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SONY [SteadyShot-Einstlg.] 200-600
Moin, moin!
Da ich in knapp 2 Wochen einen Kurztrip nach Helgoland unternehme, habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, welche Ausrüstung ich da mitnehme. Es wird die A1 + 200-600 + 24-105 + RX100 III. Jetzt hatte ich das 200-600 noch so gut wie gar nicht an der A1 und habe daher die letzten Tage diese Kombination ein wenig getestet. Das die Schärfe nicht so wie beim 600 F4 ist war klar, aber eine Sache ist mir direkt wieder aufgefallen: Die "Keeper-Rate" war ähnlich gering wie schon mit der A7RIV. Ein Grund für schlechte Ausbeute bei der alten Kombination war definitiv der Bildstabilisator des 200-600. Das Umstellen von Mode 1-3 brachte aktuell nicht viel und ganz deaktivieren will ich den Stabi an der Linse auch nicht, weil mich das gefummel an den kleinen Schaltern nervt. Daher kam mir heute die Idee, die Steadyshot Einstellung ([SteadyShot-Einstlg.]) in der Kamera von AUTO auf Manuell umzustellen. Von der Logik her müsste der Stabi ja "kräftiger" einwirken, je höher die Brennweite ist. Also mal fest auf den Höchstwert von 1000mm gestellt. Und siehe da, die Ausbeute an Scharfen Bildern liegt deutlich höher! Interessant fand ich auch den Satz aus der Sony Online Hilfe: Zitat:
Hat sich schon irgend jemand mal mit der Thematik auseinandergesetzt? Gibt es evtl. Nachteile, wenn die Einstellung auf 1000mm steht, während man z.B. mit dem 24-105 fotografiert? Gruß Lars |
Hast Du das ohne TC probiert?
War der Steady Shot am Objektiv auch ausgeschaltet? Ich frage deshalb, weil ich das auch unbedingt ausprobieren möchte... |
Ohne Telekonverter und am Objektiv OSS an auf Modus 1.
Gruß Lars |
Danke - ich werd das einmal ausprobieren...
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Ich habe diese Einstellung jetzt auch mal an der A7RIV geändert und werde, sobald der Regen aufhört, auch mal testen.
Gruß Lars |
Hier mal ein Beispiel einer Serie von gestern (A1).
12 Bilder einer fliegenden Graugans bei grauem Himmel mit leicht durchscheinender Sonne. Jeweils Kopf/Auge ausgeschnitten (256x170 Pixel) ergab ein Bild von 1024 Bildpunkte in der Breite. Vergrößert auf 2400 Bildpunkte. → Bild in der Galerie 12 von 12 Bilder brauchbar Scharf, das kenne ich so von dem 200-600 nicht, eher 3-5 Bilder scharf. Gruß Lars |
Interessanter Ansatz und interessantes Ergebnis.:top:
Hast du den höheren Anteil an „Keepern“ nur bei Bewegtbildern in Verfolgung oder auch bei statischen Motiven? |
Auch bei statischen Objekten.
Die meißte Zeit fotografiere ich Handgehalten und bei 600mm oder mit 900mm (Crop). Gruß Lars |
Hatte kurz die Möglichkeit die A7RIV mit der Einstellung zu testen und auch da ist ein enormer Unterschied festzustellen!
Nicht nur hat sich die Anzahl der brauchbaren Bilder erheblich erhöht, ich konnte einen deutlichen Schärfegewinn feststellen. Nicht vergessen, ich nutze die A7RIV mit dem 200-600 seit 2019 und habe so ziemlich alles ausprobiert, was die Profis aus Übersee und anderswo vorgeschlagen haben. Hier mal ein Bild vom Fasan aus einer Serie von 12. Es waren alle 12 Fotos der Serie so gut, das ich sie behalten kann. → Bild in der Galerie Bezüglich Schärfe ist das am ehesten aufgefallen, wenn man kleine Vögel, die weit weg sind, aufgenommen hat. Was früher immer einen leicht verschwommenen "Touch" hatte ist nun klar und scharf! Irgendwie haut einem der Stabi im AUTO Modus die Schärfe kaputt. Eine Sache ist mir aufgefallen. Ich habe einen "Vögel im Flug" Modus auf eine Taste gelegt. Dieser Modus übernimmt immer den Verschluss, welcher grad eingestellt ist. In dem Fall der Lautlose, welchen ich für die sitzenden Vögel nutze. Dort hatte ich einen extremen "Lag" (Verzögerung) im Sucher. Da muss ich weiter recherchieren, woran das liegt. Stelle ich auf Vögel im Flug fest ein, mit mechanischem Verschluss, ist alles normal. Werde weiter testen und berichten. Freue mich über Euer Feedback! Gruß Lars |
Stellst du diese Einstellung wieder zurück, wenn du ein anderes Objektiv mit gutem Stabi verwendest, z.B. das 600er GM? Oder hat das dort keinen Einfluss?
