt und das man m.W.n. auch in FixFoto einbinden kann) gibt es ein Profil des 18-70. Und ein Reproständer, falls noch nicht vorhanden, dürfte für so eine Aufgabe Gold wert sein. Denn wenn die Kamera nicht ordentlich ausgerichtet ist, bringt einem auch das verzeichnungsärmste Objektiv wenig. |
Wenn es dir um Verzeichnung geht, schau dir doch einfach mal einen Testbericht von Photozone oder dpreview an.
Da werden ziemlich genau die Werte ermittelt. Also laut dpreview sollte, wie hier schon vermutet, ein wert zwischen 35-50mm der beste sein.... http://www.dpreview.com/lensreviews/..._m15/page3.asp na denn olli |
Zitat:
Achja, falls jetzt jemand was zu dem doofen Testbild sagt: Ja, das ist 'ne Praxisaufnahme. Nach diesem Bild habe ich Decals für das Modell erstellt. Tobi |
Danke für die Antworten.
Bei dpreview sind die Verzeichnungstests nicht mit Beispielen belegt. Die Textaussage ist nur sehr vage, und ich glaube, dass sie falsch ist (gute Ergebnisse bei etwa 35 mm). Bei Photozone (danke Jens, für den Link) gibt es eine grobe, und trotzdem aussagekräftige Reihe, die zeigt bei 18 und 24 mm deutliche tonnenförmige Verzeichnung. Bei 40 mm ist immer noch eine leichte Tonnenform sichtbar, und bei 70 mm ist es eine sehr leichte Kissenform. Die beste Verzeichnungsfreiheit wird bei ca. 60 mm liegen. Im Beispielbild von Tobi (50 mm) ist ebenfalls eine leichte Tonnenform messbar. Eine wellenförmige Verzeichnung wird dem Kit ebenfalls bescheinigt, und die lässt sich ohnehin mit den mir verfügbaren Programmen nicht rausrechnen. Ich werde also zunächst mit 60 mm arbeiten, später vielleicht mit Festbrennweite (wenn sie diesen Test besteht). |
Du solltest aber dabei auch bedenken dass das Kit bei 60mm wohl nicht mehr die Auflösung der A700 erreichen wird, da die Schärfe nach 50mm beim Kit nachlässt. Bei 70mm ists sogar bei ner 6 Megapixel Dynax 5D gut sichtbar und lässt sich auch nicht durch Abblenden korrigieren.
In diesem Fall währst du dann wieder mit deiner A1 besser aufgehoben. Siehe Test von MHohner: http://www.mhohner.de/sony-minolta/18-70_vs_17-35.php |
Bitte sehr: hat meine Testerei doch ab und zu einen Sinn :lol:
http://www.sonyuserforum.de/galerie/...6/KitDist1.jpg Wobei Jens natürlich recht hat: für wirklich gute Repros wirst du um ein Makro nicht herum kommen. Wie groß sind deine Pläne? Meine Tests wurden mit einer Tafel von ca. 100x70cm gemacht - dafür gelten die Werte exakt (und eigentlich auch nur für MEIN Kit). Trotzdem würde ich sagen, dass du mit 50mm am besten fährst. Bei f/8-f/11 ist auch die Schärfe tadellos. Trotz alles Unkenrufe wird auch die Verzeichnung im Nahbereich beim Kit besser - das habe ich aber nur bei 70mm getestet. |
Noch eine Testaufnahme dazu (Kit bei 50mm):
http://www.sonyuserforum.de/galerie/...70Dist50_1.JPG Die leichten Wellen, die zu sehen sind, kommen von der Vorlage, die sich teilweise von der Unterlage (durch die Hitze der Lampen) gelöst hatte. Ich habs trotzdem für diesen Thread genommen, um aufzuzeigen, dass nicht nur das Objektiv eine Rolle spielt. Wenn es sich vielleicht um gefaltete Pläne handelt, kommen andere Probleme ins Spiel: wie bekommt man das Ding perfekt plan? Zu FixFoto: beim Kit und 50mm braucht man keine Korrekturwerte. Ich geb auch keine fixen Werte ein, sondern spiel mich mit den Schiebereglern bis mir das Bild gefällt. Noch dazu wo die Verzeichnung bei jedem Objektiv, bei jeder Brennweite und bei jedem Aufnahmeabstand leicht verschieden ist. Ein fixer Wert hätte da mMn wenig Sinn. Die Werte, die in PTLens vorhanden sind, funktionieren bei Landschaftsaufnahmen sehr gut - trotzdem nehm ich meist FixFoto... |
Zitat:
Zitat:
Tobi |
Zitat:
Zitat:
|
Zitat:
Danke nochmal an alle. Die Antworten und Beispiele sind sehr aufschlussreich und werden sicherlich meine Entscheidung für den nächsten Objektivkauf beeinflussen (und beschleunigen!). |
Zitat:
|
[QUOTE=der_knipser;660651]Danke für die Antworten.
