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Tips für Hochzeitsfotografie
Moin,
Freunde baten mich, auf ihrer Hochzeit nicht nur Fotos von der Feier zu machen, sondern auch die offiziellen Bilder! Jetzt habe ich paar Fragen im Zusammenhang mit meiner D7D: 1. Gibt es irgendeine Seite, wo ich mir mal ein paar Inspirationen zum Thema Hochzeitsfotografie holen kann? 2. Ist für die Feier mein 18-70er zusammen mit dem HS(D) 5600 ausreichend? Ein 15-30 kann ich mir nicht leisten. 3. Was sollte ich dringend beachten bei der Belichtung? Raum ist recht tief und schummriges Licht. 4. Wie blitze ich in der Kirche? Vielen Dank, falls sich der ein oder andere ein wening Zeit für mich nimmt. Grüße aus Hannover |
Hallo,
meine Erfahrung zum fotographierern in der Kirche ist, dass zwar die Pastoren und Pfarrer wesentlich offener geworden sind, aber das Klappen des Spiegels doch störend wirkt und damit nicht unbedingt gern gesehen wird. Meistens wurden aber ein paar Grundfotos akzeptiert. Auch in Hinblick auf die "intime" Situation des Hochzeitspaares, z. B. beim Trauversprechen, würde ich es unbedingt mit denen genau abklären was sie überhaupt wollen. Und damit viel Glück und Spaß bei dem coolen Job. Grüße, Thomas |
Re: Tips für Hochzeitsfotografie
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Definiere noch mal "offizielle" Bilder? Aber doch nicht die Bilder, die sich die beiden dann ins Schlafzimmer hängen, oder? Da sollten sie schon zum Fotografen gehen. ;) Zitat:
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Vielleicht findest Du nen User in Deiner Nähe, der Dir ein besseres Standardzoom ausleiht. Ansonsten viel Glück, es wird ein stressiger Tag, glaub mir. ;) Solltest Du noch fragen haben, dann nur her damit. |
ich würde für Portrait-Aufnahmen auch noch ein Tele einpacken. Meiner Erfahrung nach bekommt man die schönsten Einzelaufnahmen, wenn keiner merkt, dass du fotografierst ;)
Nur mit dem 18-70 auf die Reise zu gehen, zumal die quasi der offizielle Fotograf sein wirst, halte ich für zu gewagt. |
Vor drei Wochen habe ich auch ein Hochzeitsfest fotografiert.
Für die gestellten Aufnahmen (indoor) habe ich zwei entfesselte Kompaktblitze (einen 5600 und einen 3600) mit weissen Hama-Schirmen auf Stativ, ein 28-70/2.8 und ein 70-210/4 Ofenrohr verwendet. Ist einfach zu transportieren und gibt doch einigermassen gutes Licht. Nachteil ist, dass man lange warten muss, bis die Blitze jeweils wieder aufgeladen sind. Und die Dinger laufen ziemlich heiss!!! Am Abend habe ich dann fast nur mit dem Ofenrohr gearbeitet. So kann man genügend Abstand halten. Der 5600 hat ein OmniBounce drauf gehabt, um das Licht weicher zu machen. Nicht vergessen: genügent Batteriene für die Blitze mitnehmen ;) |
Übers Fototechnische hinaus:
Es kam bei einer Hochzeit, auf der ich fotografierte, gut an, die erste Serie in irgendeiner Ecke als Diashow auf dem Laptop laufen zu lassen. Gruß, Ralf |
Re: Tips für Hochzeitsfotografie
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Mein Tipp: Vorher rechtzeitig in der Kirche Probeaufnahmen machen. Meistens gibt's eine Probe mit dem Brautpaar. Dabei lernt man auch den Pfarrer kennen, und er dich ;) . |
Re: Tips für Hochzeitsfotografie
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Hallo Picknicker!
