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der_knipser 22.05.2008 22:38

Kit 18-70: beste "Repro"-Brennweite?
 
Bei welcher Brennweite hat das Kit SAL_18-70 die wenigsten tonnen-/kissenförmigen Verzeichnungen?
Ich muss öfter mal Baupläne ablichten, und möchte so wenig wie möglich entzerren.

Alternativ: Hat schon jemand für diese Linse die Autokorrekturdaten für FixFoto?

-TM- 22.05.2008 22:45

Ich denke, dass das 18-70 für diese Aufgabe nicht wirklich geeignet ist. Am kurzen Ende, wo es gute Werte bei Schärfe, Kontrast und Farben liefert, verzeichnet es leider erheblich. Und am langen Ende, wo es nicht mehr sonderlich verzeichnet, ist es dafür flau und bei weitem nicht mehr so scharf...
Ein Kompromiss ließe sich vielleicht höchstens zwischen 35mm und 50mm finden.

Ich möchte mal die Vermutung in den Raum stellen, dass Deine A1 - ohne sie tatsächlich zu kennen - sicher besser dafür geeignet ist.

der_knipser 22.05.2008 22:52

Die A1 habe ich bisher auch dafür verwendet. Aber 12 MP gegen 5 MP bringen mehr Plan-Details als das Kit auf dem Weg verliert.

Tobi. 22.05.2008 23:17

Zitat:

Zitat von der_knipser (Beitrag 660611)
Bei welcher Brennweite hat das Kit SAL_18-70 die wenigsten tonnen-/kissenförmigen Verzeichnungen?
Ich muss öfter mal Baupläne ablichten, und möchte so wenig wie möglich entzerren.

Ich schließe mich den 35-50mm an.
Zitat:

Alternativ: Hat schon jemand für diese Linse die Autokorrekturdaten für FixFoto?
Gibts keine fürs Minolta? Die Optik ist ja die gleiche, und das ist nun schon einige Jahre verfügbar.

Tobi

der_knipser 23.05.2008 00:09

Zitat:

Zitat von Tobi. (Beitrag 660627)
Ich schließe mich den 35-50mm an.

Gemessen? Oder nur vermutet?

Das klingt für mich sehr unwahrscheinlich, dass ein so großer Brennweitenbereich verzeichnungsfrei abbildet. Ich habe schon Autokorrekturwerte (FixFoto) für verschiedene Kompakt-Zoomkameras erstellt. Bei denen gab es jeweils nur eine optimale, nahezu verzeichnungsfreie Brennweite.

Im Moment fehlt mir nur die Zeit, eine Messreihe mit dem Kit aufzunehmen. Vielleicht hat das schon jemand getan?

Tobi. 23.05.2008 00:13

Zitat:

Zitat von der_knipser (Beitrag 660635)
Gemessen? Oder nur vermutet?

Fotos angesehen...
Zitat:

Das klingt für mich sehr unwahrscheinlich, dass ein so großer Brennweitenbereich verzeichnungsfrei abbildet. Ich habe schon Autokorrekturwerte (FixFoto) für verschiedene Kompakt-Zoomkameras erstellt. Bei denen gab es jeweils nur eine optimale, nahezu verzeichnungsfreie Brennweite.
Nicht: 'Zwischen 35 und 50mm ist es optimal' sondern: 'Wenn überhaupt, dann zwischen 35 und 50mm, denn da ist es in Ordnung'.

Tobi

der_knipser 23.05.2008 00:26

Zitat:

Zitat von Tobi. (Beitrag 660637)
Fotos angesehen...

Der optische Eindruck ist mir nicht genau genug. Etwas wirklich Gemessenes könnte ich schon brauchen.

Einige Baupläne sollen als Pixelgrafik im CAD hinterlegt werden. Perspektivisches Verzerren und Skalieren ist kein Problem, solange die Linien möglichst gerade sind.

TommyK 23.05.2008 00:27

Zitat:

Zitat von der_knipser (Beitrag 660635)
Gemessen? Oder nur vermutet?

Das klingt für mich sehr unwahrscheinlich, dass ein so großer Brennweitenbereich verzeichnungsfrei abbildet. Ich habe schon Autokorrekturwerte (FixFoto) für verschiedene Kompakt-Zoomkameras erstellt. Bei denen gab es jeweils nur eine optimale, nahezu verzeichnungsfreie Brennweite.