Bei dpreview sind die Verzeichnungstests nicht mit Beispielen belegt. Die Textaussage ist nur sehr vage, und ich glaube, dass sie falsch ist (gute Ergebnisse bei etwa 35 mm). ...............QUOTE] Huhu knipser, dann hast du wohl dieses interaktive-flash-dingens nicht genauer angeschaut. Da kannst du die Darstellung auf "distortion" umschalten und hast Zahlen und eine optische Umsetzung mit Gitterlinien. Olli PS: manno, gerade erst gesehen das der hinweis auf flash schon kam.... also ist ja schon alles klaro |
Zitat:
Repros mit dem 18-70 machen zu wollen, aber gleichzeitig 0,05% Verzeichnung zu monieren finde ich irgendwie widersprüchlich... |
Übrigens entsprechen diese 0,05% gerade mal 2-3 Pixel bei der A700. Das muss ein Objektiv einmal von der Schärfe her hergeben. (Wobei die Vorlage von Tobi nicht ideal war für eine Messung...)
Mein 1,7/50 hat eine Verzeichnung von 0,27% und auch das ist defacto nicht erkennbar. |
Zitat:
"Repro" hatte ich absichtlich in Anführungszeichen gesetzt, wohl wissend, dass meine Linse und die Aufnahmemöglichkeiten für echte Repros ungeeignet sind. Trotzdem wollte ich gerne wissen, wie ich das vorhandene Objektiv bestmöglich nutzen kann, damit ich nicht völlig daneben liege. Dank eurer Hilfe konnte ich mir über die Eigenschaften des Kit-Objektivs einen guten Überblick verschaffen, und bin wieder ein Stückchen klüger als gestern. :top: |
Hi Knipser
ich habe das hier mit Interesse verfolgt, weil ich auch häufig Repros mache. Bei mir sind es aber meistens Gemälde oder zeichnungen (also Kunst) und unter sehr unterschiedlichen Bedingungen. Manches muss vor Ort von der Wand abfotografiert werden, meistens sind die Sachen viel zu groß für einen Repro-Ständer. Und bei mir geht es eher um Farbgetreue Widergabe, Verzeichnung spielt meistens keine Rolle. Daher bin ich jetzt mal neugierig: Wie groß sind denn Deine Vorlagen so ? Peter |
Zitat:
Es könnte zwar auch bei der Verzeichnung gewisse Abweichungen zwischen verschiedenen Objektivexemplare des gleichen Typs geben, da das aber weniger eine Frage der Justage usw., als vielmehr des grundsätzlichen Aufbaus, der Rechnung usw. eines Objektivs ist, werden diese exemplarischen Abweichungen jedoch absolut vernachlässigbar sein. Will sagen: ein 50mm /1,7 wird -bei gleichem Abstand, gleichem Motiv, gleicher Blende usw.- auch gleich verzeichnen wie ein anderes 50mm /1,7. |
Hi Peter,
meine Vorlagen reichen von DIN A4 bis A0. Ich bin Zimmermann und plane Holzkonstruktionen mit CAD. Die Vorgaben, die ich dafür bekomme, sind sehr unterschiedlich. Im besten Fall bekomme ich Zeichnungen im pdf- oder dwg/dxf-Format. In vielen Fällen sind es nur Papierausdrucke in den genannten Größen, und gelegentlich hat nur der Maurer einen "Original-Plan" an der Baustelle, und der Architekt wurde schon verjagt... Die Papierpläne, die ich bekomme, sende ich meistens wieder zurück an meine Auftraggeber, und behalte nur eine elektronische Kopie für mein Archiv. So hält sich der Bedarf an Leitz-Ordnern in überschaubaren Grenzen. Die meisten Foto-"Kopien" werden nie wieder gebraucht, aber das weiß man vorher nie. Manchmal lege ich so ein Bild unter den CAD-Plan, um grob die Plausibilität zu prüfen, und manchmal, um nicht vermaßte Kanten aus dem Plan zu entnehmen. Für gewisse Zwecke (z.B. Ansichtspläne) ist diese Methode genau genug. Oft messe ich vor Ort den Bestand, damit ich eine genaue Grundlage für die Konstruktion habe. Von einer bestehenden Fassade messe ich nur die Eckpunkte, und unterlege später ein Fassadenfoto. Oft ist es so, dass Dachgauben oder Dachflächenfenster fluchtgerecht über vorhandenen Fensteröffnungen sitzen sollen. Aus einem unverzerrten Foto kann man diese Maße schnell und ausreichend genau ermitteln. |
Zitat:
Ich wollte nur darauf hinweisen, dass mir der Wert von 0,05% von Tobis Bild zu wenig vorkommt. Aber wie gesagt: die Vorlage ist nicht für eine gute Messung geeignet. Da wollte ich nur "beweisen", dass es keine sichtbare Verzeichnung in Tobis Bild gibt - auch wenn es "knipser" gesehen haben will. Und 0,3% sind ohnehin ein realistischer Wert für das 1,7/50! Das neue Sony 1,4/50 hat bei photozone soagr 0,63%. |
Zitat:
|
Für den Einsatz im Büro ist das sicher eine gute Lösung. An der Baustelle kann ich auf ein Zoom nicht verzichten.
|
Zitat:
|
Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 22:25 Uhr. |