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Erfahrung mit Sigma 120-400/4.5-5.6 (z.B. mit MC-11)?
Hallo zusammen,
ich überlege, mir ein Telezoom mit 400mm am oberen Ende zuzulegen (als Sparfux mit Tendenz zu gebraucht). Dabei bin ich auf das Sigma 120-400/4.5-5.6 gestoßen, das man sich z.B. mit dem MC-11 kompatibel machen könnte. Ja, es ist im Vergleich zum neuen nativen Sigma 100-400/5.0-6.3 älter (möglicherweise langsamerer Autofokus, unschärfer und anfälliger für Bildstörungen?) und größer, aber dafür inzwischen auch gebraucht für ca. 450,- zu bekommen. Und im Gegensatz zum Sigma 100-400/5.0-6.3 ist es wohl auch etwas lichtstärker. Hat jemand Erfahrungen mit dem Objektiv an Sony? |
Ich habe das aktuelle vor ein paar Wochen für knapp unter 900€ gekauft, und würde da bei dem gebrauchtpreis den Du nennst, lieber etwas drauf legen, und dafür die aktuelle Version nehmen, inkl. 3j. Garantie, und ohne irgend welcher Adapter.
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Vielleicht noch das: MC-11 ist vorhanden, aktuell verwendete Kamera ist eine a6500, Ziel ist Wildtierfotografie (mehrheitlich Wildparkumgebung), Sportfotografie steht nicht im Fokus, Budget ist begrenzt, da durch Kauf eines Tamron 17-70/2.8 bereits dezimiert. So, und damit nochmal zu den beiden Sigmas: Es gibt aus dem Sommer ein Video von Stephan Wiesner, wo er mit einem Vorserienmodell des Sigma 100-400/5.0-6.3 in einem Wildpark unterwegs ist. In dem Video sagt er, dass er hauptsächlich mit 400mm fotografiert hat, und das quasi nur offenblendig, weil (sinngemäß) "trotz Sonne so wenig Licht da war" (Wald). Lichtstärke ist also in diesem Setting ein entscheidender Punkt. Das (alte) Sigma 120-400/4.5-5.6 ist eine 1/3-Blendenstufe lichtstärker. Also: Warum Eurer Meinung nach trotzdem das native 100-400? |
Bei mir ist es ganz einfach, ich mag weder den MC11 und auch nicht den Metabones, habe beide besessen und mit Canon Objektiven genutzt.
Nach dem kompletten Umstieg nutze ich nur noch E-Mount Objektive. Ich sag da nur ein Adapter ist ein Adapter ist ein … Und ich wusste ja nicht, das Du schon den MC11 hast. :roll: Und Adapter würde ich nur verwenden wenn ich denn ältere Objektive von Fremdherstellern nutze, weil es eben nicht anders geht. Das ist jetzt nur meine Einstellung zu dem Thema, aber vielleicht kommt da noch einer um die Ecke, welcher die gewünschte Kombi sein eigen nennt und kann was dazu sagen. |
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Bei Weitwinkel und z.B. Landschaft kommt es da nicht so drauf an. |
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Diese möglichen Probleme variieren aber je nach Kombination von kamera, Adapter und Objektiv. Schau mal in der Suche nach MC11, es gab hier viele Threads, die sich damit befasst haben. Eins muss man natürlich sagen: Wenn du günstig ein Objektiv für den MC11 gebraucht bekommst, kannst Du es wahrscheinlich weitgend ohne Verlust wieder verkaufen. Außer Zeit und ein paar ggf. nicht gelungene Bilder riskierst du also wenig, wenn Du es einfach mal ausprobierst. |
Falls Du Serienbild einsetzen willst, das geht nur in der langsamsten Geschwindigkeit.