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Zitat:
Das gilt es tatsächlich noch zu testen. Sollte es auf dem 600 F4 keine Probleme bereiten, lasse ich es grundsätzlich aktiviert. Nutze primär die MR 1, 2 und 3 an der A1, da der "M" auf dem Moduswahlrad leider durch "Film" und "S&Q" von den "MR123" getrennt sind. Ich will das "blind" bedienen können, bei der A7RIV war "M" direkt neben den "MR". Würde mir dann die Funktion auf dem "M" Modus wieder auf AUTO stellen, wenn ich z.B. das 24-105 oder andere Brennweiten benutze. Ich denke, da muss ich noch ordentlich testen, nicht das es irgendwelche negativen Effekte hat, die ich noch nicht kenne. Auf jeden Fall sehr geil, das die RIV mit dem 2-6 jetzt augenscheinlich auch "liefert". Gruß Lars |
Zitat:
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Dann Glückwunsch zu deinem offensichtlich werksseitig perfektem 200-600!
Oder war es bei Schuhmann in Linz? Gruß Lars ;) |
In diesem Fall sehe ich das nicht eine Frage, ob ein Objektiv besser oder schlechter justiert ist, sondern eine Frage wie die Kamera mit dem Steady Shot umgeht.
Ich werde das jedenfalls auch testen (sobald der Regen wieder aufhört) |
Zitat:
Aber dafür testen wir ja. Habe einen "Foto-Kollegen" mit max. 1 Jahr altem Equipment, bestehend aus A7IV, A6700 und dem 200-600, der will sich das Ganze auch anschauen, da ich bei einigen seiner Fotos auch eine leichte Unschärfe entdeckt hatte. Gruß Lars |
Zitat:
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Zitat:
Ich vermute tatsächlich bei dem 200-600 (und sicher auch bei einigen anderen Objektiven) eine stärkere "Serienstreuung" bezüglich Qualität. Ein nicht perfekt justiertes Objektiv erzeugt nun mal weniger perfekte Bilder. Vermutlich kann man mit dem "agressiver" eingestellten Bildstabilisator einiges ausgleichen. Würde bedeuten, jeder muss für sein Objektiv den "sweet spot" finden. Dieser "Lag" der A7RV bei lautlosem Verschluss ist ziemlich sicher der zu hart eingestellte (1000mm) Bildstabilisator, der gegen meinen Schwenk angekämpft hat. Evtl. hilft da Mode 3 am Objektiv. Werde den Wert bei der Kamera heute mal fest auf 600mm und/oder 800mm (oder noch niedrieger?) einstellen und weiter testen. Gruß Lars |
Klingt interessant, auch wenn mir da bis jetzt nix aufgefallen ist.
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In einem englisch sprachigen Forum, wo ich das Thema auch angesprochen habe, wurde mir grad von einem User mitgeteilt, das das Objektiv einfach nicht mehr kann und wenn ich schärfere Bilder haben will, muss ich nachschärfen oder näher am Vogel dran sein.
Er hat ein Review über die Linse geschrieben, weiss genau Bescheid und zeigte mir noch ein unbearbeitetes Foto einer Graugans bei gutem Licht in voller Auflösung. Auch mit der A1, dem 200-600 bei F6.3 - 1/4000 - ISO1000 - OSS: OFF Ich habe dann einen 100% Ausschnitt seiner Gans gemacht und mit einer ebenfalls unbearbeiteten Aufnahme von meiner Gans aus der 12er Serie aus dem ersten Beitrag verglichen. Allerdings musste ich meine Gans noch um 300% vergrößern, da sie viel weiter entfernt war als seine. Bei mir F6.3 - 1/2500 - ISO1600 → Bild in der Galerie Hmmm... Gruß Lars |
Tja, da fällt mir auch nur ein Hmmm…. ein.
