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M_Sp 22.05.2006 17:24

Minolta AF 4.5-5.6/100-300 APO (D): Scharf oder nicht scharf
 
Hallo,

ich habe vorhin (als es noch sonnig war, jetzt schüttet es wie aus Eimern) ein paar Testbilder mit o.g. Objektiv gemacht. Würde jetzt gerne Eure Meinung hören.

Testaufbau:

*Dynax 7D mit Minolta AF 4.5-5.6/100-300 APO (D)
*Stativ (MA 055 ProB mit MA 141 RC Basic)
*Kabelfernauslöser
*AS aus
*Digitaleffekte der 7D alle auf "0"

Bild 1 zeigt das verkleinerte Originalbild, Bild 2 einen 100% Crop vom Original. Beide natürlich nicht bearbeitet.

So, was haltet ihr jetzt davon? Ist das "scharf"?

http://www.d7userforum.de/phpBB2/4im...erkleinert.jpg

http://www.d7userforum.de/phpBB2/4im...F8_100Crop.jpg

wwjdo? 22.05.2006 17:43

Auf mich wirkt es flau und weniger scharf.

Kann das am Fokus liegen oder am Dunst oder an der schwierigen Belichtungssituation?

Matthias

Philipp_H 22.05.2006 19:48

Re: Minolta AF 4.5-5.6/100-300 APO (D): Scharf oder nicht sc
 
Zitat:

Zitat von M_Sp
So, was haltet ihr jetzt davon? Ist das "scharf"?

Das sieht für mich nicht wirklich scharf aus!

MfG

Philipp

PeterTV 22.05.2006 20:07

Hallo,

mach Dir keine Sorgen. Das Bild ist absolut Scharf. Mehr bekommst Du bei Schärfe = 0 und der Minolta D5D/D7D nicht hin. Schalte die Kamera auf S+1 und den AS aus und Du erhälst ein besseres Ergebnis.

PS: Ich habe Deine Erfahrung auch schon gemacht.

M_Sp 22.05.2006 20:22

Hallo,

AS war aus (da auf Stativ).

Das Ergebnis finde ich nicht sonderlich berauschend, ich hatte mir ehrlich gesagt mehr versprochen. Und das bei F8 - bei Offenblende war das Ergebnis erschreckend;-)
Weiteres Abblenden (F11 und F16) brachte nur geringfügig bessere Ergebnisse. Leider konnte ich den Versuch mit geänderter Schärfeeinstellung nicht fortsetzen, da sich das Wetter verschlechtert hat.

Ich hoffe auf ein, zwei sonnige Tage in der nächsten Woche. Dann werde ich den Test wiederholen und etwas ausweiten.

Mich hat es sehr gewundert, daß ich mit der Linse bei 300mm freihand trotz AS keine ordentlichen Bilder zustande bringe. Das Tokina 80-400 war da überzeugender!

Kitoma 22.05.2006 21:06

Moin M_Sp!

Ich hab zwar nicht das APO, aber das alte große Ofenrohr 75-300. Meine ersten Tests an der 7D waren genauso entäuschend. Wenn ich die Bilder von anderen Usern in der Galerie sehe, die mit dem Objektiv gemacht wurden, frage ich mich ob meines wirklich in Ordnung ist.
An Analog jedoch läuft es zur Höchstform auf. Auch mit nachschärfen in Thumbs+ oder Photoshop war nichts mehr zu holen.
Demnächst muß ich mal den Tip mit der kamerainternen Schärfung ausprobieren.

Grüße aus Bomlitz

Heiko

CK 22.05.2006 23:07

Ich habe das KM 100-300 APO und bin mit der Schärfe zufrieden.

... Hier sollten Beispielbilder folgen (kamerainterne Schärfung auf 0). Aber das Warten auf die Freischaltung dauert mir im Moment zu lang. Vielleicht hole ich die Verlinkung nach (wenn ich's überhaupt hinbekomme).

Gruß, Christian


... der Fehler lag bei mir. Die Bilder sind wohl im Nichts verschwunden. Jetzt ist eins zumindest da. s.u.

kassandro 23.05.2006 05:43

Hier einige 300mm Vergleichsbilder (Raw mit RSE ohne Schärfung konvertiert) mit zwei von meinen (wesentlich billigeren) Objektiven. Hier das Tamron 28-300mm:
http://img28.imagevenue.com/loc152/t...ICT2608_01.jpg
Das Bild ist offensichtlich wesentlich schärfer als obiger 100% Crop. Wenn man die Größe der Bäume vergleicht, sieht man, daß in meinem Bild der Abstand zum Motiv etwas kürzer ist. Auch dürfte bei uns in 650 Meter Höhe die atmosphärischen Störungen geringer sein. Insgesamt ist wohl der Vergleich nicht ganz fair. Es ist sehr wohl möglich und ich vermute es eigentlich, daß in obigen Crop die atmosphärischen Störungen so stark sind, daß die Objektiv-Qualität keine Rolle mehr spielt.
Hier ein Bild mit dem Minolta 100-300mm (nicht-APO Version):
http://img121.imagevenue.com/loc230/...ICT3098_01.jpg
Hier ist der Abstand offensichtlich noch kürzer. Die gut Schärfe ist allerdings nur durch abblenden möglich (Blende 11). Bei Blende 8 sieht das ganze schon schwächer aus:
http://img106.imagevenue.com/loc234/...ICT3097_01.jpg
und noch schwächer bei Offenblende 5.6:
http://img148.imagevenue.com/loc135/...ICT3096_01.jpg

CK 23.05.2006 10:33

Hier ein Beispielbild, das ich mit dem 100-300 APO gemacht habe.

http://www.d7userforum.de/phpBB2/4im..._100-300_3.jpg
Ausschnitt - Originalgröße (unbearbeitet)

http://www.d7userforum.de/phpBB2/4im..._100-300_4.jpg
verkleinert, nachgeschärft

Christian

CK 23.05.2006 11:08

Ich hoffe, daß es nicht zu viele Beispielbilder werden. (?)
Die Digitaleffekteinstellung an der Kamera ist bei allen Parametern = 0.
Blendenwerte sh. EXIF
http://www.d7userforum.de/phpBB2/4im...PO_100-300.jpg
http://www.d7userforum.de/phpBB2/4im...PO_100-300.jpg

http://www.d7userforum.de/phpBB2/4im...PO_100-300.jpg
Christian

(Mehr Bilder kommen nicht. Versprochen! :D )

magro 23.05.2006 11:30

100-300 APO scharf???
 
Hallo Christian,
ich habe mir erlaubt, das Foto mit "FixFofoto" und "Sharpcontrol" nachzubearbeiten.

Reicht die Schärfe so? - Ich bin mit meinem voll zufrieden, wenn ich so nachbearbeite.

http://www.d7userforum.de/phpBB2/4im...0-300_3_SC.jpg

ArtFiction 23.05.2006 11:34

Hallo Kassandro!