Im Moment fehlt mir nur die Zeit, eine Messreihe mit dem Kit aufzunehmen. Vielleicht hat das schon jemand getan?

Ich schätze mal wenn du unbedingt Verzeichnugsfreiheit brauchst, währe evtl. ein neues Objektiv fällig. Am besten wohl eine Festrennweite der 2.0 Klasse wie das 35/2 oder eins der etwas weitwinkligeren damit du nicht so weit weg musst. Beim Budjet der A700 dürfte das drin sein.

Falls du Spielraum nach hinten hast, warum dann nicht das 50/1.7? Gibts für knapp 90€ und eine Tolle Linse.

der_knipser 23.05.2008 00:35

EIne Festbrennweite wäre auf lange Sicht bestimmt die beste Alternative, da habe ich noch garnicht dran gedacht. Im Moment habe ich leider nur das Kit-Zoom.

Jens N. 23.05.2008 00:41

Zitat:

Zitat von der_knipser (Beitrag 660639)
Der optische Eindruck ist mir nicht genau genug. Etwas wirklich Gemessenes könnte ich schon brauchen.

Schau mal bei Photozone.de, da müsste es Messwerte für unterschiedliche Brennweiten geben. Ich komme allerdings momentan nicht auf die betreffende Seite im Review des 18-70 - Error 404.

In der Mitte des Zoombereichs ist die Verzeichnung von Zoomobjektiven idR. am kleinsten, insofern wird das mit 35-50mm schon gut geschätzt sein. Wirklich absolut exakt kann man das aber eh nur sagen, wenn man für jeden mm Brennweite die exakten Verzeichnungswerte ermittelt, ich kenne jedoch keinen Test, bei dem das gemacht wird. Etwas zu aviel Aufwand, gemessen am Erkenntnisgewinn. Ausgerechnet das 18-70 für Repros zu benutzen, ist ja nun auch eher ungewöhnlich. Ich hätte da z.B. auch Sorge, daß mir der Zoom durchrutscht, wenn das Objektiv senkrecht nach unten zeigt.

Zitat:

Zitat von TommyK (Beitrag 660640)
Ich schätze mal wenn du unbedingt Verzeichnugsfreiheit brauchst, währe evtl. ein neues Objektiv fällig. Am besten wohl eine Festrennweite der 2.0 Klasse wie das 35/2 oder eins der etwas weitwinkligeren damit du nicht so weit weg musst.

WW und möglichst wenig Verzeichnungen schließen sich allerdings aus, auch bei den Festbrennweiten. So gut das 35mm /2 auch ist, aber auch das verzeichnet leicht (auch sichtbar).

Zitat:

Falls du Spielraum nach hinten hast, warum dann nicht das 50/1.7? Gibts für knapp 90€ und eine Tolle Linse.
Ich würde auch ein 50er empfehlen, idealerweise gleich ein Makro, ggf. für Detailaufnahmen. Schärfer und verzeichnungsärmer als das Kitobjektiv wird das allemal, dazu hast du auch noch weniger Farbsäume, die bei deinem Vorhaben ebenfalls stören können.

Was die Frage nach einem Entzerrungsprofil angeht: FixFoto kenne ich nicht so gut, aber für Ptlens (das es auch als standalone Version gibt und das man m.W.n. auch in FixFoto einbinden kann) gibt es ein Profil des 18-70.

Und ein Reproständer, falls noch nicht vorhanden, dürfte für so eine Aufgabe Gold wert sein. Denn wenn die Kamera nicht ordentlich ausgerichtet ist, bringt einem auch das verzeichnungsärmste Objektiv wenig.

Ardbeg 23.05.2008 00:46

Wenn es dir um Verzeichnung geht, schau dir doch einfach mal einen Testbericht von Photozone oder dpreview an.

Da werden ziemlich genau die Werte ermittelt.
Also laut dpreview sollte, wie hier schon vermutet, ein wert zwischen 35-50mm der beste sein....
http://www.dpreview.com/lensreviews/..._m15/page3.asp

na denn
olli

Tobi. 23.05.2008 00:47

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 660645)
Ich würde auch ein 50er empfehlen, idealerweise gleich ein Makro, ggf. für Detailaufnahmen. Schärfer und verzeichnungsärmer als das Kitobjektiv wird das allemal, dazu hast du auch noch weniger Farbsäume, die bei deinem Vorhaben ebenfalls stören können.