Ich war vor etwas mehr als einem halben Jahr auch so fies und habe meinen Freund gebeten, bei meiner Hochzeit auch die offiziellen Fotos zu machen. Wir konnten vorher alles gut absprechen. Unsere Erfahrungen: 1. Kirche Meine Frau und ich haben von Anfang an festgelegt, dass in der Kirche nur mein Freund fotografiert. Der Mesner hatte die Beleuchtung etwas verstellt (nach Vorbesprechung), der Tag war sonnig, so dass genug Licht reinkam. Ergo: available light mit einem 50er (war ein Nikon, aber so ca. das Äquivalent zum 1.4/50), nur selten indirekt aufhellen. Die Fotos sind dadurch sehr stimmungsvoll geworden. Mit AS ist man gegenüber einer D70 klar im Vorteil! :top: 2. Empfang, Feier tagsüber Mein Freund hatte mit langen Brennweiten die Möglichkeit, als entfernter Beobachter interessante Situationen einzufangen. Tipp: auch Nicht-Personen-Aufnahmen machen (z. B. Sektglas in Großaufnahme, in einer Hand, an der noch der Anzugärmel zu sehen ist, Details vom Blumenschmuck [für die Braut und die Mütter essentiell!], die Location für die Feier, ruhig auch noch ohne Leute drin, das Buffet [falls vorhanden] usw.) Das macht sich im Fotoalbum sehr schön als Intermezzo. 3. Die offiziellen Fotos Ganz einfach: die hatten wir nicht. Zumindest keine Honigkuchenpferdgrinseoderanschmachtfotos, bei denen man auf den ersten Blick sieht, dass die abgebildeten Personen nicht meine Frau und ich sind, sondern irgendwelche fiktiven Personen, die sich der Fotograf ausgedacht hat. Wir sind nach dem Kaffeetrinken (es war eine "Nachmittagshochzeit") mit dem Fotografen und ein paar Freunden verschwuden und haben uns in fröhlicher und lockerer Atmosphäre in der freien Natur fotografieren lassen. An dem Tag war ein besonderes Licht, aber leider war's etwas windig (Frisur...) - machte aber nix, denn das war das Besondere! 4. Abends Hier musst wohl oder übel geblitzt werden. Die Fotos sind viel unansehnlicher als alle anderen. Also: so weit es irgendwie geht ohne! Fazit: die Traditionalisten in der Verwandtschaft waren etwas enttäuscht von den Bildern (keine Hochkant-Schmachtfotos mit Brautstrauß vor einer Parklandschaft oder auf der Freitreppe eines angemieteten Schlösschens), aber sowohl meine Eltern, als auch meine Schwiegereltern, meine Großeltern - und auch wir selbst - sind der Meinung, dass uns ein Fotograf solche Fotos nicht hätte machen können. Wir sind absolut zufrieden. Soweit meine Empfehlungen. Ach ja, noch ein Tipp: zwei oder drei Speicherkarten mitnehmen (mir ist schon zweimal eine im Betrieb abgeraucht!!!), ggf. auf Laptop zwischensichern, im Idealfall wichtige Fotos mit zwei Kameras machen! Und essen und trinken nicht vergessen! Es kommt blöd, wenn nach zwei Stunden der Fotograf kollabiert! ;) Schöne Grüße & viel Glück, Holger |
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Habe gestern im Netz einen zweiten NP-400 Nachbau mit 2800 mAh und 4 AA Akkus mit je 3000 mAh bestellt. Zusätzlich habe ich ja noch den originalen Akku und 4 AA Akkus mit 2100 mAh. Sollte reichen. Bilder werden auf Laptop zwischengespeichert, damit ist dann immer Platz auf der Karte. Jetzt mal im Ernst: Bin in mit dem 18-70 und dem Ofenrohr unterversorgt??? |
hm...so ganz ohne Lichtstarkes Objektiv...