Kann es sein, das Du die Bilder falsch zugeordnet hast?
Ich habe so das "Gefühl", Bild 3 wäre mit Bild 1 vertauscht.
Das (Bild 3) sieht wesentlich detailreicher aus, als Nr.1.

Ich habe auch das 100-300 APO und bin echt zufrieden.
Man kann zwar nicht solche Leistungen wie vom Sigma 100-300 F4 erwarten, dafür ist das Minolta auch ein klein wenig leichter und günstiger zu haben.

@M-Sp
Sorry, das ich erst jetzt auf Dein Anfangsposting komme.
Dein 100-er Crop sieht mir irgendwie verwackelt oder verflimmert aus.
Teste einfach noch einmal bei für Dich optimalen Bedingungen.

CK 23.05.2006 11:41

@ magro

Die von Dir bearbeitete Datei ist ein Ausschnitt in Originalgröße (nicht nachbearbeitet). Die normal bearbeitete Version ist darunter.
Ich bin mit meinem auch voll zufrieden. Ich habe mir auch schon eine Ausbelichtung 30x40 eines Bildes, das ich mit diesem Objektiv gemacht habe, machen lassen. Klasse.

Jens N. 23.05.2006 12:12

@M_Sp: angesichts der vermutlich recht großen Entfernung zum Motiv und der milden Nachschärfung der Kamera, würde ich sagen das Bild geht voll in Ordnung. Fotografiere als Test vielleicht einfach mal ein Auto fast vollformatig, die Entfernung ergibt sich dann abhängig von der Brennweite und man kann gut vergleichen.

Zitat:

Zitat von ArtFiction
Hallo Kassandro!

Kann es sein, das Du die Bilder falsch zugeordnet hast?
Ich habe so das "Gefühl", Bild 3 wäre mit Bild 1 vertauscht.
Das (Bild 3) sieht wesentlich detailreicher aus, als Nr.1.

Das habe ich auch gedacht. Vertauscht sind die wohl nicht, aber Kassandro muß vielleicht mal zum Augenarzt ;) Dem Offenblendbild mangelt es an Kontrast und es gibt sichtbare Farbsäume, die Schärfe/Auflösung ist jedoch -im Gegensatz zu den anderen beiden Beispielen- gut. Bei dem gelben Gebäude mangelt es wieder klar an Kontrast. Bei der Schärfe bin ich mir nicht sicher, ob die "echt" ist oder nachträglich erzeugt wurde. Ich würde die Kamera wirklich langsam mal zur Kur geben Kassandro.

EDIT: ach nee, lt. EXIFs sind die Bilder tatsächlich vertauscht (und das f8 und f11 Bild sind mit der gleichen Verschlusszeit entstanden, das f11 Bild ist also einfach nur überbelichtet, warum auch immer). Das Ergebnis bei f8 finde ich dennoch nicht berauschend, speziell was den Randbereich angeht.

Zum Vergleich mit dem Bild von M_Sp taugen die hier gezeigten Bilder IMO alle nicht so richtig, sondern verunsichern ihn höchstens. Man muß einfach die enorme Entfernung zum Motiv berücksichtigen.

Ditmar 23.05.2006 14:41

Das 100-300 APO ist mit Sicherheit ein klasse Objektiv, und ich kann mir nicht vorstellen das es an dem Objektiv liegt mit der leichten unschärfe, auch würde ich die Parameter "Digitalefekte" auf 0 stehen lassen, denn wenn es nachzuschärfen ist, geht dieses an einem PC in der EBV wesentlich effektiver und besser als aus/in der Kamera.

M_Sp 23.05.2006 16:03

Zitat:

Zitat von Ditmar
Das 100-300 APO ist mit Sicherheit ein klasse Objektiv, und ich kann mir nicht vorstellen das es an dem Objektiv liegt mit der leichten unschärfe, auch würde ich die Parameter "Digitalefekte" auf 0 stehen lassen, denn wenn es nachzuschärfen ist, geht dieses an einem PC in der EBV wesentlich effektiver und besser als aus/in der Kamera.


So, jetzt bin ich doch etwas beruhigt. Hier neue Testbilder, wieder bei F8. Sieht dann doch deutlich besser aus....
Woran es bei den ersten Bilder lag? Keine Ahnung.

Bild 1 - Original, verkleinert, alles auf "0", kein EBV
Bild 2 - 100%-Crop von Bild 1
Bild 3 - 100%-Crop von Bild 1 nach 165% USM

http://www.d7userforum.de/phpBB2/4im...kleinert_2.jpg
http://www.d7userforum.de/phpBB2/4im..._100Crop_2.jpg
http://www.d7userforum.de/phpBB2/4im...rop_usm165.jpg

Jens N. 23.05.2006 16:21

Das Bild der Statue haut mich jetzt allerdings nicht um: sieht ein wenig so aus, als hätte die Kamera auf die Blätter im Hintergrund scharf gestellt und nicht auf die Figur. Wie gesagt, versuch's mal mit 'nem Auto oder sowas.

wwjdo? 23.05.2006 16:24

Ich will dich ja auch nicht weiter beunruhigen, habe aber ebenfalls das Gefühl, dass der Fokus nicht richtig saß - ob da das Problem zu suchen ist!?

Matthias

ArtFiction 23.05.2006 16:31

Lass Dich nicht verunsichern.
Allet so wie et sein soll!

Wenn Du jedoch bei Deinen Ausbelichtungen nur 100-er Crops nutzt oder ganze Wände voller A0-Poster kleisterst, ist das 100-300 natürlich nicht so doll.
Dann schaff Dir lieber etwas hochpreisiges an (so 2000 Euro und höher).
Keine Ahnung wie die Objektive heissen, aber teuer müssen sie sein... ;)



PS: und n BF oder FF ist auch nicht festzustelln!

M_Sp 23.05.2006 17:07

Zitat:

Zitat von wwjdo?
Ich will dich ja auch nicht weiter beunruhigen, habe aber ebenfalls das Gefühl, dass der Fokus nicht richtig saß - ob da das Problem zu suchen ist!?

Matthias

Mich würde interessieren wie Du/Ihr darauf kommt? Der Fokus passt 100%ig - die Statue sieht nunmal so aus.
Meine anfängliche Begeisterung über die Linse ist jedenfalls zurückgekehrt und ich bin beruhigt.

Das nicht mit einem 4/100-300 von Sigma oder gar einem "G" mithalten kann ist mehr als klar. Dafüpr muss ich auch keine 1,5 kilo oder mehr rumschleppen....

Danke an alle Beteiligten!

ronaldh 23.05.2006 17:21

Ich kann mich nur immer wieder wiederholen:
Wenn du scharfe Bilder haben willst dann fotografiere in RAW und nuze zb eine Freeware wie Raw Shooter Essential zum "Ausbelichten". Wenn du das mal probiert hast kommt dir jedes jpg aus der Cam nur noch schmierig und unscharf vor.
Und die Ängste die jeder anfangs gegenüber RAW hat , und ich auch hatte, sind unbegründet.