Mal so in die Runde: Dieses Bild habe ich mit dem 50/1,7 aufgenommen. Etwas doof ist nun, dass das Bild leicht gedreht ist. Trotzdem kann man IMHO gut erkennen, dass die Verzeichnung vernachlässigbar ist.

Achja, falls jetzt jemand was zu dem doofen Testbild sagt: Ja, das ist 'ne Praxisaufnahme. Nach diesem Bild habe ich Decals für das Modell erstellt.

Tobi

der_knipser 23.05.2008 01:38

Danke für die Antworten.
Bei dpreview sind die Verzeichnungstests nicht mit Beispielen belegt. Die Textaussage ist nur sehr vage, und ich glaube, dass sie falsch ist (gute Ergebnisse bei etwa 35 mm).

Bei Photozone (danke Jens, für den Link) gibt es eine grobe, und trotzdem aussagekräftige Reihe, die zeigt bei 18 und 24 mm deutliche tonnenförmige Verzeichnung. Bei 40 mm ist immer noch eine leichte Tonnenform sichtbar, und bei 70 mm ist es eine sehr leichte Kissenform. Die beste Verzeichnungsfreiheit wird bei ca. 60 mm liegen.

Im Beispielbild von Tobi (50 mm) ist ebenfalls eine leichte Tonnenform messbar.

Eine wellenförmige Verzeichnung wird dem Kit ebenfalls bescheinigt, und die lässt sich ohnehin mit den mir verfügbaren Programmen nicht rausrechnen.

Ich werde also zunächst mit 60 mm arbeiten, später vielleicht mit Festbrennweite (wenn sie diesen Test besteht).

TommyK 23.05.2008 02:14

Du solltest aber dabei auch bedenken dass das Kit bei 60mm wohl nicht mehr die Auflösung der A700 erreichen wird, da die Schärfe nach 50mm beim Kit nachlässt. Bei 70mm ists sogar bei ner 6 Megapixel Dynax 5D gut sichtbar und lässt sich auch nicht durch Abblenden korrigieren.

In diesem Fall währst du dann wieder mit deiner A1 besser aufgehoben.
Siehe Test von MHohner: http://www.mhohner.de/sony-minolta/18-70_vs_17-35.php

TONI_B 23.05.2008 07:24

Bitte sehr: hat meine Testerei doch ab und zu einen Sinn :lol:

http://www.sonyuserforum.de/galerie/...6/KitDist1.jpg

Wobei Jens natürlich recht hat: für wirklich gute Repros wirst du um ein Makro nicht herum kommen.

Wie groß sind deine Pläne? Meine Tests wurden mit einer Tafel von ca. 100x70cm gemacht - dafür gelten die Werte exakt (und eigentlich auch nur für MEIN Kit). Trotzdem würde ich sagen, dass du mit 50mm am besten fährst. Bei f/8-f/11 ist auch die Schärfe tadellos.

Trotz alles Unkenrufe wird auch die Verzeichnung im Nahbereich beim Kit besser - das habe ich aber nur bei 70mm getestet.

TONI_B 23.05.2008 07:44

Noch eine Testaufnahme dazu (Kit bei 50mm):
http://www.sonyuserforum.de/galerie/...70Dist50_1.JPG

Die leichten Wellen, die zu sehen sind, kommen von der Vorlage, die sich teilweise von der Unterlage (durch die Hitze der Lampen) gelöst hatte. Ich habs trotzdem für diesen Thread genommen, um aufzuzeigen, dass nicht nur das Objektiv eine Rolle spielt. Wenn es sich vielleicht um gefaltete Pläne handelt, kommen andere Probleme ins Spiel: wie bekommt man das Ding perfekt plan?

Zu FixFoto: beim Kit und 50mm braucht man keine Korrekturwerte. Ich geb auch keine fixen Werte ein, sondern spiel mich mit den Schiebereglern bis mir das Bild gefällt. Noch dazu wo die Verzeichnung bei jedem Objektiv, bei jeder Brennweite und bei jedem Aufnahmeabstand leicht verschieden ist. Ein fixer Wert hätte da mMn wenig Sinn.

Die Werte, die in PTLens vorhanden sind, funktionieren bei Landschaftsaufnahmen sehr gut - trotzdem nehm ich meist FixFoto...

