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"Winterzirkus" in Lübeck
Aktuell (und noch bis kurz ins neue Jahr hinein) gastiert das Circustheater Roncalli (so der offizielle Name) mit einem "Winterzirkus" in Lübeck. Ich habe kurz vor Weihnachten mit meiner Frau und meiner Schwiegermutter eine Vorstellung besucht, und wir waren alle schwerstens begeistert! :D
Ich habe die Gelegenheit genutzt und meine Kamera mitgenommen. Hier sind schon einmal die ersten 10 Bilder, die ich gerne mit Euch teilen möchte. Weitere Bilder werden sicher in den nächsten Tagen noch folgen. Vor allem aber habe ich bei diesem Besuch mit Blick auf die Einstellungen wahrsinnig viel gelernt! ich kann einen Zirkusbesuch wirklich nur empfehlen!!! → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie |
Magst Du uns daran teilhaben lassen was Du gelernt hast?
Ist die Bewegungsunschärfe Stilmittel oder den technischen Grenzen geschuldet? |
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Ich hab zunächst versucht, mich gewissenhaft vorzubereiten:
Verwendete Ausrüstung:
Ich mache die Tage auch noch mal eine Grafik mit den Bildwinkeln fertig fürs Forum. Für mich hab ich das schon mal vorbereitet, und das wird mir in der Vorbereitung auf den nächsten Zirkusbesuch sicher helfen, denn wenn ich weiß, wo ich sitze und welchen Arenabereich ich idealerweise abdecke Einstellungen:
Das auf die Schnelle. Weitere besondere Einstellungen hatte ich glaube ich nicht, aber fragt nach, wenn Ihr etwas wissen wollt. |
Das beantwortet aber nicht Ayreons Frage. :?
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Vielen Dank, dass du uns daran teilhaben lässt. Nicht immer hat man die Möglichkeit mit entsprechender Kameraausrüstung Aufführungen zu besuchen und selbst mit einer Notknipse scheitert das Vorhaben dann nicht an der eigenen Technik sondern an den Unterschieden zwischen Saalplan und Realität. :roll: Zitat:
Aber klar, Geschmäcker sind verschieden. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf deine Fortsetzung. |
O.k., erst mal fünf weitere Bilder. Alle "noch" mit 85mm geschossen. Danach hab ich auf 56mm gewechselt (jeweils an APS-C). Allerdings sind die Bilder alle mit kürzerer Belichtungszeit als die ersten. Bei Sony heißt der Menüpunkt "ISO AUTO Min. VS". Man kann da konkrete Mindestbelichtungszeiten einstellen, aber eben auch eine Art Automatik (mit "ISOASS Std" bezeichnet). Was mir erst jüngst aufgefallen ist: man kann diese Einstellung auch noch mal "feinjustieren", indem man das Auswahlrad nach links bzw. rechts drückt. Da gibt es dann statt "Std" noch die Einstellungen "Slower", "Slow", "Fast" und "Faster". Die Fotos hier waren (wenn ich mich recht erinnere) auf "Faster" (in den EXIFs hab ich es leider nicht gefunden).
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Und hier die ersten Bilder mit dem Sigma 56mm/f1.4 (und alle auch offenblendig fotografiert).
→ Bild in der Galerie → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie → Bild in der Galerie Insgesamt kommen noch 17 Bilder (wenn sie Euch interessieren). Noch mal ein Zwischenresümee: Über die genaue Belichtungszeit kann man sicher streiten. Letztendlich ist das aber etwas, was man schnell an der Kamera einstellen kann. Ein Objektivwechsel ist deutlich zeitaufwendiger. Die 85mm waren mir manchmal ein bisschen "spack", in anderen Situationen aber perfekt. Das 56mm war "universeller" und hat mir mehr Freiheiten beim Zuschnitt in der Nachbearbeitung gegeben, aber teils hab ich schon großzügig weggeschmissen. Mit Blick auf Brennweite wäre vermutlich ein 35-150mm/f2-2.8 ein perfektes Objektiv für das Setting, sowohl an APS-C als auch an Vollformat. Bei der Abschlussnummer (Bild folgt noch) hab ich tatsächlich noch mal auf mein 17-70/f2.8 gewechselt, weil ich mehr "Totale" haben wollte, bin aber letztendlich nicht unter 28mm gekommen. |
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Aber nicht mit den komischen Vorgabe schnell schneller, sondern zB mit min VS 1/1000s. |
Sind sehr eindrucksvolle Bilder, bei den Actionbildern reicht halt leider das Licht nicht.