Und vom Zeitaufwand:
Du schaust dir doch Fotos bevor du sie runter spielst an nehme ich an. Dann ists doch egal ob du sie in RAW oder JPG anschaust. Im RSE kannst die schlechten gleich wegschmeißen und die guten entweder so lassen, dann sinds auf jeden Fall mal besser als jpgs aus der Cam, oder nachbessern, und am Ende drückst auf Konvertieren und fertig. Dauert nicht wirklich länger!

viel Spaß beim probieren
Ach ja und dann wirst sehen wie gut das Objektiv wirklich ist.

Jens N. 23.05.2006 17:32

Da ich mich auch in der Richtung geäussert habe, fühle ich mich mal angesprochen:

Zitat:

Zitat von M_Sp
Mich würde interessieren wie Du/Ihr darauf kommt? Der Fokus passt 100%ig - die Statue sieht nunmal so aus.

Ganz einfach: die Blätter im HG wirken schärfer als die Statue und bei so einem Motiv wäre ein Fokusfehler nichts ungewöhnliches (HG hat mehr Struktur/Kontraste als Hauptmotiv). Ohne die Statue zu kennen, ist das aber tatsächlich nicht endgültig zu beurteilen, auch wegen der ausgefressenen Lichter - die ist vielleicht einfach ziemlich glatt. Daher meine Empfehlung mit dem Auto - manche Motive eignen sich zur Beurteilung von Schärfe usw. einfach besser als andere. Ich kenne auch das Objektiv nicht und weiß daher nicht, was es zu leisten imstande ist/sein sollte.

Zitat:

Meine anfängliche Begeisterung über die Linse ist jedenfalls zurückgekehrt und ich bin beruhigt.
Und das ist doch die Hauptsache :)

M_Sp 23.05.2006 17:45

Zitat:

Zitat von ronaldh
Ich kann mich nur immer wieder wiederholen:
Wenn du scharfe Bilder haben willst dann fotografiere in RAW und nuze zb eine Freeware wie Raw Shooter Essential zum "Ausbelichten". Wenn du das mal probiert hast kommt dir jedes jpg aus der Cam nur noch schmierig und unscharf vor.
Und die Ängste die jeder anfangs gegenüber RAW hat , und ich auch hatte, sind unbegründet.

Und vom Zeitaufwand:
Du schaust dir doch Fotos bevor du sie runter spielst an nehme ich an. Dann ists doch egal ob du sie in RAW oder JPG anschaust. Im RSE kannst die schlechten gleich wegschmeißen und die guten entweder so lassen, dann sinds auf jeden Fall mal besser als jpgs aus der Cam, oder nachbessern, und am Ende drückst auf Konvertieren und fertig. Dauert nicht wirklich länger!

viel Spaß beim probieren
Ach ja und dann wirst sehen wie gut das Objektiv wirklich ist.

Naja, "Ängste" vor dem RAW-Format hab ich nicht gerade. Allerdings finde ich das RAW-PlugIn von PSE 4.0 nicht sonderlich berauschend. Aber hast Du einen Tipp in Richtung RAW-Freeware, die nicht nur gut sondern auch MAC-Kompatibel ist...?

PeterTV 23.05.2006 19:13

Hallo,

Ich habe heute mein 100-300 Apo geliefert bekommen und mein obligatorisches Vorgelhäuschen fotografiert. Ich finde mein Objektiv bei Offenblende auch etwas weich in der Schärfe -nicht unscharf eher mit Weichzeichnereffekt. Bei Blende 8 - 11 je nach Brennweite ist es allerdings richtig scharf.
Ich stelle die Bilder nicht ein, weil sie wie ich lernen musste nicht den strengen Anforderungen des Forums genügen. Mein letzter Test wurde hart kritisiert u.a. weil ich das JPG format verwendet habe.

Snert 23.05.2006 19:55

Hallo auch!

Also nachdem ich hier so die Beispielbilder gesehen habe, frage ich mich, warum das Minolta 100-300mm in der Version ohne APO immer so verflucht wird. OK, an mein Minolta 100-200mm kommt es nicht ran, aber soooo schlecht finde ich es dann auch wieder nicht. Hier mal ein 100%-Crop, das mit der Erstauflage des 100-300mm gemacht wurde.
http://www.d7userforum.de/phpBB2/4im.../PICT1518b.jpg

Gruß Ivo

Morphium 23.05.2006 20:14

Zitat:

Also nachdem ich hier so die Beispielbilder gesehen habe, frage ich mich, warum das Minolta 100-300mm in der Version ohne APO immer so verflucht wird. OK, an mein Minolta 100-200mm kommt es nicht ran, aber soooo schlecht finde ich es dann auch wieder nicht. Hier mal ein 100%-Crop, das mit der Erstauflage des 100-300mm gemacht wurde.
ähmm...dir ist bewusst, das dein Crop von einem Bild mit f18 ist, oder?

Das gleiche bitte nochmal mit 5,6 oder 8 ;)

Snert 23.05.2006 20:27

Hallo auch!
Zitat:

Zitat von Morphium
ähmm...dir ist bewusst, das dein Crop von einem Bild mit f18 ist, oder? Das gleiche bitte nochmal mit 5,6 oder 8 ;)

:shock: Uuups, sorry, hast recht. Das war ein Irrtum meinerseits, ich bin davon ausgegangen dass es ein Bild mit Blende 8 gewesen wäre. Ich nehm alles zurück und verscherbel das Ding :D

Gruß Ivo

ronaldh 23.05.2006 22:16

Zitat:

Zitat von PeterTV
...
Ich stelle die Bilder nicht ein, weil sie wie ich lernen musste nicht den strengen Anforderungen des Forums genügen. Mein letzter Test wurde hart kritisiert u.a. weil ich das JPG format verwendet habe.

Ich glaube nicht dass irgendjemand wollte dass ein anderer User eingeschüchtert wird. Es war sicher von keinem böse gemeint.
Es ist nur bekannt dass die Minoltabilder sehr weich aus der Kamera kommen und es somit sehr schwer ist Objektive zu vergleichen. Meiner Meinung nach sind sie sogar so weich, dass gnadenlos Details verloren gehen.

Also nicht bös sein aber Objektivvergleiche sind halt einfacher und eindeutiger in RAW.