Tobi. 23.05.2008 08:42

Zitat:

Zitat von der_knipser (Beitrag 660651)
Danke für die Antworten.
Bei dpreview sind die Verzeichnungstests nicht mit Beispielen belegt. Die Textaussage ist nur sehr vage, und ich glaube, dass sie falsch ist (gute Ergebnisse bei etwa 35 mm).

Schalt mal Flash an, dann siehst du auch Bilder.
Zitat:

Im Beispielbild von Tobi (50 mm) ist ebenfalls eine leichte Tonnenform messbar.
Du hast aber schon gelesen, dass das Bild mit einem 50/1,7 aufgenommen wurde, oder?

Tobi

TONI_B 23.05.2008 09:20

Zitat:

Zitat von der_knipser (Beitrag 660651)
Im Beispielbild von Tobi (50 mm) ist ebenfalls eine leichte Tonnenform messbar.

Wie hast du das gemessen? Ich hab das Bild von Tobi mit Imatest vermessen und komme auf 0,05% (=in der Praxis nicht sichtbar!)

Zitat:

Zitat von der_knipser (Beitrag 660651)
Eine wellenförmige Verzeichnung wird dem Kit ebenfalls bescheinigt, und die lässt sich ohnehin mit den mir verfügbaren Programmen nicht rausrechnen. Ich werde also zunächst mit 60 mm arbeiten, später vielleicht mit Festbrennweite (wenn sie diesen Test besteht).

Wie du meinem Diagramm entnehmen kannst, sollte bei 50mm beim Kit die Verzeichnung am geringsten sein. Eine starke wellenförmige Verzeichnung gibt es beim Kit sicher nicht und schon gar nicht bei 50mm.

der_knipser 23.05.2008 09:29

Zitat:

Zitat von Tobi. (Beitrag 660677)
Schalt mal Flash an, dann siehst du auch Bilder....

Du hast mir die Augen geöffnet. :oops::oops:

Danke nochmal an alle. Die Antworten und Beispiele sind sehr aufschlussreich und werden sicherlich meine Entscheidung für den nächsten Objektivkauf beeinflussen (und beschleunigen!).

der_knipser 23.05.2008 09:34

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 660685)
Wie hast du das gemessen? Ich hab das Bild von Tobi mit Imatest vermessen und komme auf 0,05% (=in der Praxis nicht sichtbar!)

Ich habe das Bild im Browser bildschirmfüllend vergrößert und ein gerades Lineal drangehalten. Die äußeren Linien sind ein wenig tonnenförmig, und die Mittellinien sind (naturgemäß) gerade. Das ist keine professionelle Methode, aber für einen ersten Eindruck reicht es aus.

Ardbeg 23.05.2008 09:37

[QUOTE=der_knipser;660651]Danke für die Antworten.
Bei dpreview sind die Verzeichnungstests nicht mit Beispielen belegt. Die Textaussage ist nur sehr vage, und ich glaube, dass sie falsch ist (gute Ergebnisse bei etwa 35 mm).
...............QUOTE]

Huhu knipser,

dann hast du wohl dieses interaktive-flash-dingens nicht genauer angeschaut. Da kannst du die Darstellung auf "distortion" umschalten und hast Zahlen und eine optische Umsetzung mit Gitterlinien.


Olli

PS: manno, gerade erst gesehen das der hinweis auf flash schon kam.... also ist ja schon alles klaro

Jens N. 23.05.2008 09:53

Zitat:

Zitat von der_knipser (Beitrag 660695)
Ich habe das Bild im Browser bildschirmfüllend vergrößert und ein gerades Lineal drangehalten.

Auf 'nem TFT hoffe ich doch? Röhrenmonitore sind ja selten frei von eigenen Geometrieproblemen. Ich kann bei Tobis Bild mit der Methode jedenfalls keine relevanten Verzeichnungen finden. Absolut verzeichnungsfrei ist sowieso kaum ein Objektiv. Optimiert im Hinblick auf Verzeichnungsfreiheit sind idR. Makroobjektive und hier speziell die 50er, weil man sowas auch üblicherweise für solche Aufgaben nimmt.

Repros mit dem 18-70 machen zu wollen, aber gleichzeitig 0,05% Verzeichnung zu monieren finde ich irgendwie widersprüchlich...