Ich habe lange Tiere mit dem SAL50300 mit LA-EA1 fotografiert, bin aber doch irgendwann auf das SEL70350G umgestiegen und habe damit weniger Ausschuss. |
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Je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger verstehe ich ehrlich gesagt diese "Hypen" von "Schärfe" und "neueste Technik". Wenn ich es (für mich) auf drei essentielle Punkte reduzieren, die ein Bild "gut" machen, dann sind das
Hinsichtlich der Schärfe haben wir doch beginnend mit der Minolta 7000 alles Wichtige schon an die Technik abgetreten. Der Begriff sagt es ja schon: "Autofokus". Inzwischen reicht es doch, die neueste Technik zu haben, und wirklich Gedanken muss ich mir nicht mahr machen. Es reicht doch schon eine a6400, ein aktuelles Objektiv - und der Fokus sitzt immer perfekt, wenn ich mich nicht ganz blöd anstelle und ein paar einfache Dinge beachte. Die zwei, drei out-of-focus-Bilder... pffff... Muss ich also noch wirklich "Lernen", den Fokus richtig zu setzen so wie früher zu manuellen Zeiten? Doch wohl eher nicht. Das Thema Fokus ist im wahrsten Sinne des Wortes "automatisiert". Ja, auch bei der Objekt- und Lichtkomposition hilft uns der Computer inzwischen, aber von "Auto-Komposition" ist da ja nun wirklich nicht zu reden. Wenn man also "fotografieren lernen" will, dann (das ist zumindest meine subjektive Erkenntnis) muss man nach wie vor "lernen", wie man Objekte und Licht zu einem guten Bild komponiert. Schärfe muss man nicht mehr in diesem Sinne "lernen". "Schärfe" kommt im Zweifel mit besserer Technik, und das bisschen, was man dafür beachten muss, lernt man en passant. Wenn ich also fürs "Fotografieren-Lernen" den Punkt Schärfe zumindest weitgehend (nicht komplett) zurückstellen kann, bedeutet das im Umkehrschluss, dass ich zum "Lernen" eigentlich erstmal "nur" die Technik brauche, mit der ich mich auf das Erlernen von Objekt- und Lichtkomposition konzentrieren kann - und dafür brauche ich (Erkenntnis des Tages) definitv nicht die neueste Technik. Ich brauche die Technik, die mir das Thema "Fokus" zumindest "ausreichend" abnimmt, damit ich mich auf die anderen beiden Punkte konzentrieren kann. Ja, keine Frage, das Sigma 100-400 ist toll. Aber ich habe bisher noch kein schlagendes Argument gehört, warum das Sigma 120-400 nicht (mehr) gut genug ist, um sich damit zum Lernen auf Objekt- und Lichtkomposition konzentrieren zu können. Und nur am Rande: mein aktuell längstes Zoom ist ein Minolta AF 75-300/4.5-5.6 der 1. Generation an einem LA-EA4r-Adapter. Das ist für Schärfe bei sich bewegenden Objekten der Tod. Hinsichtlich der Brennweite könnte ich das Ganze auch noch mit einem Kenko 2x-Adapter strecken, aber das macht es nicht besser. In sofern würde selbst das Sigma 120-400/4.5-5.6 am MC-11 geschwindigkeitsmäßig schon ein Quantensprung sein. :crazy::crazy::crazy::crazy: |
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Anscheinend scheinen Dir alle davon abzuraten. Aber du lässt diese Tipps nicht gelten, weil sie dir nicht in den Kram passen. Um es krass zu sagen: Dann geh doch zu Netto! Um deiner Argumentation mit dem halben Objektiv zu folgen: Vergleich es einfach mit dem Sony 100-400. Das wäre die allerbeste Lösung und das native Sigma ungefähr ein halbes Sony...... |
Wenn nicht ein Umstieg auf Vollformat geplant wird, wäre das SEL70350G vielleicht noch eine Alternative.
Nicht so viel teurer als das gebrauchte Sigma, nativ und schließt gleich an die 70mm vom Tamron an ... Gruß, Dirk |
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Dass es besser ist, weil es neuer ist, ist auch mir klar. Ein Golf 8 ist auch besser als ein Golf 6 (ganz zu schweigen von einem Audi A8 - und ich verkneif mir den Hinweis, dass man dafür mehrere Golf 8 bekäme). Aber ich habe bisher keine verwertbaren Angaben bekommen, was oder wieviel "besser" es ist. Das alte ist nominell um eine 1/3 Blende lichtstärker. Wenn mir jemand sagen würde, dass sich das nicht bemerkbar macht "weil..." wäre ich ja froh. Loewe66bb hat zumindest darauf hingewiesen, dass bei sich bewegenden Zielen ein schneller Fokus zwingend notwendig sei. Dem möchte ich gerne glauben, nur müsste mir dann jemand argumentativ aus meinem Irrtum helfen, weil ich es bisher anders beigebracht bekommen hab. Ich habe explizit nach Erfahrungen mit dem Sigma 120-400 gefragt. Nicht mehr, nicht weniger. Das allein war meine Frage, nur dieses eine Objektiv. Also, dann los, Windbreaker: wie ist es bestellt um die Bildqualität des Sigma 120-400? Hat es merkliche Aberrationen? Wie ist das Bokeh? Eher weich, eher unruhige Zwiebelringe oder einfach nur "dreckig"? Wie ist die Randschärfe bei Offenblende? Hat es Flares oder andere Bildfehler? Wie reagiert es bei Licht von vorn? Gib mir irgendetwas an die Hand, wonach es möglich ist, dieses Objektiv einzuschätzen. |
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Dass die Schärfe dort sitzt wo sie sein soll ist eigentlich eine Grundvoraussetzung, ähnlich wie die korrekte Belichtung, der passende Weißabgleich, der passende Kontrast u.s.w.. - Das Bild kann noch so schön mit Licht gemalt sein, wenn es unscharf ist, ist es Ausschuss. Zitat:
Ja - das Argument des Preises ... was soll ich dazu schreiben? In dem Fall wird das passen: "Wer billig kauft, kauft zweimal". :zuck: |
Naja, ich kann die Gedanken von DerGoettinger schon nachvollziehen, die habe ich ähnlich schon mehr als einmal gedanklich durchgespielt (Sigma oder Tamron 100-400 plus MC-11, usw.).