@ M_SP:

Tut mir leid, nach Mac kompatibler RAW Freeware hab ich mich noch nie umgesehen

fmerbitz 23.05.2006 22:35

ich habe auch ein 100-300 APO (D) und die Vergleichstests ergaben dass es unschärfer war als die 75-300(D) Scherbe und sogar das Tamron 70-300 (wobei ich die beide gar nicht wirklich schlecht finde, entweder hatte ich Glück oder bin unfähig die Unterschiede zu sehen). Und es hatte irgendeinen komischen Fehler in der Beschichtung (hatte ich mal gepostet).
Der Unterschied in der Schärfe war auch bei Offenblende am deutlichsten und später kaum noch sichtbar.
Dann habe ich es nach Bremen geschickt, die konnten keinen Fehler feststellen und wollten die Kamera haben (die aber mit anderen Objektiven keine Problem machte).
Es sieht wirklich so aus als ob die D7D einen ganz leichten Backfocus hatte der mit dem 100-300APO sehr deutlich wird - jetzt ist es gut, immer noch vergleichbar scharf wie das 75-300(D) aber viel weniger CAs.
Allerdings haben die irgendwas kaputtrepariert dran in Bremen, es ist zwar scharf und der Fehler in der Beschichtung ist weg, es lässt sich aber nur bis auf ca. 40m Entferunung fokussieren, dann ist es am Anschlag. Wird dann gleich wieder weggeschickt :->
ciao
Frank

Jens N. 23.05.2006 22:53

Zitat:

Zitat von ronaldh
Es ist nur bekannt dass die Minoltabilder sehr weich aus der Kamera kommen und es somit sehr schwer ist Objektive zu vergleichen. Meiner Meinung nach sind sie sogar so weich, dass gnadenlos Details verloren gehen.

Das sehe ich anders: die Details sind schon vorhanden, nur eben nicht verstärkt. Meine standard Schärfeeinstellung in der Kamera ist -2, mit einer wirklich guten Linse unter top Bedinungen müssen diese Bilder trotzdem kaum noch nachgeschärft werden. Entweder, Details sind vorhanden oder eben nicht, mit der Schärfung hat das nichts zu tun, das ist nichts anderes als eine Verstärkung von Kantenkontrasten - wenn da vorher nichts ist, wird auch durch die Schärfung nichts erscheinen, im Gegenteil geht ohne Schärfung aber auch nichts verloren (wie auch?). RAWs sind ja ursprünglich auch nicht geschärft, genau das ist doch überhaupt einer der Vorteile.

(Nicht nur) Ich bevorzuge als Ausgangsmaterial möglichst ungeschärfte Bilder und die Minolta verhält sich da eigentlich nicht anders als meine Kameras davor.

Zitat:

Also nicht bös sein aber Objektivvergleiche sind halt einfacher und eindeutiger in RAW.
Mh, auch da bin ich anderer Meinung: JPEG hat einfach den Vorteil, daß bei gleichen Kameras und gleichen Einstellungen auch vergleichbare Ergebnisse bringt, das Ergebnis bei RAW hängt jedoch vom Konverter und den Einstellungen ab - unbearbeitete RAWs kann man ja nicht so ohne weiteres zeigen (da müsste man schon die 9 MB großen Originaldateien zur Verfügung stellen, was kaum machbar ist).

Manche Konverter scheinen auch schon in Grundeinstellung mehr oder weniger nachzuschärfen, siehe z.B. die Bilder von Kassandro, die er laut eigener Aussage selbst nicht nachgeschärft hat, die aber dennoch schärfer, bzw. nachgeschärfter scheinen als JPEGs direkt aus der Kamera (RSE produziert meiner Meinung nach sowieso irgendwie komische Ergebnisse, was aber wohl an irgendeiner versteckten Einstellung liegt, wie ich hier mal aufgeschnappt habe). Aber auch mit Adobe Camera RAW, das ich verwende, ist das nachzuvollziehen: selbst wenn man da die Schärfung komplett runter regelt, sind die Bilder IMO dennoch eindeutig nachgeschärft. Und da jeder Konverter anders ist, man damit also eine zusätzliche Variable einbringt, halte ich den Vergleich von RAWs für problematisch.

harpman 23.05.2006 23:07

[B]Wir brauchen vergleichbare Testkriterien![/B]
 
Als relativer Neuling in diesem Forum fällt mir auf, dass zwar viel von der vorhandenen oder nicht vorhandenen Schärfe von Objektiven die Rede ist, ein Vergleich der hochgeladenen Bilder wegen mangelnder identischer Testbedingungen aber nur sehr eingeschränkt möglich ist. In einem anderen Forum habe ich vom 5 Euro Test gelesen, der diesem Ziel der Vergleichbarkeit ein ganzes Stück näher kommt (DigiCam Fotos). Wurde darüber oder über etwa Vergleichbares in diesem Forum schon mal diskutiert?

Ich könnte mir vorstellen, dass man bei Vorgabe der Testbedingungen (z. B. 5 Euro Test, aufgenommen im RAW-Format) und der Nachbearbeitung (RawShooter, alle Regler auf 0) einen objektiveren Eindruck von fremden und eigenen Objektiven gewinnen kann.

Grüße vom
harpman

Jens N. 24.05.2006 00:39

Zitat:

Zitat von harpman
Als relativer Neuling in diesem Forum fällt mir auf, dass zwar viel von der vorhandenen oder nicht vorhandenen Schärfe von Objektiven die Rede ist, ein Vergleich der hochgeladenen Bilder wegen mangelnder identischer Testbedingungen aber nur sehr eingeschränkt möglich ist.

Wenn hier Bilder gezeigt werden, dann meist mit der Frage, ob ein bestimmtes Objektiv "scharf" ist, oder welches von mehreren gezeigten Bildern besser ist, also welches von mehreren Objektiven im direkten Vergleich besser abschneidet.

Auf die erste Frage kann man eigentlich kaum antworten, bzw. die Antworten müssen als entsprechend subjektiv gewertet werden. Auf so eine Frage mit einem Bild eines anderen Motivs usw. zu antworten kann IMO als nicht sonderlich seriös angesehen werden. Sprich: die Antworten in z.B. diesem Thread hier können nur sehr subjektiv sein. Um das etwas objektivierbarer zu gestalten, wäre so ein Geldscheintest vielleicht sinnvoll, aber auch dieser Test hat so seine Tücken (dazu später).

Wenn mehrere Bilder gleicher Motive, aber unterschiedlicher Objektive gezeigt werden, mit der Frage welches besser ist, kann man -entsprechende Sorgfalt bei der Erstellung der Aufnahmen vorausgesetzt- darauf durchaus eine Antwort geben, auch ohne 5 Euro Test.

Zitat:

Ich könnte mir vorstellen, dass man bei Vorgabe der Testbedingungen (z. B. 5 Euro Test, aufgenommen im RAW-Format) und der Nachbearbeitung (RawShooter, alle Regler auf 0) einen objektiveren Eindruck von fremden und eigenen Objektiven gewinnen kann.
Auch hier kann es Probleme geben: auf der verlinkten Seite heisst es beim Punkt "Was benötige ich um das Testbild erstellen zu können?" z.B. lapidar "Licht". Tja, Licht ist nicht gleich Licht, gerade die Beleuchtung kann sich aber sehr auf die Ergebnisse auswirken. Dann sollte IMO zusätzlich der Abstand, bzw. Abbildungsmaßstab des Motivs definiert sein (das ist aber sicher möglich). Zum Thema Dateiformat habe ich mich ja schon geäussert, nicht jeder benutzt z.B. Rawshooter (OK, da das Programm kostenlos ist, lässt sich dieses Problem auch umgehen).