TONI_B 23.05.2008 10:15

Übrigens entsprechen diese 0,05% gerade mal 2-3 Pixel bei der A700. Das muss ein Objektiv einmal von der Schärfe her hergeben. (Wobei die Vorlage von Tobi nicht ideal war für eine Messung...)

Mein 1,7/50 hat eine Verzeichnung von 0,27% und auch das ist defacto nicht erkennbar.

der_knipser 23.05.2008 10:34

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 660702)
Auf 'nem TFT hoffe ich doch?

....

Repros mit dem 18-70 machen zu wollen, aber gleichzeitig 0,05% Verzeichnung zu monieren finde ich irgendwie widersprüchlich...

Natürlich TFT!

"Repro" hatte ich absichtlich in Anführungszeichen gesetzt, wohl wissend, dass meine Linse und die Aufnahmemöglichkeiten für echte Repros ungeeignet sind. Trotzdem wollte ich gerne wissen, wie ich das vorhandene Objektiv bestmöglich nutzen kann, damit ich nicht völlig daneben liege.

Dank eurer Hilfe konnte ich mir über die Eigenschaften des Kit-Objektivs einen guten Überblick verschaffen, und bin wieder ein Stückchen klüger als gestern. :top:

PeterHadTrapp 23.05.2008 11:14

Hi Knipser

ich habe das hier mit Interesse verfolgt, weil ich auch häufig Repros mache. Bei mir sind es aber meistens Gemälde oder zeichnungen (also Kunst) und unter sehr unterschiedlichen Bedingungen. Manches muss vor Ort von der Wand abfotografiert werden, meistens sind die Sachen viel zu groß für einen Repro-Ständer. Und bei mir geht es eher um Farbgetreue Widergabe, Verzeichnung spielt meistens keine Rolle.

Daher bin ich jetzt mal neugierig: Wie groß sind denn Deine Vorlagen so ?

Peter

Jens N. 23.05.2008 11:21

Zitat:

Zitat von TONI_B (Beitrag 660707)
Mein 1,7/50 hat eine Verzeichnung von 0,27%

Das wird allerdings weniger mit "deinem 50er" (also dem Exemplar, bzw. einer Serienstreuung) zu tun haben, als vielmehr mit dem Abstand und -bei absolut gesehen so geringen Werten- sicher auch mit der Vorlage.

Es könnte zwar auch bei der Verzeichnung gewisse Abweichungen zwischen verschiedenen Objektivexemplare des gleichen Typs geben, da das aber weniger eine Frage der Justage usw., als vielmehr des grundsätzlichen Aufbaus, der Rechnung usw. eines Objektivs ist, werden diese exemplarischen Abweichungen jedoch absolut vernachlässigbar sein.

Will sagen: ein 50mm /1,7 wird -bei gleichem Abstand, gleichem Motiv, gleicher Blende usw.- auch gleich verzeichnen wie ein anderes 50mm /1,7.

der_knipser 23.05.2008 12:25

Hi Peter,

meine Vorlagen reichen von DIN A4 bis A0.

Ich bin Zimmermann und plane Holzkonstruktionen mit CAD. Die Vorgaben, die ich dafür bekomme, sind sehr unterschiedlich. Im besten Fall bekomme ich Zeichnungen im pdf- oder dwg/dxf-Format. In vielen Fällen sind es nur Papierausdrucke in den genannten Größen, und gelegentlich hat nur der Maurer einen "Original-Plan" an der Baustelle, und der Architekt wurde schon verjagt...
Die Papierpläne, die ich bekomme, sende ich meistens wieder zurück an meine Auftraggeber, und behalte nur eine elektronische Kopie für mein Archiv. So hält sich der Bedarf an Leitz-Ordnern in überschaubaren Grenzen. Die meisten Foto-"Kopien" werden nie wieder gebraucht, aber das weiß man vorher nie.
Manchmal lege ich so ein Bild unter den CAD-Plan, um grob die Plausibilität zu prüfen, und manchmal, um nicht vermaßte Kanten aus dem Plan zu entnehmen. Für gewisse Zwecke (z.B. Ansichtspläne) ist diese Methode genau genug.

Oft messe ich vor Ort den Bestand, damit ich eine genaue Grundlage für die Konstruktion habe. Von einer bestehenden Fassade messe ich nur die Eckpunkte, und unterlege später ein Fassadenfoto. Oft ist es so, dass Dachgauben oder Dachflächenfenster fluchtgerecht über vorhandenen Fensteröffnungen sitzen sollen.
Aus einem unverzerrten Foto kann man diese Maße schnell und ausreichend genau ermitteln.