Ich war (sehr naiv) bei Roncalli in München und hatte eben zwei Pfosten im Blickfeld wobei man sagen muss dass durch Konstruktion und kleiner Größe des Zeltes nur ein kleiner Teil des Publikums wirklich freie Sicht hatte. Dazu sass ich leider weiter oben. Ich bin jedenfalls froh (als Fotosüchtiger) dass man sich im Circus noch fotografisch austoben darf im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen |
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Ich geh aber mal davon aus, dass das nicht mein letzter Besuch im Zirkus war :D Ich werde meine Fotos auf jeden Fall noch mal genauer "auswerten". Ein paar minimale Bewegungsunschärfen sind ja auch bei den letzten Bildern noch dabei gewesen, und vielleicht probiere ich beim nächsten Mal eine konkrete "min VS" aus :D Zitat:
Zum Fotografieren könnte höher aber nicht uninteressant sein - wenn man ein lichtstarkes Telezoom dabei hat. Das neue 50-150/f2 könnte da ziemlich genial sein. Aber das muss man sich auch erstmal leisten können :oops: |
Hier mein vorletztes Set - diesmal mit 11 Bildern. Ich wollte die beiden letzten aus dieser Serie nicht verteilen.
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Eine letzte Serie von sechs Bildern habe ich noch von meinem Zirkusbesuch:
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Überlegungen zur Belichtungszeit
Ich bin mir tatsächlich noch nicht so ganz sicher, wie ich beim nächsten Mal die Einstellungen wähle für die "richtige" Belichtungszeit. Ich würde gerne dafür noch mal einige Bilder herausgreifen wollen, an denen man vielleicht gut etwas sehen kann:
Ich werde beim nächsten Mal eine etwas andere Einstellung versuchen, und zwar werd ich die ISO Auto-Mindestverschlusszeit auf 1/1.000 Sek. setzen, den ISO-Wert aber relativ knapp bei ISO 1.600 halten. Mal sehen, was dabei herauskommt. |
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Wie ich schon schrieb, du hattest dir viele Gedanken zu deinem Sitzplatz gemacht. Deine Überlegungen (Zitat) zur Belichtungszeit lassen mich etwas ratlos zurück. Was willst du denn fotografisch umsetzen? Die richtige Belichtungszeit hängt von deinem Ziel ab (so lange die Technik mitspielt). Ich bin kein Fan von Akrobatik und war zuletzt als Kind im Zirkus. Wäre ich ein Fan von Akrobatik und wollte ich da Bewegungsunschärfe darstellen, würde ich die gleichen Vorführungen mit unterschiedlichen Zeiteinstellungen testen und nicht der Kamera das Ergebnis überlassen. Beispiele aus der Konzertfotografie: - eine passende Akkordeonistin herauspicken, die den Kopf ruhig genug hält damit ich die Bewegungsunschärfe der Finger an den Tasten einfangen kann - auf einen passenden Dirigenten treffen, der im Vergleich zu seinen ausholenden Armbewegungen relativ ruhig den Kopf hält - Bildbeispiel für ein Perkussionisten hatte ich bereits gepostet - oben Geschriebenes gilt entsprechend für eine Schlagzeugerin, Cellisten usw. - ... Für Zirkus und Akrobatik fallen mir neben den Artisten, die irgendwelche Gegenstände bewegen bzw. durch die Luft werfen, auch noch die Tänzer ein, wenn sie stehen und nur die Arme bewegen oder Mitzieher wenn sie sich im Raum bewegen ... Daher noch einmal meine Verständnisfrage, was soll dein Ergebnis sein bzw. was ist dein Ziel?, denn davon hängt m.E. die richtige Zeiteinstellung ab ;) |