An sich wäre so ein mehr oder weniger gut definierter Test sicher nicht verkehrt. Die diversen Testseiten arbeiten ja auch nicht anders, nur daß da eben jeder sein eigenes Süppchen kocht.

Ich persönlich habe an so einem Test rel. wenig Interesse muß ich sagen, denn wenn ich überhaupt mal was teste, dann höchstens verschiedene Objektive/Blendeneinstellungen miteinander und das mache ich lieber unter praxisnäheren Bedinungen, dafür spare ich mir den Aufwand eines 5 Euro Tests. Meiner Meinung nach wird die ganze Testerei und Vergleicherei sowieso schon völlig übertrieben.

kassandro 24.05.2006 05:29

Re: [B]Wir brauchen vergleichbare Testkriterien![/B]
 
Zitat:

Zitat von harpman
Als relativer Neuling in diesem Forum fällt mir auf, dass zwar viel von der vorhandenen oder nicht vorhandenen Schärfe von Objektiven die Rede ist, ein Vergleich der hochgeladenen Bilder wegen mangelnder identischer Testbedingungen aber nur sehr eingeschränkt möglich ist. In einem anderen Forum habe ich vom 5 Euro Test gelesen, der diesem Ziel der Vergleichbarkeit ein ganzes Stück näher kommt (DigiCam Fotos). Wurde darüber oder über etwa Vergleichbares in diesem Forum schon mal diskutiert?

Ich könnte mir vorstellen, dass man bei Vorgabe der Testbedingungen (z. B. 5 Euro Test, aufgenommen im RAW-Format) und der Nachbearbeitung (RawShooter, alle Regler auf 0) einen objektiveren Eindruck von fremden und eigenen Objektiven gewinnen kann.

Grüße vom
harpman

Letztlich muß man sich damit abfinden, daß es wirklich objektive und der Linse angemessene Tests nicht gibt. Sicherlich sind die MTF-Tests oder auch der obige 5 Euro Test einigermaßen objektiv, aber sie sind nicht der Linse angemessen, weil sie notwendigerweise Nahaufnahmen sind, wofür die meisten Objektive gar nicht entwickelt wurden. Ein angemessener Test muß bei den Entfernungen und Lichtverhältnissen stattfinden, bei denen das Objektiv auch üblicherweise benutzt wird. Deswegen lehne ich selbst die Bücherregaltests ab. Vergleichstest, wo man an Ort und Stelle das Objektiv wechselt, sind meiner Ansicht nach die besten. Allerdings mache ich keine solchen, weil ich nicht wegen eines Tests meinen Sensor versauen will. Ich persönlich teste deshalb ein Objektiv, indem ich Motive mit viel Feinstruktur in der Mitte und an den Rändern bei unterschiedlicher Blende aufnehme. Nach vielen Bilder kann man sich dann eine ziemlich vernünftige Meinung bilden. Objektiv ist das natürlich nicht, allerdings besser als "objektive" Tests im Nahbereich.

kassandro 24.05.2006 06:07

Zitat:

Zitat von ArtFiction
Hallo Kassandro!

Kann es sein, das Du die Bilder falsch zugeordnet hast?
Ich habe so das "Gefühl", Bild 3 wäre mit Bild 1 vertauscht.
Das (Bild 3) sieht wesentlich detailreicher aus, als Nr.1.

Du und Jens habt natürlich recht. Das passiert bei mir gelegentlich. Meine Bilder sind auf meinem Desktop, der drei große Festplatten und ein 19" Display hat. Ich lade die Bilder von dort dann zu einem Imagehost hinauf. Bloggen tue ich aber fast nur mit meinem Notebook auf der Couch oder im Bett, damit ich meinen sowieso schon überbelasteten Nacken nicht noch zusätzlich dadurch belaste. Da auf den Imagehosts leider nicht die Exif-Daten angezeigt werden, passieren dann solche Verwechslungen. Ihr braucht mich deswegen nicht gleich zum Augenarzt schicken. Hier noch einmal die korrigierte Blendenreihe.
Blende 11:
http://img148.imagevenue.com/loc135/...ICT3096_01.jpg
Blende 8:
http://img106.imagevenue.com/loc234/...ICT3097_01.jpg
Blende 5.6:
http://img121.imagevenue.com/loc230/...ICT3098_01.jpg
So jetzt stimmt's hoffentlich. Dann aber ist mein Urteil wohl richtig: gute Leistung bei Blende 11 und leider geht's bei Blende 8 dann schon deutlich bergab. Bei niedrigeren Brennweiten ist das Objektiv allerdings deutlich besser und auch ist der Autofocus recht gut. Insgesamt also gewiss kein schlechtes Objektiv. 300mm ist eben eine schwierige Brennweite. Wohlgemererkt, ich habe die billige Nicht-APO-Version (die kostet in der Bucht weniger als ein Drittel der APO-Version). Die APO-Version ist bei 300mm sicherlich besser als die Nicht-APO-Version. Zwischen 100 und 200 mm sollten allerdings kaum Unterschiede bestehen.

kassandro 24.05.2006 06:45

Zitat:

Zitat von Jens N.
Bei der Schärfe bin ich mir nicht sicher, ob die "echt" ist oder nachträglich erzeugt wurde. Ich würde die Kamera wirklich langsam mal zur Kur geben Kassandro.

Ich hab das Bild ja schon einmal in einem Suppenzoom-Thread gepostet. Damals wurde es von dir und anderen Realitätsverleugnern als grottenschlecht eingestuft, weil eben nicht sein kann, was nicht sein darf. Jetzt wo ein direkter Vergleich (die Entfernung ist maximal 30% kürzer als in obigen Bildern vom 100-300mm APO) zu einem teueren Objektiv da ist, habe ich auf einmal gemogelt. Ich habe bestenfalls den Weißabgleich geändert und ALT-E im Raw Shooter gedrückt. ALT-E bewirkt eine geringe Anhebung des Schattenkontrastes aber keine zusätzliche Schärfung. Ich hab mir dann die Raw-Datei noch einmal vorgenommen. Mit den absoluten Default-Einstellungen:
http://img41.imagevenue.com/loc244/t...bearbeited.jpg
erhalte ich dann folgendes Bild:
http://img106.imagevenue.com/loc73/t...D7D2094_01.jpg
In nur wenigen Sekunden kann ich das Bild natürlich auch aufmotzen. Mit diesen Einstellungen:
http://img106.imagevenue.com/loc76/t...Bearbeited.jpg
bekomme ich folgendes Ergebnis:
http://img125.imagevenue.com/loc121/...D7D2094_02.jpg
Die zweite JPEG-Datei ist fast doppelt so groß wie die erste.