TONI_B 23.05.2008 12:34

Zitat:

Zitat von Jens N. (Beitrag 660730)
Das wird allerdings weniger mit "deinem 50er" (also dem Exemplar, bzw. einer Serienstreuung) zu tun haben, als vielmehr mit dem Abstand und -bei absolut gesehen so geringen Werten- sicher auch mit der Vorlage.

Es könnte zwar auch bei der Verzeichnung gewisse Abweichungen zwischen verschiedenen Objektivexemplare des gleichen Typs geben, da das aber weniger eine Frage der Justage usw., als vielmehr des grundsätzlichen Aufbaus, der Rechnung usw. eines Objektivs ist, werden diese exemplarischen Abweichungen jedoch absolut vernachlässigbar sein.

Will sagen: ein 50mm /1,7 wird -bei gleichem Abstand, gleichem Motiv, gleicher Blende usw.- auch gleich verzeichnen wie ein anderes 50mm /1,7.

Ganz klar, wobei es natürlich schon Serienstreuungen gibt - die sich zugegebenermaßen bei der Verzeichnung weniger krass auswirken wie bei der Schärfe/Dezentrierung!

Ich wollte nur darauf hinweisen, dass mir der Wert von 0,05% von Tobis Bild zu wenig vorkommt. Aber wie gesagt: die Vorlage ist nicht für eine gute Messung geeignet. Da wollte ich nur "beweisen", dass es keine sichtbare Verzeichnung in Tobis Bild gibt - auch wenn es "knipser" gesehen haben will.

Und 0,3% sind ohnehin ein realistischer Wert für das 1,7/50! Das neue Sony 1,4/50 hat bei photozone soagr 0,63%.

TONI_B 23.05.2008 12:37

Zitat:

Zitat von der_knipser (Beitrag 660757)
Hi Peter,

meine Vorlagen reichen von DIN A4 bis A0.

Ich bin Zimmermann und plane Holzkonstruktionen mit CAD. Die Vorgaben, die ich dafür bekomme, sind sehr unterschiedlich. Im besten Fall bekomme ich Zeichnungen im pdf- oder dwg/dxf-Format. In vielen Fällen sind es nur Papierausdrucke in den genannten Größen, und gelegentlich hat nur der Maurer einen "Original-Plan" an der Baustelle, und der Architekt wurde schon verjagt...
Die Papierpläne, die ich bekomme, sende ich meistens wieder zurück an meine Auftraggeber, und behalte nur eine elektronische Kopie für mein Archiv. So hält sich der Bedarf an Leitz-Ordnern in überschaubaren Grenzen. Die meisten Foto-"Kopien" werden nie wieder gebraucht, aber das weiß man vorher nie.
Manchmal lege ich so ein Bild unter den CAD-Plan, um grob die Plausibilität zu prüfen, und manchmal, um nicht vermaßte Kanten aus dem Plan zu entnehmen. Für gewisse Zwecke (z.B. Ansichtspläne) ist diese Methode genau genug.

Oft messe ich vor Ort den Bestand, damit ich eine genaue Grundlage für die Konstruktion habe. Von einer bestehenden Fassade messe ich nur die Eckpunkte, und unterlege später ein Fassadenfoto. Oft ist es so, dass Dachgauben oder Dachflächenfenster fluchtgerecht über vorhandenen Fensteröffnungen sitzen sollen.
Aus einem unverzerrten Foto kann man diese Maße schnell und ausreichend genau ermitteln.

Da würde ich wohl doch in ein Makro investieren und als Betriebsausgabe von der Steuer absetzen...:lol:

der_knipser 23.05.2008 12:44

Für den Einsatz im Büro ist das sicher eine gute Lösung. An der Baustelle kann ich auf ein Zoom nicht verzichten.

TONI_B 23.05.2008 13:31

Zitat:

Zitat von der_knipser (Beitrag 660768)
Für den Einsatz im Büro ist das sicher eine gute Lösung. An der Baustelle kann ich auf ein Zoom nicht verzichten.

OK! Verständlich. Dann nimm das Kit bei 50mm - da sind sicher alle anderen Fehler, die so im Freien auftreten (keine Planlage, Verkippung usw) können, ausgeprägter als die Verzeichnung beim Kit bei 50mm...


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