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Ich würde auch verschiedene Zeiten durchspielen. Und Zusammenhänge schaffen. D.h. warum steht der Mann kopfüber in der Luft? Der Zusammenhang für den Betrachter fehlt. Du weisst es warum das so ist, aber ich nicht - zumindest nicht ohne Erklärung. Das Sofabild ist da viel besser, es ist die Umgebung mit drauf. Publikum, Lichter usw.... |
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Dein Hinweis in dem anderen Beitrag, dass das Bild "einen scharfen Bereich und Bewegung zugleich darstellen" sollte, war ja für mich durchaus eine "Aha-Erkenntnis". Ich begleite ja auch ein (studentisches) Sinfonieorchester fotografisch, und da ist es in der Tat leichter, Schärfe und Unschärfe gleichzeitig abzubilden, weil sich "weniger" Körperteile bewegen, die aber teilweise recht schnell. Aber gerade bei diesen beiden Bildern, die ich da noch mal exemplarisch ausgewählt habe, "zündet" die Bewegungsunschärfe für mich irgendwie nicht so richtig. Es ist irgendwie "nicht Fisch, nicht Fleisch". Aber ich glaube nicht, dass eine (auch nur etwas) längere Belichtungszeit helfen würde. Die "Geschwindigkeitsunterschiede" zwischen den "langsamen Körperteilen" (z.B. die Köpfe) und den "schnellen Körperteilen" ist - so mein Eindruch - einfach nicht groß genug, um Schärfe (Kopf) und Unschärfe (Füße) wirklich deutlich festzuhalten. Wenn ich die Schärfe auf den Köpfen behalten will, kann ich kaum eine längere Belichtgungszeit nehmen. Und noch eine Sache wird mir umso klarer, je länger ich darüber nachdenke: Bei diesen beiden Bildern kommen für mich die Hauptwirkung ja eigentlich nicht durch die Bewegung, sondern allein dadurch, dass die beiden Akrobaten "in der Luft" sind - und das sehe ich auch ohne Bewegungsunschärfe. Im Gegenteil: wenn ich gar keine Bewegungsunschärfe hätte, dann würden sie quasi in der "kleben" Luft - was ja an sich widersinnig ist, aber vielleicht gerade deswegen bildlich spannend. Und ich könnte mir vorstellen, dass genau das die fotografische Idee des "den Moment festhalten" noch stärker wirken lässt. |
Vielleicht hilft das Video von Mark Galer ein wenig:
https://www.markgaler.com/camera-custom-settings Settings for shooting action - A7 III ab Minute 10. |
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Er hat die obere ISO-Grenze deutlich höher angesetzt (ISO Auto Max 12800), arbeitet aber auch mit einer deutlich geschlosseneren Blende (bis f/5.6). Der größte Vorteil ist sicher die größere Schärfentiefe, aber mir persönlich wäre dieser ISO an meiner a6600 doch zu hoch. Ansonsten ist sein Tipp tatsächlich auch, primär mit "ISO AUTO ShutterSpeed" auf "Faster" zu arbeiten und ansonsten nur bei "noch schnelleren" Objekten auf "mind. 1/1.000" zu wechseln. Und ebenso wie er habe ich diesen Menüpunkt auch in meinem Funktionsmenü. Insofern lag ich da ja gar nicht so verkehrt. Mit "Faster" hab ich es ja jetzt ausprobiert, also wird es beim nächsten Mal "min. 1.000" :D |
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