Zitat:

Bei dem gelben Gebäude mangelt es wieder klar an Kontrast.
Voreingenommenheit ohne Grenzen kann ich da nur sagen. Der Kontrast ist aus guten Gründen verhältnismäßig gering. Erstens ist die Entfernung sehr groß - es liegt ein ganzes Tal dazwischen. Zweitens kommt das Licht von der Seite und die Vorderseite der Kirche liegt komplett im Schatten.

Jens, in einem anderen Thread sagst du über diesen Crop:
http://www.d7userforum.de/phpBB2/4im..._f4.5_Crop.jpg
Zitat:

Das man zwischen f4,5 und f9 keine größeren Unterschiede mehr erkennt, dürfte weniger am Dateiformat als an der Tatsache liegen, daß die Sensorauflösung erreicht oder überschritten ist, was für die Objektive spricht.
Ich hingegen möchte sagen, daß obige unbearbeitete Raw-Datei wesentlich schärfer ist als dieser JPEG Crop ist, obwohl die Entfernung um Vielfaches weiter ist. Wenn ich ihn diesen Crop gebracht hätte, dann hätte meine Kamera sicherlich gleich wieder zur Kur nach Bremen gemußt. Der massive Unterschied liegt eben ganz alleine am Dateiformat und zeigt eindrucksvoll, daß man die Objektiv-Qualität eben nur mit dem Raw-Format testen kann, denn ein abgeblendetes KoMi 28-75mm kann nicht schlechter sein als ein Suppenzoom-Bild aus großer Entfernung - da stimmen ausnahmsweise überein.

Jens N. 24.05.2006 12:36

Zitat:

Zitat von kassandro
Ihr braucht mich deswegen nicht gleich zum Augenarzt schicken.

Dafür entschuldige ich mich, ich ging da noch von der falschen Reihenfolge der Bilder aus.

Zitat:

Dann aber ist mein Urteil wohl richtig: gute Leistung bei Blende 11
Na ja, von den deutlichen Farbsäumen und dem Belichtungsproblem mal abgesehen, für letzteres kann aber das Objektiv nix.

Zitat:

Ich hab das Bild ja schon einmal in einem Suppenzoom-Thread gepostet. Damals wurde es von dir und anderen Realitätsverleugnern als grottenschlecht eingestuft, weil eben nicht sein kann, was nicht sein darf.
"Realitätsverleugnern" :roll: Versuchen wir mal sachlich zu bleiben bitte. An den Thread kann ich mich erinnern und so richtig gut finde ich das Beispiel immer noch nicht, das mag aber meinetwegen an der beschriebenen Aufnahmesituation liegen. Ich weiß nur nicht, inwiefern ein Bild als Beispiel taugt, das gewisse Mängel hat (mangelnder Kontrast z.B.), die dann bei Kritik auf die Aufnahmesituation geschoben werden. Dann wähle ich doch gar nicht erst so ein Beispiel!? Du kritisierst immer gerne die Bücherregaltests (ob zurecht oder nicht könnte man auch noch disutieren, aber das muß jetzt nicht auch noch sein), aber diese Beispiele, über eine elendig lange Distanz fotografiert, haben ja offensichtlich auch so ihre Tücken, oder wie siehst du das?

Zitat:

Jetzt wo ein direkter Vergleich (die Entfernung ist maximal 30% kürzer als in obigen Bildern vom 100-300mm APO) zu einem teueren Objektiv da ist, habe ich auf einmal gemogelt.
Wer hat das denn behauptet? Ich habe lediglich meine Meinung zum RAW-Format geschrieben, mit "mogeln" hat das nichts zu tun, aber ganz offensichtlich schärfen die RAW-Konverter (meiner auch) immer mehr oder weniger nach. Probier's doch einfach mal aus: mach ein Bild JPEG Schärfe -2 und das ganze dann nochmal als RAW. Wenn das RAW deutlich schärfer ist (und zwar so, daß man das gleiche Ergebnise mit einer Nachschärfung des JPEGs ebenfalls erreichen kann), stimmt da IMO etwas nicht.

Zitat:

Ich habe bestenfalls den Weißabgleich geändert und ALT-E im Raw Shooter gedrückt. ALT-E bewirkt eine geringe Anhebung des Schattenkontrastes aber keine zusätzliche Schärfung.
Dir ist aber schon bekannt, was "Schärfung" überhaupt ist, oder? Schärfung = Anhebung von Kontrasten! Bei USM zwar gezielt an den Kanten, aber wer weiß schon, ob das bei der genannten Kontrastanhebung nicht auch geschieht? So viel zu deinen "unbearbeiteten" Bildern. So etwas gibt es strenggenommen sowieso nicht, da jedes digitale Bild nunmal irgendeine Form der Bearbeitung durchlaufen muß, bevor es gezeigt werden kann. Und bei JPEGs ist das nunmal die grundlegendste, einfachste und vor allem in jeder Kamera gleichen Typs (bei gleichen Einstellungen) immer gleiche Bearbeitung. Im Gegensatz zu RAW, wo es schon durch die vielen verschiedenen Konvertern zu Unterschieden kommen kann. Manche Konverter beseitigen z.B. auch völlig automatisch Farbsäume usw. Und da du so viel wert auf Praxisbedingungen legst: immer in RAW zu testen, aber nie damit zu fotografieren erscheint mir ebenfalls wenig sinnvoll. Wenn ich vorwiegend in JPEG fotografiere, möchte ich auch etwas über die Leistungsfähigkeit des Objektivs bei diesem Format wissen. Für Schw...vergleiche in Foren taugt das dann vielleicht weniger, das ist richtig. Oder anders ausgedrückt: mir liegt wenig daran, andere von der Leistungsfähigkeit eines bestimmten Objektivs zu überzeugen, sondern ich möchte -für mich- seine Stärken und Schwächen herausfinden, damit ich mich besser darauf einstellen kann.

Zitat:

Ich hab mir dann die Raw-Datei noch einmal vorgenommen. Mit den absoluten Default-Einstellungen:
Darauf will ich doch gerade hinaus: auch "default Einstellungen" sind schon Einstellungen, also eine Manipulation. Wie moderat diese ausfallen, hängt vom Konverter ab und RSE ist da meiner Meinung nach nicht eben puristisch ausgelegt. Wie du sicher weisst: "JPEG Schärfe 0" in der Kamera ist auch schon nachgeschärft. Weisst du denn so genau, wie das beim Rawshooter ist? Und -und darum geht es mir doch überhaupt- deine Bilder sehen halt -genau wie meine RAWs, wenn ich das Format mal nutze- immer irgendwie nachgeschärft aus.