ich fote viel in Kirchen und Gottesdiensten und vermeide das Blitzen soweit ich es irgendwie kann. Dazu braucht man aber lichtstarke offenblendtaugliche Linsen. Ohne ein 2,8er Zoom würde ich mich bei sowas unwohl fühlen. Das Ofenrohr hat mit über 100 mm nach Crop eine zu lange Anfangsbrennweite. Ein 28-75/2,8 wäre schon empfehlenswert, notfalls eins ausleihen. |
Von der Brennweite reicht es normal aus. Noch ein Tele zur Reserve ist nicht schlecht. Du mußt halt doch recht abblenden bzw. hast du ja nur Bl 5.6, damit dominiert der Blitz stärker. Hängt ein wenig von der Arbeitsweise ab. Mach halt Testaufnahmen wegen der Schärfe. Objektiv mit 2,8 sind zwar hinsichtlich Stimmung toll, dafür hast du dann beim Brautpaar meist nur eine Person scharf ;-)) Da ist stärker abgeblendet eh besser.
Ich blitze sowohl in der Kirche und am Abend. In der Kirche direkt, da meist zu hoche Decken. Experimente mit langer Belichtungszeit mache ich zugunsten unverwackelte Bilder nur selten. ISO auf 400 reicht meist, wenn man in der EBV die Schatten ein wenig nachbessert. Am Abend mit Omnibounce (wenn helle Decke), sonst mit einem Reflektor am Blitz (Metz 45 gegen geschlossene Augen;-). Du siehst, bei mir domiert halt die Fehlerfreiheit vor der Stimmung. Aber ich gehe bei Hochzeiten kein Risiko ein. Von wegen Risiko. Eine Reservekamera und ein Reserveblitz ist ein Muß!!!! Kann auch eine analoge sein oder eine A1 oder so. Markus |
Viele Fotografen, viele Meinungen und Erfahrungen...
Ist echt schwer. Ich denke, daß ich sowieso mal ein paar Probeaufnahmen in der Kirche machen werde. Das die Meinungen aber wegen dem Objektiv so auseinander gehen hätte ich nicht gedacht. |
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Schöne Grüße, Holger |
Tipps kann ich leider nicht geben, ich hoffe selbst noch auf welche, aber meine Schwester hat mich neulich auch gebeten, bei ihrer Hochzeit im Juni die Bilder zu machen. Ich habe dankend abgelehnt und ihr geraten, einen Fotografen zu arrangieren, der ihr wirklich gute Bilder garantieren kann. Ich werde dann nebenher fotografieren und so meine ersten Erfahrungen sammeln können.
Wünsch dir viel Erfolg. |
Im Grunde wurden ja schon viele gute Tipps gegeben. Ein paar neue kann ich vielleicht noch beisteuern:
Das Allerwichtigste ist doch, dass zwischen den Vorstellungen, die das Brautpaar hat und den Vorstellungen des Fotografen (bzw. seinem Können) Konsens besteht. Ich habe bisher immer gesagt, dass ich gerne Situationsfotos mache, aber lieber die Finger von dem gestellten Kram lasse. Klär also ab, was das Brautpaar unter "offiziellen Fotos" versteht! Wenn du "offizieller Fotograf" bist, dann du musst du dich auch so verhalten. D.h. du musst immer vorne stehen und dich durchsetzen, auch wenn dir andere Leute am Ohr kauen, dass auch sie gerne etwas sehen möchten. :) Meist habe ich nur ein Objektiv verwendet (obwohl ich mehr dabei hatte): Das viel zu häufig unterschätzte 3,5-4,5/24-105 (D). Damit musste ich dann aber auch häufig an der ISO schrauben. Meist gibt es jemanden, der die Origanisation für den Tag übergebraten bekommt. Diese Person weiß also, was wann und wo abgeht (z.B. ob es Aktionen vor der Kirche geben wird) und deshalb sollte man sich mit ihr gutstellen. :) Viele Leute schleppen ihre Digis mit sich rum und machen auch den Tag über Fotos von Gruppen und Situationen, während man selber mit dem Brautpaar beschäftigt ist. Um an diese Fotos zu kommen, eröffne ich meist einen Fotowettbewerb, bei dem dann Preise für die "Fremdfotos" vergeben werden. Sinn ist es, diese Fotos, die sonst nur schleppend oder gar nicht beim Brautpaar ankämen, schnell zu sammeln und weiterzugeben. Zur Vorbereitung ist auch die Seite von Andreas Hurni zu empfehlen. Viele Grüße, Jörg |
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Lieber die Finger weg von AWB ??? |
Wie kommst du von ISO auf AWB?