Mir fehlt ja auch der Bereich oberhalb von 300mm. Aber wenn ich ehrlich bin, sind die Anwendungsgelegenheiten bei mir für ein Super-Tele zu selten. Ein-bis zweimal im Jahr Tier- oder Wildpark, vielleicht nochmal der eine oder andere Spaziergang. Allerdings ist meine Erfahrung bei 300mm, dass für die Kleinvögel beim Spaziergang die 400mm auch noch zu kurz wären, von Nachstellversuchen des hiesigen Eisvogels mal ganz abgesehen. Ansonsten aber weder "richtiges" Wildlife noch Safari oder ähnliches. Und dann weiß ich genau, je größer und schwerer das Objektiv, desto seltener nehme ich das mit. Ein 100-400mm plus Möglichkeit einen Telekonverter anzuschließen wäre eigentlich genau der richtige Kompromiss. Da gibt es nativ oder offiziell unterstützt mit Adapter nur die Sony-Variante, die mir für den gelegentlichen Anwendungszweck zu teuer ist. Zitat:
Gruß, Dirk |
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Meiner Meinung nach solltest du dich fragen ob du zukünftig eher bei APS-C bleiben willst, das ist viel wichtiger. Bleibts du bei APS-C ist das erwähnte 70-350 die bessere Wahl. Hast du vor Richtung KB zu gehen solltest du das Sigma 100-400 wählen. Bei deinem verlinkten Review wurde die D700 verwendet (KB/12MP). Damit läßt sich nur sagen daß das Sigma 120-400 an 12MP-KB ordentliche optische Leistung bringt, mehr nicht. |
Das alte Sigma 120-400 OS HSM hatte ich zweimal, in Sony und in Nikon Ausführung.
Über 350mm BW baut es deutlich ab, für 400mm BW sollte man es sich nicht anschaffen wollen, selbst für die gut 200€, die es gebraucht noch kostet. Ein gutes 75-300mm am langen Ende bringt genau so gute Bilder (beschnitten auf gleichen Bildwinkel). Das Sigma ist zudem deutlich größer und schwerer. Zur Fokussierung an Adaptern kann ich nichts sagen, ich hatte jeweils passende Gehäuse. Das 70-350 kenne ich nicht. Wenn es bei 350mm gut, ist dann ist es sicher besser als das Sigma. |
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Ich kenne aber sehr gut die Möglichkeiten und die Einschränkungen, die der LA-EA3 mit original Sony Objektiven liefert - und das ist eine durchgehende Sony-Kette. Ich hatte auch schon diverse Sigma Objektive, die lagen und liegen (nutze auch jetzt noch eines) noch im AF hinter den Sony original Objektiven zurück. Da wird es auch mit Sigma am Konverter nicht besser. Aber: Du scheinst deine Meinung ohnehin im Vorfeld schon fixiert zu haben, von daher... teste es halt einfach und schaue ob es für dich i.O. ist. |
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Wenn ich die Größen der 3 Objektive 100-400, 120-400, 70-350 vergleiche, dann kann ich Dir sagen welches ich öfter dabei habe.
Du vermutlich auch. Das 70-350 habe ich selber, es ist wirklich schnell und scharf und im Verbund mit dem 17-70 eine tolle Kombi. Das 17-70 steht schon auf meiner Liste für 2021. Ich versuche keine Vollformatobjektive für meine a6400 zu kaufen, für mich unnötiger Ballast. |
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https://camerasize.com/compact/#809....809.237.6,ha,t |
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O.k., aber danke noch mal an alle. Das eigentliche Thema hat für mich sein Ende gefunden: das angesprochene 120-400 kaufe ich mir nicht. |
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Was bezweckst Du mit dieser "komischen Formatierung" von Textteilen in Deinem Post?
Möchtest Du es noch unattraktiver machen hier mitzulesen? :zuck: |
Einen anderen Flüstermodus gibt es ja nicht... :lol:
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Ich habe anfangs meine Teleoptiken - darunter Festbrennweiten und Zooms - mit Canon EF Anschluß mit Hilfe des MC-11 an die 7RIV und die 9II adaptiert.
Das funktioniert nur einigermaßen mit statischen Motiven. Mit allem anderen - bspw. Tracking AF - wirst du nicht glücklich. |
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Der AF sitzt perfekt, ist aber zu langsam - deutlich langsamer als an der A77II. Und ja, ich habe es selbst getestet! Unter anderem it dem 70-400 G an der A7RIII und der A77II. Zitat:
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Für Tier- und Wildpark reicht das in der Regel noch (mit Ausnahme von Flugshows). Siehe z.B. auch hier. Alles , was sich etwas schneller bewegt, wird eher schwierig. Gruß, Dirk |
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