Zitat:

Ich hingegen möchte sagen, daß obige unbearbeitete Raw-Datei wesentlich schärfer ist als dieser JPEG Crop ist, obwohl die Entfernung um Vielfaches weiter ist.
Und ich sagte bereits, daß es nicht seriös oder sinnvoll ist, zwei völlig unterschiedliche Bilder auf diese Weise zu vergleichen, daher werde ich mich auch nicht darauf einlassen.

Jens N. 24.05.2006 13:03

Zitat:

Zitat von kassandro
Letztlich muß man sich damit abfinden, daß es wirklich objektive und der Linse angemessene Tests nicht gibt. Sicherlich sind die MTF-Tests oder auch der obige 5 Euro Test einigermaßen objektiv, aber sie sind nicht der Linse angemessen, weil sie notwendigerweise Nahaufnahmen sind, wofür die meisten Objektive gar nicht entwickelt wurden. Ein angemessener Test muß bei den Entfernungen und Lichtverhältnissen stattfinden, bei denen das Objektiv auch üblicherweise benutzt wird.

Du bist also der Meinung, die Hersteller testen ihre eigenen Objektive falsch (Stichwort MTF, die heutzutage teilweise eh nur noch errechnet und nicht mehr durch Tests ermittelt werden, aber das nur am Rande)? Gewagt ;)

Du kannst ja testweise mal ein Auflösungstestchart aus 50 m Entfernung fotografieren, viel Spaß wirst du dabei aber nicht haben. Alternativ kannst du den Herstellern und Testern aber auch vorschlagen, die Auflösung eines Objektivs nicht mehr in Linien(paaren) pro mm, sondern in Dachpfannen pro m anzugeben :lol:

Auf größere Entfernungen gibt es viel zu viele Unwägbarkeiten (Dunst in der Luft, Licht, Verwacklungen etc., übrigens Punkte, die du teilweise selbst schon als Erklärung für nicht optimale Ergebnisse oder gewisse Fehler angeführt hast - aber so ein Test ist natürlich soo sinnvoll) von der Tatsache, daß Motivdetails auf große Entfernung oft so enorm klein werden, daß sie gar nicht mehr aufgelöst werden können (Stichwort einzelne Grashalme, Äste von Bäumen), mal abgesehen.

Ich muß dir auch ehrlich sagen, ich persönlich nutze Teleobjektive üblicherweise NICHT, um damit Gebäude in 500 m Entfernung zu knipsen. Abstände von 1-5 m, die ein Bücherregal in einem großen Raum durchaus haben kann, kommen da schon wesentlich häufiger vor. Gut, das ist eine Frage der Fotografiergewohneheiten, deshalb sind Verallgemeinerungen da nicht angebracht. Wenn du vorwiegend Häuser o.ä. in großer Entfernung fotografierst, dann ist das natürlich für dich auch als Test legitim. Nur erzähle mir dann bitte nicht, ein Bücherregal mit 3 m Abstand sei nicht aussagekräftig, wenn du gar nicht weisst was ich sonst so fotografiere.

Zitat:

Vergleichstest, wo man an Ort und Stelle das Objektiv wechselt, sind meiner Ansicht nach die besten. Allerdings mache ich keine solchen, weil ich nicht wegen eines Tests meinen Sensor versauen will.
Deine Staubphobie ist schon irgendwie amüsant ;)

kassandro 25.05.2006 10:32

Zitat:

Zitat von Jens N.
Zitat:

Zitat von kassandro
Ihr braucht mich deswegen nicht gleich zum Augenarzt schicken.

Dafür entschuldige ich mich, ich ging da noch von der falschen Reihenfolge der Bilder aus.

Das ist ja nicht schlimm. Nehme ich dir auch gar nicht übel. Ein etwas lockerer Ton ist ja auch gar nicht schlecht, selbst wenn er etwas unsachlich ist.

Zitat:

Zitat:

Dann aber ist mein Urteil wohl richtig: gute Leistung bei Blende 11
Na ja, von den deutlichen Farbsäumen und dem Belichtungsproblem mal abgesehen, für letzteres kann aber das Objektiv nix.
Da stimmen wir völlig überein.

Zitat:

Zitat:

Ich hab das Bild ja schon einmal in einem Suppenzoom-Thread gepostet. Damals wurde es von dir und anderen Realitätsverleugnern als grottenschlecht eingestuft, weil eben nicht sein kann, was nicht sein darf.
"Realitätsverleugnern" :roll: Versuchen wir mal sachlich zu bleiben bitte.
OK, da war ich noch viel unsachlicher als du mit dem Augenarzt. Das war schon polemisch. Im Norden sind die Leute viel empfindlicher. Ich komm ja ursprünglich aus Franken und da stört eine etwas rauhere und aggressivere Sprache kaum jemanden.

Zitat:

An den Thread kann ich mich erinnern und so richtig gut finde ich das Beispiel immer noch nicht, das mag aber meinetwegen an der beschriebenen Aufnahmesituation liegen. Ich weiß nur nicht, inwiefern ein Bild als Beispiel taugt, das gewisse Mängel hat (mangelnder Kontrast z.B.), die dann bei Kritik auf die Aufnahmesituation geschoben werden. Dann wähle ich doch gar nicht erst so ein Beispiel!?
Ich hab das Beispiel deswegen gewählt, weil es von der Entfernung dem Bild am Anfang des Threads noch am nähesten kommt. Hier ist der Suppenzoom Thread. Wie ich jetzt sehe, habe ich da mit anderen gestritten. Ein Beitrag von dir ist da nicht zu finden. Ich hab halt geglaubt, daß du als mein Dauerkritiker auch dabei bist. Das war ein Irrtum.

Zitat:

Du kritisierst immer gerne die Bücherregaltests (ob zurecht oder nicht könnte man auch noch disutieren, aber das muß jetzt nicht auch noch sein), aber diese Beispiele, über eine elendig lange Distanz fotografiert, haben ja offensichtlich auch so ihre Tücken, oder wie siehst du das?
Vollkommen richtig. Für ein 300mm Objektiv ist wohl ein Test-Distanz von 50 bis 100 Meter die richtige. Bei größeren Distanzen werden einfach die atmosphärischen Störungen dominant und die Unterschiede bei den Objektiven treten in den Hintergrund.

Zitat:

Wer hat das denn behauptet? Ich habe lediglich meine Meinung zum RAW-Format geschrieben, mit "mogeln" hat das nichts zu tun, aber ganz offensichtlich schärfen die RAW-Konverter (meiner auch) immer mehr oder weniger nach. Probier's doch einfach mal aus: mach ein Bild JPEG Schärfe -2 und das ganze dann nochmal als RAW. Wenn das RAW deutlich schärfer ist (und zwar so, daß man das gleiche Ergebnise mit einer Nachschärfung des JPEGs ebenfalls erreichen kann), stimmt da IMO etwas nicht.
Wahrscheinlich schärft auch RSE noch ein bißchen nach. Es ist ja noch auf der Konfigurationsseite des Batch-Prozessors ein Schärfe-Schalter, denn ich eigentlich nur bei der A200 mit ISO größer als 50 ausschalte. Ich denke aber, daß RSE weniger als der Bildprozessor mit Einstellung 0 schärft. Die Bilder sehen allerdings viel schärfer aus, weil sie viel mehr Details haben. Dies wird ganz besonders in diesem Thread sichtbar. Dieser Thread ist wirklich extrem empfehlenswert. Deutlicher kann man die Vorteile des Raw-Formates nicht demonstrieren.