Kind, lass die Finger davon, du wirst gelyncht! Tobi |
Ich will dir ja nicht dreinreden. aber wenn ich mir deine Fragen anschaue, solltest du
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Hochzeitsfotografie ist eines der stressigsten Jobs, die du haben kannst. Hohe Erwartungshaltung, unwiderholbare Szenen und jede Menge Leute, die meinen auch noch ein Erinnerungsfoto von der Nähe machen zu müssen. Und du mußt jede Szene gut erwischen! Was tust du 1) wenn die Kamera abraucht oder sich aufhängt 2) der Blitz nicht nachkommt, abraucht oder die Akkus nicht reichen 3) Die Speicherkarte nicht auslesbar ist 4) du versehentlich etwas an der Kamera falsch eingestellt hast und danach draufkommst 5) du in der Kirche zur falschen Zeit am falschen Platz stehst .... Ich kenne das alles aus eigener Erfahrung. Und früher gab es da dann schlaflose Nächte, bis die Filme von der Entwicklung zurückgekommen sind, wenn du nach der Hochzeit draufgekommen bist, daß eine Einstellung irgendwann verstellt worden war (z.B. beim Rausnehmen aus der Tasche o.ä.). Daher ist für mich bei einer Hochzeit mittlerweile Sicherheit die 1. Priorität: 1) 2 Kameras (heute meist 1 Hauptcam und eine schußbereit vorbereitete Reservekam. Damit verlierst du max. 10 sec, wenn es Ernst wird und die Kam sich erledigt. Das geht sogar beim Ja-Wort. 2) 2 Blitze 3) 2 Fotografen ;-)) 4) alles RAW 5) alles gespeicherte Voreinstellungen 6) alles Blitz (stimmungsvolle Bilder in der Kirche finde ich ja gut und mache sie sonst auch gerne. Aber ein Hochzeitspaar mit unscharfem Mund oder verwischtem Gesicht bei der Trauung ist halt auch nicht das Wahre. Wenn es in der Kirche hell ist, kommt der Hintergrund eh gut und sonst kann man in der EBV recht gut nachhelfen.) 7) mehrere Speicherkarten und einen Laptop. Damit wird jede wichtige Station gesichert. Also schau zumindest, ob dir noch jemand mit einer anderen Kamera helfen kann. Im Gutfall hast du noch andere Perspektiven, im Schlechtfall eine gute Versicherung. Markus |
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Kann ich Dir 100% zustimmen, am besten ist der Tip mit den 2 Fotografen, machen wir hier auch so... und besonders gross der Stress und hoch ist die Erwartungshaltung bei Bekannten oder Freunden... :roll: |
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@mriegelhofer & A1-Chris: Bei 2 Fotografen sollte man sich auch auf den anderen verlassen können. Bei der letzten Hochzeit kam vom Brautpaar die Ansage, dass der andere alleine in der Kirche knipsen sollte. Und was hat er gemacht? NICHTS! Da habe ich mich doch ein wenig geärgert. Im Gegensatz zu euch finde ich es besser, für Bekannte und Freunde zu foten. Denn die wissen in der Regel, welche Art Fotos ich mache und wenn die die Fotos als Geschenk bekommen, traut sich ohnehin niemand zu meckern. Und für den absoluten Notfall: Norwegen soll ein tollen Land zum Auswandern sein! :) Viele Grüße, Jörg |
Schau doch mal hier rein. Dort hat eine mir bekannte Fotografin ihre Tipps zur Hochzeitsfotografie zusammengefasst. Die Bilder von Hochzeiten, die ich von ihr gesehen habe, sind echt klasse gworden.
Ich wünsche dir viel Erfolg :) . Petterson :cool: |
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Das ist auch ein guter Tip, vielen Dank! |
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