Jedenfalls bist du da einem spannenden Thema auf der Spur. Mein 200-600 (Dirks Bestes, aus mehreren Anläufen) ist ja auch ein Linz-selektiertes, deshalb bin ich sehr zufrieden mit der Schärfe. Dass nicht jeder Schuss ein Keeper war, habe ich einfach mal hingenommen. Ich werde aber in jedem Fall demnächst mal ein paar Versuche starten. Wenn mehr geht, nimmt man es ja gerne mit. |
Wirklich interessantes Thema. Ich werde es ausprobieren, sobald mal wieder mehr Fotografie auf meinem Zeitplan steht. Danke jedenfalls für deine Anregung. :top:
FG Carlo |
Zitat:
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Zitat:
Reizt man aber die Entfernung aus und denkt, dank jenen 600 mm Brennweite kann ich mich auch ein paar hundert Meter entfernt auf die Lauer legen, schwächelt es nach meiner Erfahrung sichtbar. Ich glaube auch nicht, dass da eine Frischzellenkur bei Schuhmann noch viel auswetzen kann. Aber mal am Rande noch ein Wort zu Helgoland. Ich war Anfang Februar dort und hatte das 200-600 nicht mit dabei. Denn erstens braucht man es für die Robben auf der Düne nicht, da diese teils so nah sind, dass man aufpassen muss, nicht über die zu stolpern. Da reichen locker 300 oder 400 mm, auch angesichts der von den Naturschützern vorgegebenen Mindestabstände. Und zweitens, wenn man an den roten Vogelfelsen auf der Hauptinsel Tölpel oder Lummen fotografieren will, finde ich das 200-600 schlicht zu schwer, um es lange und vor allem ruhig gegen den permanent drückenden eisigen Wind halten zu können. Aber auch hier braucht es eigentlich – nach meiner Erfahrung – nicht zwingend die 600 mm, um die Vögel groß genug draufzubekommen. Nimm also, sofern Du hast, lieber noch kleinere Linsen mit. |
Ein Kollege (A7IV) hat mal sein Weitwinkel bei der Einstellung aufgesetzt und der Stabi spielte wohl etwas verrückt.
Ich denke es macht Sinn, sich ein Setting auf einen MR Platz abzuspeichern, welches man aktiviert, wenn man das 200-600 primär nutzt. Bei 200mm Brennweite mit der 1000mm Einstellung konnte ich vorhin an der A7RIV keine Nachteile erkennen. Zu Helgoland: Bezüglich Gewicht habe ich da keine Probleme, da könnte auch ruhig das 600 F4 mit. Für den Trip aber zu sperrig und die festen 600mm machen am Lummenfelsen keinen Sinn. Daher das 200-600 um Flexibel zu sein. 200 für die Basstölpel, 600 für das ganze Kleinvieh (Ringdrossel, Tienschan-Laubsänger, etc. :D ). Zusätzlich nehme ich noch das 24-105 F4 und meine RX100 III mit. Durch die RX100 brauche ich nicht ständig für eine Landschaftsaufnahme das Objektiv wechseln und mit 24-105mm kann ich auch mal die Basstölpel knipsen. Ach ja, der 1.4er TK kommt auch mit. Gruß Lars |
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Hatte gestern wieder eine sehr hohe Ausbeute, sowohl mit A7RIV als auch der A1 am 2-6.
Im englischsprachigen Forum kommt gemischtes Feedback, einerseits die ungläubigen (die es aber auch nicht ausprobieren wollen), andererseit testbereite und auch schon jemand der meint es hätte beim 600F4 was gebracht. Prima das doch soviel Leute mitmachen, wenn es wirklich was bringt ist ja letzten Endes auch allen geholfen. Wenn es eine Nullnummer ist, stellt man zurück auf Auto und ist auch glücklich. Gruß Lars :D |
Ich habe ja kein 200-600 und generell kein E-Mount. Da ich aber öfter auch mal Kameras anderer Marken ausprobiere fiel mir schon etliche Male auf dass deren Stabis (wie sie auch immer heißen mögen) häufig (manchmal geradezu auffällig) spürbar besser arbeiten als die meiner Sony Kameras (RX100VII, α77II, α99II).
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Auch das: Zitat:
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Da wurden die Fotos auch total unscharf, wenn der IBIS nicht manuell auf die Brennweite des Objektivs eingestellt wurde, sondern auf der "nativen" - und damit deutlich zu langen - Brennweiteneinstellung der Kamera belassen wurde. |
Ach so, das passiert also nur wenn man manuell eine andere als die tatsächliche Brennweite des verwendeten Objektivs einstellt - habe ich das richtig verstanden?
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Kleiner Nachtrag:
wenn man eine "zu Kurze" Brennweite einstellt, dann bleibt der Stabi unter seinen Möglichkeiten. So ist es zumindest bei meinen Olympus-Kameras. Ich denke, bei Sony-Kameras wird es nicht anders sein. PS: in weit die Entfernung eine Rolle spielt, kann ich nicht sagen. |
Das Thema finde ich sehr interessant und werde es auch mal für mein 500er Sigma übernehmen.
Stelle da mal die 500mm fest ein beim Steady-Shot. :top: |
Ja leck mich doch. :shock::shock::shock:
Ich war die ganze Zeit mit "Manuell 8mm" unterwegs. :shock::shock::shock: |
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Das würde meine Überlegung oben stützen, dass es egal ist, wenn das Objektiv einen OSS hat, was man manuell einstellt. |
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BG |
Ja, so ganz stimmt das nicht. Wenn man z.B. ein natives 35mm nutzt (das seine Brennweite überträgt, aber keinen eigenen Stabi hat), und manuell 1000mm einstellt, wird man bereits im Sucher Seekrank, weil der Stabi aus dem Ruder läuft.
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