Zitat:

Dir ist aber schon bekannt, was "Schärfung" überhaupt ist, oder? Schärfung = Anhebung von Kontrasten! Bei USM zwar gezielt an den Kanten, aber wer weiß schon, ob das bei der genannten Kontrastanhebung nicht auch geschieht?
Ich glaube schon, daß ich weiß was beim "schärfen" geschieht. Ich hab ja das Avisynth Plugin RemoveGrain geschrieben. In diesem sind auch einige Schärfungsfilter enthalten. Andere Filter von RemoveGrain werden wiederum im Plugin "LimitedSharpen" (nicht von mir) verwandt und bei LimitedSharpen handelt es sich wohl um den hochwertigsten Schärfungsfilter überhaupt. Da gibt es bei Photoshop nicht einmal annähernd einen gleichwertigen Filter.
Die Anhebung des Schattenkontrastes in RSE ist ein reines "tone mapping". Geschärft wird da sicher nichts. Es sieht nur etwas schärfer aus, weil die Konstraste steiler sind. "Fill light" von RSE ist leider ebendalls nur ein reines "tone mapping". Hochwertigere "Fill light" Filter wie in Nikon Capture arbeiten ein bißchen wie DRI. Sie suchen nach Schattenauschnitten und hellen nur diese auf.

Zitat:

So viel zu deinen "unbearbeiteten" Bildern. So etwas gibt es strenggenommen sowieso nicht, da jedes digitale Bild nunmal irgendeine Form der Bearbeitung durchlaufen muß, bevor es gezeigt werden kann. Und bei JPEGs ist das nunmal die grundlegendste, einfachste und vor allem in jeder Kamera gleichen Typs (bei gleichen Einstellungen) immer gleiche Bearbeitung. Im Gegensatz zu RAW, wo es schon durch die vielen verschiedenen Konvertern zu Unterschieden kommen kann. Manche Konverter beseitigen z.B. auch völlig automatisch Farbsäume usw. Und da du so viel wert auf Praxisbedingungen legst: immer in RAW zu testen, aber nie damit zu fotografieren erscheint mir ebenfalls wenig sinnvoll.
Ich stimme damit ziemlich überein. Wenn ich von Bearbeitung rede, meine ich allerdings zusätzliche Eingriffe wie z.B. Schärfung. Notwendige Bearbeitungsschritte wie z.B. Interpolation sehe ich dabei noch nicht als Bearbeitung an, was natürlich nicht ganz korrekt ist, zumal es gerade bei der Interpolation große Unterschiede gibt.

Zitat:

Wenn ich vorwiegend in JPEG fotografiere, möchte ich auch etwas über die Leistungsfähigkeit des Objektivs bei diesem Format wissen. Für Schw...vergleiche in Foren taugt das dann vielleicht weniger, das ist richtig. Oder anders ausgedrückt: mir liegt wenig daran, andere von der Leistungsfähigkeit eines bestimmten Objektivs zu überzeugen, sondern ich möchte -für mich- seine Stärken und Schwächen herausfinden, damit ich mich besser darauf einstellen kann.
Du kannst natürlich machen, was du willst. Aber wenn ich mir den oben zitierten Thread anschaue, dann würde ich das JPEG-foten aufgeben, wenn ich es nicht längst getan hätte (einzige Ausnahme sind Serienaufnahmen). Ich fote selbst mit der A200 fast nur in Raw, obwohl diese im Gegensatz zur D7D bei Raw doch ein bißchen langsamer wird. Aber jeder soll machen, was er will. Im JPEG-Format sind zweifellos auch die Unterschiede zwischen den Objektiven geringer.

PeterHadTrapp 25.05.2006 10:41

Ich habe es mir lange verkniffen hierzu was zu sagen.
Ich schaffe es aber inzwischen nicht mehr... :cool:

solche Tests sind so vielen Störfaktoren unterworfen, da ist es ganz schwierig wirklich substantielle Schlüsse daraus zu ziehen. Das ist im Prinzip bei allen Objektivtests mit Hausmitteln so. Deswegen poste ich keine Objektivtestbilder mehr, sondern mache nur noch direkte Vergleiche für mich selber.

Wenn ich also etwas über die Abbildungsleistung eines objektives wissen will, dann pappe ich den Testchart an die Wand und fote ihn bei möglichst gleichbleibender Beleuchtung so, dass er bei jeder Brennweite Formatfüllend abgebildet wird. Davon dann Blendenreihen. Hierzu stelle ich den WB manuell.
Und zwar immer im direkten Vergleich verschiedener Objektive, sodass ich Relationen habe, an denen ich mich innerhalb meines Objektivparks orientieren kann. Nicht mehr und nicht weniger.

Gruß
PETER

Jens N. 25.05.2006 12:32

Zitat:

Zitat von kassandro
Hier ist der Suppenzoom Thread. Wie ich jetzt sehe, habe ich da mit anderen gestritten. Ein Beitrag von dir ist da nicht zu finden. Ich hab halt geglaubt, daß du als mein Dauerkritiker auch dabei bist. Das war ein Irrtum.

Kein Irrtum, ich hatte mich an anderer Stelle dazu geäussert (finde ich aber auf die Schnelle nicht).

Zitat:

Wahrscheinlich schärft auch RSE noch ein bißchen nach. Es ist ja noch auf der Konfigurationsseite des Batch-Prozessors ein Schärfe-Schalter, denn ich eigentlich nur bei der A200 mit ISO größer als 50 ausschalte. Ich denke aber, daß RSE weniger als der Bildprozessor mit Einstellung 0 schärft.
Sowas lässt sich ja recht einfach herausfinden. Ich habe gestern mal eine schnelle Vergleichsreihe gemacht und herausgefunden, daß Adobe Camera RAW auch in Nullstellung ungefähr so stark schärft, wie ich es als letzten Schritt vor dem Abspeichern zu tun pflege, wenn ich Bilder in Webgröße vorbereite. Ich schärfe nicht sehr stark nach, aber der Unterschied war sichtbar. Das mit Schärfeeinstellung 0 in der Kamera kann hinkommen, denn die zum Vergleich mit Einstellung +2 aufgenommenen Bilder waren stärker geschärft. Die Details waren bei allen Bildern gleich, Schärfen oder das RAW Format zaubert IMO keine Details hinzu.

Ansonsten kann ich mich nur Peters letztem Beitrag anschliessen.


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