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Zwei Klettersteige
nachdem wir letztes Jahr das Klettersteig-Gehen entdeckt hatten, haben wir auch heuer einige Steige absolviert.
Der erste führte uns wieder zur Burg Laudeck in Ladis, wo sich an der senkrechten Felswand unterhalb der Burg drei Klettersteige befinden: ![]() → Bild in der Galerie Zum Aufwärmen haben wir den leichtesten Steig gewählt, den wir auch schon letztes Jahr gegangen sind: ![]() → Bild in der Galerie Den spektakulären Abschluss bildet eine Hängebrücke hoch über dem Inntal mit Blick ins Kaunertal: ![]() → Bild in der Galerie Für Insider: dieser Steig hat maximal B/C als Schwierigkeit. Dann nahmen wir uns den schwersten der drei Klettersteige vor: ![]() → Bild in der Galerie ![]() → Bild in der Galerie Die fehlende Schärfe ist dem starken crop und der unruhigen Hand des Fotografen geschuldet, der etwas Angst um seine Tochter hatte...;) Schwierigkeitsgrad: D/E! |
Am Tag danach ging es ins Ötztal, wo sich der höchste Wasserfall Tirols befindet (in unmittelbarer Nähe zum sog. "Ötzidorf" ;) ). Neben diesem spektakulären Wasserfall gibt es einen Klettersteig, der parallel zum Wasserfall die senkrechte Felswand hoch geht.
Es beginnt aber mit einer einfachen, netten Seilbrücke: ![]() → Bild in der Galerie Aber schon kurze Zeit später geht es ab in die steile Wand: ![]() → Bild in der Galerie ![]() → Bild in der Galerie Sieht schwieriger aus, als es ist. Und wenn man alle Regeln beachtet, auch nicht gefährlich. ![]() → Bild in der Galerie Den Abschluss bildet auch hier eine Seilbrücke, die direkt über den Abbruch des Wasserfalls führt: ![]() → Bild in der Galerie Nachdem durch die Regenfälle der Tage vorher viel Wasser im Bach war, gabs eine kostenlose Dusche...:cool: Zurück ins Tal geht es über eine gewagte Stahlkonstruktion, die eigentlich für die "normalen" Touristen gedacht ist. ![]() → Bild in der Galerie Es gibt mehrere Aussichtsplattformen, die meisten davon waren überfüllt. Nur diese nicht... ![]() → Bild in der Galerie Warum wohl? :lol: ![]() → Bild in der Galerie |
Ein wenig verrückt seid ihr schon... Aber ihr wisst offensichtlich auch, was ihr euch zumuten könnt :top:
Für die "Nicht-Insider": B/C gilt bereits als schwierig. D/E sehr schwierig. Und dabei schießt ihr noch locker Bilder. Klasse Bericht Toni! Danke! |
Spektakulär!!! Und ihr hattet jede Menge Spaß.
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Der Bericht von der gefährlichsten Wanderung kommt dann heute Abend...;) Zitat:
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Tolle Erlebnisse habt ihr gehabt und scheinbar auch recht brauchbares Wetter. :top:
Ich würde mir so einen Klettersteig nicht zutrauen. :shock: Wir sind zur Zeit auch in den Bergen, nach einem Jahr endlich mal wieder. |
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Allerdings kannst du im Hochseilgarten auch einfach irgendwo aufhören, wenn es nicht „dein Tag“ ist.
Ein Rückzug in solch einem Klettersteig ist ja evtl. problematischer als weiter voran zu gehen. Eindrucksvolle Fotos übrigens.:top:;) |
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Spektakuläre Bilder, die Lust machen das auch mal zu probieren!
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Wo hattest Du da beim Klettern die Kamera? (die RX ist ja nicht wasserdicht...) |
Na Ja, ich hatte vor solchen Klettersteigen schon gehörigen Respekt, da wenn man aus der Wand fällt, halt bis zur nächsten Befestigung des Sicherungsseils runterrauscht. Und das kann schon richtig übel weh tun......
Inzwischen machen Klettersteigunfälle heute einen erheblichen Teil der Bergwachteinsätze aus, da diese vermeintlich sichern Klettersteige auch viele anziehen, die dort besser nicht lang sollten. Leider brauche ich über solche Touren heute nicht mehr nachdenken. :cry::cry: |
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Da ist aber das mit den beiden Karabinern gar nicht dabei, weil es absolut selbstverständlich ist! Zitat:
Wenn es die Situation erfordert hat man auch noch eine sog. "Rastschlinge" mit dabei. D.h. ein kurzes (ca. 50-70cm langes) Band mit Karabiner, das am Klettergurt befestigt ist. Bei einem Stopp im Steig, wo man seine Hände länger vom Stahlseil nimmt und nicht absolut sicher ohne Absturzgefahr stehen kann, hängt man sich damit zusätzlich ans Stahlseil oder an einen Haken. Damit verhindert man, dass der Bandfalldämpfer ohne Sturz überlastet wird. |
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Toni's Ausführungen... Zitat:
Für jemand wie mich, der das noch nie gemacht hat, ist da gar nichts selbstverständlich, auch keine 2 Karabiner und kein Klettergurt. "Rastschlinge" und "Bandfallschlinge" sind für mich böhmische Dörfer, hatte ich noch nie davon gehört. Da ich nun keine solche Ausrüstung habe und auch ungern einen Bergführer für mehrere Stunden buchen will, meine Freundin da auch sicher nicht mitkommen würde, werde ich es wohl auch besser bleiben lassen. Vielleicht ergibt sich ja irgendwann mal Gelegenheit mit jemand mit zu gehen, der sich auskennt und mir eine Ausrüstung leihen kann. Jedenfalls vielen Dank für die Aufklärung, Toni! Zitat:
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Es ist wohl weniger die Ausrüstung, die gibt es für überschaubares Geld zu kaufen, sondern eher körperliche Fitness und mentale Stärke, die es für solche Steige braucht. Aus dem Kalten,ohne jede Erfahrung sollte man da nicht ran gehen und sich, wenn man wirklich will, zumindest jemanden suchen, der da reichlich Erfahrung hat oder sich gegebenenfalls doch einen Bergführer anvertrauen.
Die Bergwacht sieht die Klettersteige inzwischen ziemlich skeptisch: https://www.youtube.com/watch?v=Jbmo_cuVuMw Und ja,ich hab auch schon einige Klettersteige gemacht, ist aber leider schon eine Weile her..... |
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Natürlich jedes Jahr zur Fortbildung und Auffrischung inklusive Training zur Höhenrettung. Körperlich wäre es mittlerweile eine Herausforderung, weil meine Schultern nicht mehr wirklich mitmachen, insbesondere wenn ich jemanden retten müsste. Es ist alles andere als trivial wenn man jemanden zur Rettung abseilt, und sei es auch nur 10 Meter. Das fühlt sich mit Vorbereitung wie eine Ewigkeit an wenn man beim Verunfallten ist, aber in vielen Fällen ist die Rettung selbst in wenigen Minuten durchgezogen. Muss sie auch, damit es nicht zu einem Hängetrauma kommt. Mental wäre es ein Albtraum. Sobald ich nach unten schaue bekomme ich Schwindel. Bis vor 4 Jahren war ich regelmäßig in Kletterparks und habe auch die höchsten und schwierigsten Parcoure genommen. Das geht nicht mehr. Mein Kopf macht nicht mehr mit. Und ich hätte Angst in einer Klettersituation nicht mehr weiter zu können und dann andere Personen in Probleme und eventuell Gefahr zu bringen. |
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